Ubisoft schließt Studio hinter Rainbow Six Mobile, über 70 Mitarbeiter verlieren ihren Job

Ubisoft schließt das Halifax-Studio in Kanada, in dem rund 71 Mitarbeiter angestellt sind. Und das nur wenige Wochen, nachdem eine Gewerkschaft von den Mitarbeitern gegründet wurde.

Wieso kommt es zur Schließung? In einem Statement, das VGC vorliegt, schreibt ein Sprecher von Ubisoft, dass das Unternehmen schon seit 2 Jahren Maßnahmen zur „Rationalisierung der Abläufe, Verbesserung der Effizienz und Kostensenkung“ durchführe. Schon vor Jahren rief der CEO seine Mitarbeiter zu mehr Arbeitseinsatz und Kostensensibilität auf.

Im Zuge dessen müsse jetzt auch Ubisoft Halifax schließen. Mit der Schließung seien 71 Arbeitsplätze betroffen, die nun hoffen müssen, vielleicht doch noch anderweitig bei Ubisoft unterzukommen – oder sich alternativ auf Jobsuche begeben müssen. Dabei will Ubisoft unterstützen:

Wir sind entschlossen, alle betroffenen Teammitglieder während dieser Übergangsphase mit Ressourcen zu unterstützen, darunter umfassende Abfindungszahlungen und zusätzliche Karriereberatung.

Die Maßnahmen sollen kurz nach der Corona-Pandemie erfolgt sein. Im Zuge dessen wurde schon Ubisoft Massive umgestellt, sowohl bei den Ressourcen als auch beim Team. Halifax ist also nicht das einzige betroffene Studio.

Schließung kommt nach Gründung einer Gewerkschaft

Wieso ist es bei Halifax so brisant? Die Schließung kommt wenige Tage nach der Meldung, dass die Mitarbeiter von Halifax eine eigene Gewerkschaft gegründet haben. Der Prozess soll im Juni 2025 angelaufen sein.

Mit der freiwilligen Vereinigung der Mitarbeiter hätten sie gemeinsame Interessen gegenüber dem Arbeitgeber vertreten. Dazu können bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne zählen.

Ubisoft beteuert, dass die Schließung lange vor der Gründung der Gewerkschaft beschlossen worden sei und sie vollen Respekt für die Gründung gehabt hätten. 

Woher kennt man Halifax? Das Studio hat sich vor allem auf die Sparte der Mobile Games fokussiert. Zwei bekannte Titel des Studios sind Rainbow Six Mobile und Assassin’s Creed Rebellion. Beides sind Free-to-play-Titel, die sich mit Ingame-Käufen finanzieren sollten.

Vermutlich wird der Live-Betrieb der beiden Titel durch den stetigen Rückgang der Spieleinnahmen eingestellt. Ein explizites Statement dazu gab es allerdings nicht.

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