James Cameron benötigte nur 38 Sekunden und 8,5 Millionen €, um Hollywood zu überzeugen, ihm die 24-fache Summe für Avatar zu geben

Avatar von James Cameron ist heute der erfolgreichste Film aller Zeiten. Doch anfangs war das Projekt ein Risiko. Der Regisseur investierte viel Geld, um die Produzenten in Hollywood davon zu überzeugen – unter anderem mit einer kurzen Szene, die Eindruck hinterlassen hat.

Erst im Dezember 2025 ist Avatar: Fire and Ash, der dritte Teil von James Camerons Saga in den Kinos gestartet. Der Film, der bisher gespaltene Meinungen hervorruft, tritt in große Fußstapfen, denn die Vorgänger erzielten an der Kasse absolute Spitzenergebnisse.

So steht der erste Teil mit über 2,4 Milliarden € weiterhin an der Spitze der Rangliste, Teil 2 steht derzeit auf Platz 3 und spielte rund 1,9 Milliarden € ein (via boxofficemojo.com) Erst vor wenigen Tagen wurde nun verkündet, dass auch der dritte Ableger die magische Grenze von einer Milliarde US-Dollar überschritten hat (via variety.com).

Die Reihe ist eine Erfolgsgeschichte von einem Regisseur, der Erfolg gewöhnt ist: James Cameron drehte schließlich auch Blockbuster wie Titanic oder Terminator 2, die bis heute begeistern. Sogar ein Spiel von Ubisoft konnte durch den Release von Teil 3 kürzlich neue Spieler für sich gewinnen.

Dabei war es anfangs nicht sicher, ob Avatar überhaupt verwirklicht werden könnte. Das Projekt war für Hollywood ein Risiko, unter anderem aufgrund der hohen Kosten und des ungewöhnlichen Produktionsprozesses.

Avatar: Fire and Ash – Der Trailer zum dritten Teil der Na’vi-Geschichte


Autoplay

Ein Test, so teuer wie manch ein Kinofilm

Wie überzeugte Cameron die Produzenten? Ein Film, der komplett auf einem fremden Planeten spielt, in dem blaue Aliens herumlaufen, gespielt von Schauspielern, die im Motion-Capture-Verfahren gefilmt werden – Avatar war von Anfang an ein Experiment, das auch hätte scheitern können.

Cameron wusste, er musste gute Argumente vorlegen, um das benötigte Budget von rund 202 Millionen € zu erhalten. Dafür drehte er kurzerhand eine Szene, die den angepeilten Look von Avatar zeigen sollte. Was bei anderen Produktionen einige hunderttausend Euro kostet, war im Fall von Avatar wesentlich teurer.

Wie der offizielle Account des Films auf x.com verriet, gab Cameron 10 Millionen US-Dollar, umgerechnet 8,5 Millionen Euro aus, um die Szene zu drehen. Das ist ein Betrag, der sonst für komplette Kinofilme ausreicht. Am Ende dauerte die Szene nur 38 Sekunden und zeigt einen kurzen Dialog zwischen einer Na’vi und einem Avatar – vermutlich Platzhalter für Jake Sully und Neytiri.

Die komplette Szene seht ihr hier:

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Obwohl die Szene nur kurz ist, überzeugte sie die Produzenten, die sich daraufhin bereit erklärten, die hohen Produktionskosten von 202 Millionen € zu stemmen. Also aufgerundet etwa 24-mal so viel, wie das Pitch-Video gekostet hat.

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Das Risiko hat sich gelohnt. Aus der Konzeptszene, die im Jahr 2006 entstand, wurde ein fertiger, fast dreistündiger Film, der 2009 in die Kinos kam und das Medium nachhaltig prägte. 3D erfuhr einen neuen Hype, Motion Capture entwickelte sich technisch weiter und insgesamt konnte Cameron seinen bislang größten Erfolg feiern. Ein anderes Projekt musste darunter jedoch leiden: Zuschauer liebten einen Science-Fiction-Film von James Cameron, doch Avatar könnte der Grund sein, warum bisher keine Fortsetzung erschien

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