Der deutsche Twitch-Streamer Chefstrobel stand vor Gericht. Der Grund: Er hatte in einem Dungeon aus WoW Classic Hardcore sein Team der Sauercrowd-Gilde im Stich gelassen.
Was war passiert? Am 3. Januar 2026 hatten sich einige Mitglieder der deutschen Content-Gilde Sauercrowd in WoW Classic Hardcore in den 5-Spieler-Dungeon Zul’Farrak gewagt. Beim Boss Antu’sul und seinen beschworenen Basilisken respektive Fledermäusen eskalierte die Situation.
In diesem Kampf ist es nämlich wichtig, bestimmte Zauber zu unterbinden, keine ungewollte Aggro von den Adds zu ziehen und die Totems zeitnah zu zerstören. Das Problem: Der Schurke von Chefstrobel war erst 42. Der Boss hat indes eine Charakterstufe von 48. 6 Level Unterschied, das lässt viele Angriffe und Fähigkeiten ins Leere gehen. Es fehlte an Schaden. Totems standen zu lange. Zauber gingen durch.
Das Ergebnis: Den Mana-Nutzern ging irgendwann das Mana aus. Die Lebenspunkte der Spieler fielen immer weiter in den Keller. Es lebten jedoch noch einige der Adds. Diejenigen, die Aggro hatten, versuchten die Mobs noch durch den Dungeon zu kiten. Es half nicht. Mehrere Charaktere in den 40ern segneten für immer das Zeitliche.
Autoplay
„Das ist sicherlich der schlechteste Schurke von OnlyFangs … äh … Sauercrowd“
Warum wird Chefstrobel kritisiert? Der Schurke des Streamers überlebte den „Wipe“ mit voller Gesundheit, weil er sich mit Verschwinden aus dem Kampf verkrümeln und in Sicherheit bringen konnte. Er selbst verteidigte die Aktion auf X: Er hätte mit Stufe 42 eh kaum Schaden verursachen oder auf andere Art helfen können.
Als Chaos ausbrach, wollte er den anderen mit seinem Dummy noch etwas Zeit verschaffen. Der lebte aber gerade einmal eine Sekunde. Danach folgte der Call „Lauf“. Chefstrobel versuchte noch, Schaden zu verursachen, doch verfehlten fast alle Attacken. Er habe erst dann „Verschwinden“ genutzt, als kein anderer Spieler mehr lebend im Dungeon war.
