Spieler wollen einen der besten Loot-Shooter auf Steam nicht einmal geschenkt haben – Jetzt äußern sich die Entwickler

Borderlands bekommt tausende negative Reviews auf Steam, dabei ist der beste Teil der Reihe gerade sogar kostenlos.

Um welches Spiel geht es? Die Borderlands-Reihe ist bei Shooter-Fans eigentlich sehr beliebt und insbesondere Borderlands 2 gilt bei Genre-Liebhabern als einer der besten Loot-Shooter aller Zeiten.

Auf der Review-Plattform Metacritic hat das Spiel in der PC-Version einen starken 89er-Score und ist somit besser bewertet als Konkurrenten wie The Division 1 (80) und 2 (82) oder Destiny 2 (83). Borderlands 2 wird dabei speziell für seinen Humor und Charaktere wie Handsome Jack von vielen Spielern geliebt. Auch die Vielfalt der spielbaren Builds und die große Waffenauswahl werden oft gelobt.

Borderlands 2 für lau auf Steam, doch Spieler meckern trotzdem

Wieso wollen die Spieler das Spiel nicht einmal geschenkt? Vor einigen Wochen kam Kritik zu den Borderlands-Spielen auf, weil der Publisher Take-Two Interactive die Nutzungsbedingungen änderte.

Die Spieler hinterließen hundertfach negative Reviews auf Steam und warfen dem Spiel und dem Entwicklerstudio aufgrund einer Klausel in den geänderten Nutzungsbedingungen vor, sie würden die Spieler und ihre Daten ausspionieren. Mehrere Rezensionen sagten, dass die Borderlands-Spiele Spyware (also Spionage-Software) installieren würden.

Zudem fürchteten Spieler, dass eine weitere neue Klausel der Modding-Community der Spiele schaden könne und Spieler nun mit Strafen rechnen müssen, wenn sie Mods nutzen.

Was ist die neueste Entwicklung? Die Situation zwischen Gearbox und den Spielern verschärfte sich weiter, als am Donnerstag, dem 5. Juni 2025, eine Borderlands-Rabatt-Aktion auf Steam startete, in deren Rahmen Borderlands 2 kostenlos ist. Jeder, der sich das Spiel bis zum 8. Juni sichert, darf dieses behalten.

Seither kam erneut eine Vielzahl von schlechten Bewertungen über das komplette Franchise verteilt hinzu. Borderlands 2 erwischte es dabei besonders schlimm. In den vergangenen 30 Tagen erhielt der zweite Teil der Reihe über 8.500 negative Reviews. Das gesamte Franchise ist im selben Zeitraum bei über 12.000 Kritiken angekommen.

In den jüngsten negativen Rezensionen von Borderlands 2 auf Steam schreiben Spieler, dass sie das Spiel nicht einmal gratis haben wollen. Ein Nutzer sagt: „Nicht kaufen oder kostenlos nehmen. Enthält Spyware und blockiert Mods.“ Ein anderer tönt: „Nette 100 % Rabattaktion. Trotzdem Spyware.“

Jetzt haben sich die Entwickler in einer Stellungnahme zu den Vorwürfen der Spieler geäußert.

Mehr zu Borderlands

Mehr zum Thema
Fans wollen ein MMO zu Borderlands wiederbeleben, das ihr niemals spielen durftet

von Dariusz Müller

Mehr zum Thema
6 Spiele zu Borderlands im Ranking

von Max Handwerk

Mehr zum Thema
Chef von Borderlands 4 erklärt in 557 Wörtern, warum ihr ihn alle falsch verstanden habt, als er sagte, echte Fans würden auch 80 € für sein Spiel zahlen

von Caroline Fuller

Das sagen die Entwickler: Gearbox hat auf Steam eine offizielle Stellungnahme zu den Vorwürfen der Community veröffentlicht, in der sie auf die Bedenken bezüglich Spionage-Software und Mod-Verbote eingehen.

Zu den Spyware-Vorwürfen sagen die Entwickler:

Take-Two verwendet keine Spyware in seinen Spielen. Die Datenschutzrichtlinie von Take-Two gilt für alle Labels, Studios, Spiele und Dienste über alle Medien- und Plattformtypen hinweg, wie Konsole, PC, mobile App und Website. Die Datenschutzrichtlinie identifiziert die Datenaktivitäten, die erfasst werden können; dies bedeutet jedoch nicht, dass jedes Beispiel in jedem Spiel oder Dienst erfasst wird.

Take-Two führt diese Praktiken in seiner Datenschutzrichtlinie auf, um den Spielern Transparenz zu bieten und ihren rechtlichen Verpflichtungen nachzukommen. Take-Two erfasst diese Informationen, um ihre Dienste für die Spieler zu erbringen, einschließlich des Schutzes der Spielumgebung und des Spielerlebnisses. Mehr darüber können Sie in der Datenschutzrichtlinie lesen.

Zum Beispiel werden Spieler- und Gerätekennungen teilweise erfasst, um sicherzustellen, dass das Spiel mit dem jeweiligen Medien-, Plattform- oder Website-Browser-Typ eines jeden Spielers kompatibel ist. Es ermöglicht uns, besser zu verstehen, wie Spieler die Spiele spielen, und die Benutzererfahrung zu personalisieren (wie zum Beispiel die Anzeige von Benutzernamen!). Kontozugangsdaten werden von Nutzern erfasst, die sich entscheiden, Konten bei Take-Two und seinen Labels zu erstellen.

Zudem erklärten die Entwickler, dass sie nur gegen Mods vorgehen, die Spielern einen unfairen Vorteil verschaffen oder die das Gameplay anderer Spieler negativ beeinträchtigen. Singleplayer-Mods seien in der Regel nicht von Strafen betroffen:

„Die Nutzungsbedingungen von Take-Two verbieten Mods, die es Nutzern ermöglichen, sich einen unfairen Vorteil zu verschaffen, die Fähigkeit anderer Nutzer, das Spiel wie vorgesehen zu genießen, negativ beeinträchtigen oder Nutzern Zugang zu Inhalten verschaffen, auf die der Nutzer keinen Anspruch hat. Wir tun dies, um die Integrität des Spielerlebnisses für alle Nutzer zu schützen. Take-Two geht in der Regel nicht gegen Mods vor, die nur für den Einzelspieler-Modus sind, nicht-kommerziell sind und die Rechte am geistigen Eigentum (IP) ihrer Labels und Dritter respektieren.“

Die Terms of Service von Take-Two, die für Borderlands gelten, werden voraussichtlich auch bei GTA 6 Anwendung finden, da das Unternehmen auch der Publisher von Rockstar Games ist. Alles, was ihr zu dem heiß ersehnten Action-Spiel wissen müsst, könnt ihr derweil auf MeinMMO nachlesen: GTA 6: Release, Trailer und Map – Die wichtigsten Infos zum Action-Spiel

Der Beitrag Spieler wollen einen der besten Loot-Shooter auf Steam nicht einmal geschenkt haben – Jetzt äußern sich die Entwickler erschien zuerst auf Mein-MMO.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *