Rune Factory: Guardians of Azuma – im Test (Switch / Switch 2)

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Spiel:Rune Factory: Guardians of AzumaPublisher:MarvelousDeveloper:MarvelousGenre:Action-RollenspielGetestet für:Switch, Switch 2Erhältlich für:Switch, Switch 2USK:12Erschienen in:8 / 2025

Das fünfte Rune ­Factory punktete 2021 spielerisch und inhaltlich, die hochgradig durchwachsene Technik und magere Grafik kos­teten allerdings Sympathien. Da ist es nur gut, dass der jüngste Serienteil auch auf der stärkeren Switch 2 erscheint und dazu das ­etablierte Serienkonzept ein gutes Stück überarbeitet. Bereits der ­direkte Vorgänger lockte mit einem fernöstlichen Setting, Guardians of Azuma setzt mit seinen shintoistisch anmutenden Naturgöttern nun noch mehr auf traditionelle japanische Motive.

Mit der Figur Eurer Wahl erwacht Ihr nach einem dramatischen ­Intro im zerstörten Tempel eines kleinen Ortes. Während Ihr Erinnerungen vermisst, hat das Dorf noch größere Probleme: Der ­Boden fault, die Pflanzen vertrocknen und nichts blüht mehr. Doch als Erd-Tänzer könnt Ihr tatsächlich etwas tun, und nachdem Ihr gemeinsam mit ein paar Reisenden einen angreifenden schwarzen Drachen vertrieben habt, vertraut Euch das alte Oberhaupt direkt die Verantwortung über die ganze Siedlung an. Wie früher bestellt Ihr nun die ­Felder, gießt die Pflanzen und erntet das reife Gemüse – der Verkauf füllt schnell Eure Kassen. Noch wichtiger ist dieses Mal aber die Dorfverwaltung: Ihr lasst Bäume blühen, errichtet neue Gebäude und weist den Leuten Aufgaben zu – und das nicht nur in einem, sondern nach und nach in gleich vier Orten!

Auch das ist noch bei Weitem nicht alles: Ihr stellt ­Gegenstände her, kocht leckeres Essen und lernt 15 nette Junggesellen und Junggesellinnen zum Anbandeln kennen – wäre doch gelacht, wenn sich da nichts entwickeln würde. Dabei gilt es, stets die Ausdauer im Auge zu behalten: Übernehmt Ihr Euch, kann es schon mal passieren, dass Ihr umkippt und am nächsten Morgen wieder in Eurem Bett erwacht. Auch Action ist hier ein Thema, schwingt Ihr außerhalb der Dörfer doch regelmäßig die Klinge: Kämpfe gegen große und kleine Monster gehören ­ebenso zu Rune Factory wie Simulations-Elemente.

Technisch wirkt der neue Serien­teil auf beiden Systemen weit runder und harmonischer als der Vorgänger. Auf der Switch 2 wird zudem die Maus-Funktion unterstützt: Das Bestellen der Felder und die Planung des Dorfes gehen so gleich noch ein wenig eleganter von der Hand. Und nicht zuletzt lobenswert: ­Marvelous veröffentlicht die Switch-2-Fassung – anders als (fast) alle Third-Party-Hersteller – nicht als schnöde Schlüsselkarte oder Code in a Box, sondern auf einem echten Modul!

Meinung

Thomas Nickel meint: Trotz aller Sympathien verhagelte mir die extrem schwache Performance des Vorgängers den Spielspaß – dieses Problem hat Marvelous in den Griff gekriegt. Und nicht nur die Technik ist jetzt besser, auch Figuren und Prämisse holen mich hier ein ganzes Stück mehr ab. Die Dorfplanung gibt mir mehr Möglichkeiten, dank Maus-Funktion geht selbst der Ackerbau von der Hand und die Actionszenen fühlen sich unkompliziert, aber ziemlich gut an. Ebenfalls wichtig: Die Figuren, mit denen Ihr interagiert, sind sympathisch und Ihr wollt gleich mehr über sie erfahren – alle Voraussetzungen für ein gelungenes Farming-Action-Dating-Planungs-Abenteuer sind also vorhanden. Und da es diesmal nicht nur inhaltlich, sondern auch technisch stimmt, freue ich mich drauf, noch mehr Zeit mit den Menschen und Göttern von Azuma zu verbringen.

Wertung

Maus-Modus wird unterstützt
15 Junggesellen und Junggesellinnen
Switch-2-Upgrade für 10 Euro möglich

Sympathisch, vielseitig und hübsch: Sorgt für Eure Dörfer, kämpft gegen Monster und bandelt mit attraktiven NPCs an!

Singleplayer83MultiplayerGrafikSound

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