Er verkaufte seine Tech-Firma für 1 Milliarde US-Dollar, sagt jetzt: „Bin reich, aber habe kein Ziel mehr im Leben“

Loom ist eine Aufnahme-App für Handy und PC. Die Gründer haben ihre Software jetzt für viel Geld verkauft. Einer der Gründer, Vinay Hiremath, erklärte: Jetzt hat er viel Geld, aber sonst keine Ziele mehr im Leben.

Wer wurde verkauft? Vinay Hiremath, Gründer der Aufnahme-App Loom, verkaufte sein junges Startup im Jahr 2023 an die australische Tech-Firma Atlassian. Kaufpreis: 975 Millionen Euro. Nach dem Kauf erklärte er in einem eigenen Blog dass er große Probleme nach dem Verkauf gehabt habe.

Hiremath teilte seine Gefühle der Ahnungslosigkeit und Unsicherheit in einem langen Blog mit dem Titel „Ich bin reich und habe keine Ahnung, was ich mit meinem Leben anfangen soll“.

„Unendlich viel Freiheit, aber ich weiß nicht, was ich damit anfangen soll“

Hiremath erklärte in seinem eigenen Blogpost, dass er sich in der ungewöhnlichen Lage befände, nie wieder arbeiten zu müssen. Denn Geld habe er jetzt genug. Und er habe auch nicht mehr das Bedürfnis, Geld zu verdienen oder Ansehen zu erlangen:

Das Leben war im letzten Jahr wie ein Nebel. Nachdem ich mein Unternehmen verkauft habe, befinde ich mich in der völlig unvertretbaren Lage, nie wieder arbeiten zu müssen. Alles fühlt sich wie ein Nebenjob an, aber nicht auf eine inspirierende Art und Weise. Ich habe nicht mehr die gleichen Grundbedürfnisse, die mich antreiben, Geld zu verdienen oder Status zu erlangen. Ich habe unendlich viel Freiheit, aber ich weiß nicht, was ich damit anfangen soll, und ehrlich gesagt bin ich nicht gerade optimistisch, was das Leben angeht.

Er selbst erklärte: „Wenn man ein Jahrzehnt lang an einer Sache arbeitet, die das ganze Leben in Anspruch nimmt, ist es schwer, die Gewissheit und das Ziel loszulassen, an die man sich gewöhnt hat.“

Eine Anstellung bei seiner gegründeten Firma lehnte er übrigens ab. Wäre er bei seiner Firma gewesen, hätte er über 4 Jahre einen festen Bonus von 60 Millionen US-Dollar erhalten. Dies habe er aber abgelehnt.

Was macht er jetzt? In seinem Blog erklärte er selbst, dass er mittlerweile auf Hawaii lebt und Physik studiert. Sein nächstes Ziel ist ein neues Unternehmen zu gründen, dafür wolle er sich aber physikalische Grundlagen aneignen.

Jetzt bin ich also auf Hawaii. Ich lerne Physik. Und warum? Der Grund, den ich mir einrede, ist, dass ich mir erste Grundlagen aneignen will, damit ich ein Unternehmen gründen kann, das Dinge der realen Welt herstellt. Das klingt plausibel, aber ich lerne gerade zu akzeptieren, dass ich glücklich bin, Physik zu lernen.

In einem Podcast mit Moneywise (via YouTube.com) erklärte er jedoch, dass er momentan arbeitslos sei und nach einem Praktikum suche.

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Sein indischer Landsmann Daksh Gupta sieht es mit Arbeit übrigens etwas anders: Der junge Chef erklärt, dass man in seiner Firma 80 Stunden pro Woche arbeiten müsse. Doch das stößt auf wenig positive Reaktionen. Er selbst verteidigt sich: Als Start-up habe man mit großer Konkurrenz zu kämpfen, gegen die man sich durchsetzen müsse: Der 22-jährige Chef einer Firma verlangt von seinen Mitarbeitern 80 Stunden pro Woche: „Wir bieten keine Work-Life-Balance“

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