Wuthering Waves – im Test (PS5)

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Spiel:Wuthering WavesPublisher:Kuro GamesDeveloper:Kuro GamesGenre:Action-RollenspielGetestet für:PS5Erhältlich für:PS5USK:12Erschienen in:3 / 2025

Kuro Games gilt schon seit 2021 als ein etwas nischigerer Konkurrent des Giganten HoYoverse – kein Wunder, arbeiten doch viele Ex-HoYo-Entwickler bei dem Studio in Guangzhou. Da überrascht es keinen, dass Kuro jetzt auch mit einem Genshin Impact-Rivalen ankommt, der vor allem Spieler ansprechen soll, denen der Casual-Fokus von Genshin nicht gefällt und die mehr Sex-Appeal haben wollen. Die Ursprungsfassung von Wuthering Waves erschien bereits im Mai 2024 für PC und Mobile, mit Version 2.0 gesellte sich zu Beginn des Jahres die PS5 dazu. Die bringt uns eine neue Nation namens Rinascita, die stark an Italien angelehnt ist, sowie viele Verbesserungen und Optimierungen, die das Gesamterlebnis angenehmer machen. Konsolenspieler können sich also freuen, direkt in ein ausgereifteres Erlebnis einzusteigen.

Darum geht es hier: Die Welt ereilte vor langer Zeit eine Apokalypse, als die monströsen ”Echos” einfielen und die Zivilisation zerstörten. Die Menschen erhielten allerdings auch übernatürliche Kräfte und mussten lernen, mit den Echos, die Freund wie Feind waren, klarzukommen und ihr Leben neu aufzubauen. In ­Huanglong sind die Menschen in einen konstanten Krieg mit den Echos verwickelt, während ­Rinascita gelernt hat, mit bestimmten Echos friedlich zusammenzuleben. ­Rover, unser Protagonist, erwacht eines Tages ohne Erinnerungen in Huanglong und muss der Nation helfen, sich gegen einen massiven Angriff der Echos zu wehren. Nach und nach erfährt er dabei mehr über seine Vergangenheit und beginnt daraufhin eine Reise durch die Nationen, um herauszufinden, wer die mysteriöse Gestalt aus seinen Träumen ist. Sobald Ihr die Anfangskapitel hinter Euch habt, könnt Ihr auch per Schnellstart nach Rinascita wechseln, wenn Ihr früher die neue Story erleben wollt.

Wuthering Waves setzt einen starken Fokus auf die Erkundung der Welt, das Lösen von Rätseln und natürlich auch seine Kämpfe. Hier steuert Ihr immer einen Charakter und wechselt Euer Dreierteam durch, um durch Combos verschiedene Buffs zu aktivieren und so den höchstmöglichen Schaden anzurichten. Dabei lohnt es sich, die Angriffsmuster der Echos zu lernen, Ausweichen und Kontern wird aktiv belohnt und nichts ist befriedigender, als einer kompletten Angriffssequenz zu entgehen. Aber auch Kenner werden gefordert, auf höheren Schwierigkeitsgraden zeigen die Bosse zudem neue Moves. Das Free-to-Play-Game kommt mit einem relativ großzügigen Gacha-System daher: Aktive Spieler ­werden die meisten Charaktere bekommen, ohne Geld auszugeben. Nur das Aufleveln und ­Ausrüsten könnte sich ohne Battle Pass als Langzeitprojekt herausstellen.

Meinung & Wertung

Thomas Nickel meint: Im Bereich Anime-Free-to-Play-Spiele ist Wuthering Waves in Sachen Grafik und Darstellung ein Schritt nach vorne. Auch das Kampfsystem überzeugt mit der Möglichkeit, viele Elemente an die eigenen Vorzüge anzupassen. Es macht Spaß, die Mechaniken von Bossen zu lernen und Rinascita ist ein tolles Upgrade gegenüber der vorherigen Saison. Allerdings hinterlässt der progressiv stärker werdende Fokus auf das Master-Love-Genre – also das auf die Spitze getriebene Harem-Prinzip mit gottgleichem Protagonisten, der für jedes Problem automatisch die Lösung darstellt – einen leicht bitteren Nachgeschmack. Nicht selten entsteht das Gefühl, die männlichen Charaktere sind teils nur als Ablenkung von dem offensichtlichen Harem-Plot drin. Und das ist eben arg Geschmacksache.

Spielerisch und technisch gelungenes Action-RRG, aber mit etwas aufdringlichem Waifu-Faktor.

Singleplayer83MultiplayerGrafikSound

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