Der Chef von Borderlands 4 löste mit seinen Aussagen zum Preis des Spiels in der Vergangenheit eine Diskussion mit der Community aus. In einem neuen Interview erklärt er, wie viel Borderlands 4 wirklich wert sei und warum er das Spiel dennoch am liebsten verschenken würde.
Um wen geht es? Randy Pitchford ist der CEO von Gearbox, dem Entwicklerstudio von Borderlands 4 und in der Vergangenheit vor allem durch Streitereien mit den Fans negativ aufgefallen. Als ein Fan den CEO bat, das Spiel nicht für 80 US-Dollar (68 Euro) anzubieten, antwortete der Chef dem Nutzer, dass auch er damals einen Sommer gearbeitet hatte, um sich ein neues Spiel leisten zu können.
Diese Antwort passte vielen Fans in Anbetracht der immer weiter steigenden Lebenshaltungskosten in den USA gar nicht, und der Chef kassierte einen Shitstorm. Als er sich daraufhin in 557 Wörtern erklärte, war die Sache jedoch längst nicht vergessen.
Mit einem Preis von 129 Euro für die Super-Deluxe-Edition des Koop-Shooters sorgte das Spiel dann erneut für Schlagzeilen, obwohl die günstigste Edition vom Preis her nicht gesenkt wurde. In einem neuen Interview hat der Chef wieder über den Preis von Borderlands 4 gesprochen.
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Ein überzeugter Chef
Was sagt Randy Pitchford zum Wert von Borderlands 4? Dass ein Chef von seinem eigenen Spiel überzeugt ist, verwundert wohl nur die wenigsten. So tut es auch Randy Pitchford, der im Interview mit GamesRadar erklärt: „Verdammt, ich glaube, sie könnten 200 Dollar [170 €] dafür verlangen […]“.
Während vielen Fans bereits 80 US-Dollar Bauchschmerzen bereitet haben, wäre der Chef wohl auch mit dem weit höheren Preisschild zufrieden. Dies begründet er so:
Wenn man sich alle bisherigen Borderlands-Spiele ansieht, gibt es Leute, die Tausende von Stunden in Borderlands verbringen. Wenn man das im Hinblick auf den höchsten jemals aufgewendeten Betrag im Vergleich zur Unterhaltungszeit betrachtet, findet man weltweit kein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis für irgendeine Art von Unterhaltung.
Wieso will er das Spiel dennoch verschenken? Im gleichen Interview versteht er jedoch auch, dass nicht alle Spieler wohl bereit wären, 170 € für Borderlands 4 zu bezahlen. Deshalb erklärt er: „Ich wünschte, sie würden es verschenken, denn dann würde es jeder spielen. […] So funktioniert das Geschäft nicht […] Aber der Wert ist da.“
Außerdem sagt er: „Letztendlich hole ich mir das, was ich will. Und wenn ich es will und finde, dass ihre Forderungen fair sind, hole ich es mir“, sagte der CEO von Gearbox gegenüber GamesRadar. „Wenn ich etwas nicht will, dann will ich es nicht. Oder wenn ich finde, dass ihre Forderungen unfair sind, dann mache ich es nicht. All das Gerede spielt keine Rolle, am Ende des Tages ist es genau das, worum es geht.“
Die Lust auf ein neues Spiel bestimmt laut dem Chef also stark, wie viel ein Spieler bereit ist, dafür auszugeben. Im Fall von Borderlands 4 wären 80 Euro jedoch wohl zu viel, wie die Spieler erklären. Er findet Borderlands 4 als richtig guten Titel, der auf die Spielstunden gerechnet ein gutes Angebot darstellt und würde ihn am liebsten auch jedem gratis zur Verfügung stellen, damit alle in den Genuss seines neuen Spiels kommen.
Die Debatte um den Preis von Borderlands 4 und die Tatsache, dass der CEO den Streit mit den Fans immer wieder mit neuen polarisierenden Nachrichten aufheizt, sollten nicht davon ablenken, was die Entwickler inhaltlich beim Koop-Shooter verändern wollen. Eine Sache wird deutlich anders: „Weniger Border, mehr Lands“ Chef verrät, was sich bei Borderlands 4 grundsätzlich ändern wird
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