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Im Sommer 2023 war The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom ein Megahit – und daran hat sich auch zwei Jahre später nichts geändert. Nintendos Entwickler fügten dem aus Breath of the Wild vertrauten Hyrule nicht nur einen weiten Himmel und eine riesige Unterwelt hinzu, sie erweiterten das Spiel zudem um eine beeindruckend flexible Bastel-Funktion und nicht zuletzt eine wunderbare neue Geschichte. All das bietet natürlich auch die frische Edition für die Switch 2: Neulinge können eine komplette Fassung für die eben erschienene Hardware erwerben, Besitzer des Switch-Originals rüsten für 10 Euro auf und wer ein Nintendo-Online-Abo hat, darf das sogar gratis tun.
Und was bringt das Upgrade jetzt an Änderungen? Da sind zunächst einmal die technischen Aspekte: Das Original visierte 30 Bilder pro Sekunde an, hatte in manchen Gegenden aber auch damit durchaus zu kämpfen. Nicht so die Switch 2 Edition: Die zieht nahezu durchgehend saubere 60 fps durch und läuft im Handheld-Modus mit 1080p-Auflösung, im Dock sogar mit noch schärferen 1440p, HDR wird ebenfalls unterstützt. Auf die Entfernung mag man so ein paar eintönige Texturen besser erkennen als im Original von 2023, aber der Gesamteindruck bleibt trotzdem exzellent. Vor allem aber das Spielgefühl ist dank der sauberen, verdoppelten Bildrate einfach noch mal ein Stück direkter als in der Switch-Version.
Die andere große Erweiterung ist die Implementierung der ”Zelda Notes”-App. Die aktiviert Ihr über die offizielle Switch-App auf Eurem Smartphone und nutzt so Funktionen wie ein Navi, das Euch den Weg zu Schreinen, Türmen, Höhlen, Krogs und vielen weiteren Geheimnissen weist. Ebenso könnt Ihr dort Bauanleitungen über QR-Codes teilen, eine QR-Item-Box verwenden, Tagesboni mitnehmen und Spieldaten einsehen. Ebenfalls nett: Wer sich in der Welt umsieht, der entdeckt jetzt Audio-Erinnerungen, die von den vertrauten Sprechern erzählt werden. Das sind insgesamt nette, neue Features – die Frage muss aber dennoch gestellt werden: Hätte man das Gros davon nicht auch ohne Smartphone-Gedöns direkt ins Spiel selbst implementieren können?
Meinung
Thomas Nickel meint: Tears of the Kingdom ist auch zwei Jahre nach seinem Erscheinen noch ein veritables Referenzwerk. Was Nintendo hier an Ideen, Mechaniken und Feinschliff auffährt, beeindruckt 2025 genauso wie 2023. Für mich ist vor allem die technische Frischzellenkur ein Grund, nach Hyrule zurückzukehren: Die hohe Auflösung tut dem Spiel richtig gut, die kürzeren Ladezeiten nehme ich gerne mit und die neuen 60 fps fühlen sich einfach viel fluffiger an. Geteilter Meinung bin ich derweil über die App-Einbindung: Viele der Funktionen sind insbesondere für notorische Komplettisten sehr hilfreich, aber die Handhabung finde ich etwas fummelig und unnötig kompliziert. Mir wäre es lieber gewesen, wenn man Krog-Navi & Co. direkt ins eigentliche Spiel eingefügt hätte.
Wertung
höhere Auflösung
bessere Bildrate
unterstützt ”Zelda Notes”-App
Die technischen Verbesserungen des Meisterwerks sind fantastisch – die Zusatz-App ist hilfreich, könnte aber eleganter implementiert sein.
Singleplayer95MultiplayerGrafikSound
