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Nach Turning Point: Fall of Liberty versucht sich Spark erneut am Ego-Shooter-Genre – mit mäßigem Erfolg. Meisterdieb Charles Deckard soll die jüngst vom Meeresboden geborgene Büchse der Pandora klauen. Doch der neugierige Langfinger öffnet sie und jede Menge böser Energie und Fabelwesen kriechen hervor. Bereits im bombastischen Auftakt sorgen diese für Chaos. Menschen und Autos werden von Greifen durch die Luft geschleudert, ganze Hochhäuser dem Erdboden gleichgemacht. Vom Feuerdrachen über Werwölfe bis hin zum riesigen Schrott-Golem verwurstet ”Legendary alles, was in der Sagenwelt Rang und Namen hat. Zusätzlich stoßt Ihr auf Söldner, die Pandoras Box für sich beanspruchen.
Neben genretypischen Waffen gibt es auch Magie: Heilt Euch mit Animus-Energie besiegter Gegner oder verschießt Schockwellen, um Schwachstellen der Feinde anzugreifen. Ohne die richtige Taktik seht Ihr in der rasant-linearen Ballerei kein Land. Nach der gewaltigen Ouvertüre flacht Legendary ab und schickt Euch spärlich texturierte Werwölfe im Übermaß vor die Flinte.
Meinung
Michael Herde meint: Legendary könnte so toll sein: Extremes Trash-Flair, unverbrauchte Idee, fette Gitarrenriffs und viel Krawall zu Spielbeginn machen den flotten Shooter interessant. Leider verkommt die Serious Sam-artige Ballerei bald zur Standardkost, die trotz der nur ordentlichen PS3-Grafik ruckelt. Toll finde ich die individuellen Schwachstellen der Gegner und fetten Bosse; die einfallslosen Levels aus dem Designer-Baukasten sind aber schwach.
Wertung
nur eine Online-Spielvariante
Greif, Golem, Drachen, Werwölfe & mehr
turmhohe Bossgegner
Das tolle Setting punktet mit anspruchsvollen Gegnern, scheitert jedoch am lahmen Leveldesign.
Singleplayer52MultiplayerGrafikSound