In einem Gespräch mit Denfaminicogamer sprach der CEO von LEVEL-5, Akihiro Hino, über den Entwicklungsprozess von Fantasy Life i: Die Zeitdiebin. Der Titel konnte sich seit seiner Veröffentlichung im vergangenen Mai mittlerweile über eine Million Mal verkaufen und ist somit ein großer Erfolg für den japanischen Entwickler. Doch um dies erreichen zu können, war laut dem Firmenpräsidenten ein entscheidender Faktor von Bedeutung: Die grundlegende Überarbeitung des Spiels ein Jahr vor der Veröffentlichung.
Diejenigen, die seit der Ankündigung des Spiels im Februar 2023 auf den Release gewartet haben, können sich sicherlich noch an die zahlreichen Verschiebungen erinnern, welche das Rollenspiel durchmachen musste. Zuerst noch für 2023 angekündigt, wurde es später schließlich auf 2024 verschoben und hatte mit dem 10. Oktober 2024 sogar bereits ein festes Datum, bevor es dann ein weiteres Mal auf April 2025 und zuletzt auf den endgültigen Release am 21. Mai 2025 verschoben wurde. Doch auch wenn dieser holprige Weg zu viel Frust in der Fangemeinde führte, scheint sich die Vorgehensweise letztendlich ausgezahlt zu haben.
Laut Hino habe man die Zeit genutzt, um den Spielern mehr Freiheiten zu geben. Ursprünglich sollte es in Fantasy Life i keine offene Spielwelt geben und das Spiel bot nur eine recht kleine Karte, innerhalb der man sich nicht frei bewegen konnte. Auch Features wie das Klettern waren nicht implementiert. Der CEO beschrieb die damalige Spielerfahrung als „erstickend“ und „gestreckt“, was das Spiel sehr stressig gemacht habe. „Es fühlte sich eingeengt an, als wäre man im Raum des Spiels gefangen“, erklärte er. Man sah sich gezwungen, praktisch ein „Remake“ des gesamten Spiels anzufertigen und alle Elemente zu entfernen, die den Spielfluss störten. Hinzu kamen dafür Elemente wie die Schnellreisefunktion und die weitläufige Open-World, mit der das Spiel heute glänzen kann. Erstaunlich ist hierbei, dass besagte Open-World in nur zwei Monaten entwickelt wurde, da man mit einem System arbeitete, welches 2D-Grafiken in begehbares 3D-Terrain umwandeln kann. „In der endgültigen Version des Spiels kann man einen Baum fällen, irgendwo hoch hinaufklettern, dort oben einen Baum fällen, wieder hinunterklettern, herumlaufen – und allein diese einfachen Aktionen fühlen sich gut und bequem an“, führte Hino weiter aus.
Am Ende war dies jedoch bekanntermaßen nicht der einzige Grund für die lange Entwicklungszeit des Titels. Wie wir bereits einige Zeit vor der Veröffentlichung berichteten, war auch der plötzliche Abgang von Keiji Inafune, der ursprünglich als Producer für das Projekt vorgesehen war und während der laufenden Entwicklung das Studio verließ, maßgeblich. LEVEL-5 schaffte es jedoch trotz aller Hürden mit Fantasy Life i: Die Zeitdiebin einen Hit zu landen und beweist somit, dass sich die Anstrengungen ausgezahlt haben.
Seid ihr zufrieden mit der Spielerfahrung von Fantasy Life i: Die Zeitdiebin?
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