Der Hulk gehört zu den stärksten, aber auch gefährlichsten Helden im Universum von Marvel. Statt ihm aber vernünftig zu danken oder ihm zu helfen, schickten seine Freunde ihn ins Weltall und stürzten damit fast die ganze Erde in das Verderben.
Der Hulk ist durch seine enorme Stärke und Widerstandsfähigkeit einer der mächtigsten Helden im Marvel-Universum. Doch er ist auch ziemlich gefährlich. Jeder seiner Kämpfe verursacht enorme Kollateralschäden.
Statt sich aber richtig um ihren Freund zu kümmern, entschieden sie sich, ihn einfach auf einen fernen Planeten ohne andere Lebewesen, die er verletzen kann, zu schicken. Doch das lief nicht so wie geplant und sorgte letztendlich für einen zerstörerischen Krieg.
Die Zerstörungswut vom Hulk könnt ihr in The Incredible Hulk sehen:
Die Lösung zum Hulk-Problem: Einfach woanders hinschieben
Was genau passierte mit dem Hulk? Nachdem Hulk während einer Mission für S.H.I.E.L.D. von einer Gamma-Bombe getroffen wurde und in einem enormen Wutausbruch in Las Vegas ziemlich viel zerstört hatte, konnte er nur von den Fantastic Four gestoppt werden (zu sehen in Fantastic Four Nr. 535 (2006)).
Am Ende des Comics spricht das Ding mit Johnny Storm und sagt, er habe Mr. Fantastic gesagt, es gäbe wohl nichts, das den Hulk töten könnte. Danach erklärt er, dass er einen Scherz gemacht hat: Man solle ihn einfach ins All schießen, damit er jemand anderes Problem wird. Reed habe darüber aber nicht gelacht.
Wie man im Comic Hulk Nr. 92 (2006) nämlich sieht, ist genau das passiert. Dr. Strange, Mr. Fantastic, Iron Man, der viele schlimme Dinge getan hat, und Black Bolt haben sich dazu entschieden, den Hulk auszutricksen und auf einen fernen Planeten zu befördern. Das entschieden die Helden in einem ihrer Illuminati-Treffen, einer geheimen Organisation, die sich der Lösung schwieriger Probleme widmen soll. Dazu sagt Mr. Fantastic in einem Video zum Hulk:
Immer wieder haben deine Wut und deine Macht den gesamten Planeten bedroht. […] Ich habe uns immer als Freunde betrachtet, Bruce. Deshalb tut es mir wirklich aufrichtig leid. Aber zu deinem eigenen Wohl und zu unserem Wohl schicken wir dich fort. Das ist der einzige Weg, wie wir sicher sein können. Ich weiß, dass du uns hassen musst, Bruce, aber ich glaube von ganzem Herzen, dass dies die größte Chance deines Lebens sein könnte.
Er sollte an einen Planeten geschickt werden, ohne intelligentes Leben, damit er endlich in Ruhe gelassen wird. Doch das geht schief. Er landet in einem Wurmloch und befindet sich plötzlich auf dem gefährlichen Planeten Sakaar.
Der große Verrat
Was passierte auf Sakaar? Auf dem neuen Planeten gibt es alles andere als Ruhe für den grünen Helden. Er wird versklavt und von einem brutalen Diktator zum Gladiator gemacht. Doch er kämpft sich daraus, findet eine Frau, wird zum König und vereint den gesamten Planeten.
Als alles so schön scheint, explodiert jedoch das Schiff, mit dem er angekommen ist, und tötet Milliarden von Wesen, darunter auch seine schwangere Frau. Das Leben, das Hulk friedlich leben wollte, wurde zerstört, augenscheinlich erneut wegen seiner Freunde. Sie waren es zwar nicht, doch Hulk weiß davon nichts und begibt sich auf die Erde, um seine ehemaligen Freunde zu töten. Das führt zum Comic-Event World War Hulk, das viele Helden fast getötet hätte und New York ziemlich zerstört hat.
Zeigt das nicht, dass man den Hulk hätte wegschicken müssen? Hulks Gefahr ist allgegenwärtig, weshalb man die Entscheidung der Illuminati auf den ersten Blick verstehen kann. Doch wie sich im Comic World War Hulk Prologue: World Breaker Nr. 1 (2007) herausstellt, gehen die Helden wegen Hulks Art oftmals davon aus, dass er direkt alles zerstören würde. Sie hören ihn nicht an, lassen ihn nicht in Ruhe.
Das zeigen auch die Figuren She-Hulk und Amadeus Cho in World War Hulk. Sie versuchen zu beweisen, dass der Hulk meist zum Monster gemacht wird, obwohl er nichts dafür kann. Das sieht man auch im Kampf in Las Vegas. Er wurde bei einer Mission von S.H.I.E.L.D. durch eine Bombe zu einem Wutausbruch gebracht.
Gegen brutale Schurken zu kämpfen, ist hart, aber von seinen eigenen Freunden verraten zu werden, ist noch schlimmer. Vor allem, wenn Hulk immer dann gut war, wenn es darum ging, mächtige Feinde zu besiegen. Ironischerweise passierte Planet Hulk nicht lange nach dem Civil-War-Event, in dem Reed Richards und Tony Stark bereits gezeigt hatten, dass ihnen Kontrolle gerne mal wichtiger sei, als alten Freunden zu helfen.
Zwei Comic-Events und ein Film
Wie kann ich Planet Hulk und World War Hulk lesen/schauen? Das Event Planet Hulk und World War Hulk gibt es als Komplettausgabe auf Deutsch in der Panini-Reihe Marvel Must Have. Die sind aber teilweise schon vergriffen, ihr müsstet also wohl auf gebrauchte Ausgaben zurückgreifen. Falls es euch nur ums Lesen geht, gibt es von Planet Hulk auch eine Pocket-Variante im kleineren Format.
Wollt ihr einzelne Hefte zum Event sammeln, müsst ihr auf englische Varianten zurückgreifen, die ihr wahrscheinlich importieren müsst.
2010 erschien ein Animationsfilm mit dem Namen Planet Hulk. Den gibt es aber nicht auf Disney+, ihr müsstet ihn euch auf Prime Video oder im YouTube-Store leihen oder kaufen. Der Film ist aber eher eine alternative Version der Geschichte.
Der MCU-Film Thor: Tag der Entscheidung basiert lose auf Events aus Planet Hulk, doch die eigentliche Geschichte wird nicht erzählt. Falls ihr die Comic-Geschichte erleben wollt, ist der Film nicht zu empfehlen. Auch im DC-Universum gibt es Helden, die nicht gerade die besten Freunde sind: Batman ist brutaler als die meisten Schurken, wenn es darum geht, die eigenen Freunde zu besiegen
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