Eine der trockensten Regionen der Welt wird teilweise grün. Der Grund sind 7 Millionen Solarpaneele und tausende Schafe. In China soll das Großprojekt bald tausende Haushalte mit Strom versorgen.
Um was für ein Projekt geht es? Die chinesische Regierung präsentierte im August 2025 ein riesiges Energieprojekt, was in Zukunft tausende Personen mit Strom versorgen soll.
Auf dem tibetischen Plateau entsteht gerade eine Anlage, die nach ihrer Fertigstellung die größte Solarfarm der Welt sein soll. Mit 610 Quadratkilometern ist das Projekt größer als die Stadt und Bundesland Bremen (420 km²) und noch etwas kleiner als Hamburg (755 km²).
Das große Projekt sorgt nebenbei dafür, dass eine der trockensten Regionen der Welt grün wird. Und Schafe spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Davon berichtet etwa das Magazin Associated Press (AP) auf YouTube.com.
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Eine trockene Region wird durch Millionen Photovoltaikanlagen wieder grüner
Was ist das für eine Region? Das Hochland von Tibet gehört zu den trockensten Großregionen der Erde, insbesondere im Westen und Norden, wo die durchschnittlichen Jahresniederschläge auf lediglich 20 bis 80 Millimeter abfallen können. Das liegt vor allem an der geografischen Lage der Region: Der Himalaya schirmt die Monsunregen ab und erzeugt ein für viele Teile des Hochlands typisches kontinentales, extrem trockenes Hochgebirgsklima (via Deutschlandfunk.de).
Warum wird die Region wieder grün? Die Anlage aus Millionen angeordneter Solarmodule wirkt wie ein Windschutz, der die Erosion verringert, das Vordringen von Staub und Sand bremst und vor allem die Verdunstung von Wasser aus dem Boden reduziert.
Im schützenden Schatten der Paneele hat die Vegetation eine Chance gefunden, zu gedeihen. Gras und kleine Sträucher beginnen zu wachsen, wodurch ein grüneres Ökosystem entstanden ist, das die lokale Tierwelt anzieht. Gleichzeitig macht der Klimawandel auch vor dem sogenannten „Dritten Pool“ der Welt nicht Halt. Davon berichtet etwa der Spiegel.
Die Pflege übernehmen Schafe. Um die Vegetation unter Kontrolle zu halten, hat die Anlage Schafhirten aus der Umgebung engagiert. Tausende von Schafen weiden mittlerweile unter den Solarpaneelen. Wang Anwei, Direktor der Energiebehörde in China, sagte dazu auf YouTube (ab Minute 0:53).
Wir haben eine Win-win-Situation in drei ökologischen Bereichen erreicht. Als Unternehmen können wir Energie auf einem Top-Level gewinnen. Darunter können wir Gras wachsen lassen und uns um die Ökologie kümmern. Im mittleren Level, Dorfbewohner können ihre Schafe unter den Paneelen hüten.
Schafe werden schon länger dazu eingesetzt, um Photovoltaikanlagen zu warten und das Gras darunter kurzzuhalten. Eine aktuelle Untersuchung in Australien legt nahe, dass Merinoschafe, die zwischen Solarpaneelen weiden, nicht nur zur Pflege der Anlagen beitragen, sondern auch qualitativ bessere Wolle liefern: In einem Land wurden 1.700 Schafe untersucht, die zwischen Solarpaneelen grasen – mit überraschendem Ergebnis
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