Microsoft hat das Spiel gestrichen, auf das der ehemalige Chef von The Elder Scrolls Online seine ganze Karriere wartete. Jetzt spricht er erstmals über seinen Weggang.
Um wen geht es? Matt Firor ist ein US-amerikanischer Spieleentwickler, der 18 Jahre lang bei ZeniMax Online Studios tätig war. Dort trat er unter anderem als Game Director von The Elder Scrolls Online sowie als Studio Director auf.
Im Sommer 2025 verließ Firor ZeniMax. Sein Nachfolger als Studio-Chef sollte Jo Burba werden. Einen genauen Grund für seinen Weggang nannte Firorr zu dem Zeitpunkt nicht, doch Microsoft – nach der Übernahme von Bethesda und ZeniMax die Muttergesellschaft des Entwicklerstudios – gab am selben Tag die Entlassung von 9.000 Mitarbeitern bekannt.
Autoplay
Microsoft hat das Spiel gestrichen, auf das er seine ganze Karriere wartete
Was genau sagt er? Zum Start ins neue Jahr richtete Firor sich an seine Follower auf LinkedIn. In einem Post widmet er sich der ihm zufolge zweitmeistgestellten Frage: Was führte dazu, dass er ZeniMax Online Studios verließ?
Firor sagt, dass es die „offensichtlichste Erklärung“ sei. Im Rahmen der großen Entlassungswelle bei Microsoft im Sommer 2025 wurde auch das neue MMORPG von ZeniMax Online gestrichen: Project Blackbird. Das sollte eine Mischung aus Destiny und Blade Runner werden. Für Firor ein besonderes Projekt:
„Das Projekt Blackbird war das Spiel, auf dessen Entwicklung ich meine gesamte Karriere lang gewartet hatte, und als es eingestellt wurde, habe ich gekündigt. Meine Gedanken und mein Herz sind immer noch bei den betroffenen Teammitgliedern, von denen ich mit vielen über 20 Jahre lang zusammengearbeitet habe und die alle zu den engagiertesten und talentiertesten Entwicklern der Branche gehörten.“
Project Blackbird war bereits seit 7 Jahren in der Entwicklung, als es im Sommer 2025 gestrichen wurde und kam bei ersten Testern sehr gut an. Sogar Xbox-Chef Phil Spencer sei laut dem bekannten Branchen-Insider Jason Schreier ein Fan gewesen. Dem habe man sogar den Controller entreißen müssen, um mit einem Meeting fortfahren zu können (via Bloomberg).
MMORPG sollte Mix aus Destiny und Blade Runner sein
Was sollte das für ein Spiel sein? Viele Details sind nicht bekannt, doch bei Project Blackbird sollte es sich übereinstimmenden Berichten zufolge um einen Online-Loot-Shooter in der Third-Person-Perspektive handeln, der vermehrt mit Bungies Destiny verglichen wurde.
Ein großer Fokus des Spiels sollte auf vertikaler Bewegung liegen und Spieler hätten „wie Superhelden“ Wände hochgelaufen und sich Spider-Man-artig mit Greifhaken um große Gebäude schwingen können. Außerdem sollte Blackbird auf einen „SciFi-Noir”-Stil gesetzt haben, der an Filme wie Blade Runner erinnerte.
Das Ende von Project Blackbird trug auch dazu bei, dass 2025 für unseren MMORPG-Experten Karsten Scholz als ein katastrophales Jahr in die Geschichte des Genres eingeht. Den vollständigen Bericht lest ihr hier auf MeinMMO: 2025 geht als eines der schlimmsten Jahre für Fans von MMORPGs in die Geschichte ein
Der Beitrag Microsoft strich sein Traum-Spiel, obwohl sie es liebten: Ex-Chef von Elder Scrolls Online erklärt, warum er ZeniMax verlassen hat erschien zuerst auf Mein-MMO.
