Ältere Generationen schimpfen über junge Leute, weil sie eine Sache nicht machen, doch Experten sagen: Die Gen Z wird missverstanden

Manche Generationen haben es schwer, andere Altersgruppen zu verstehen. Dabei zeigt sich deutlich, dass unterschiedliche Altersklassen zwar andere Präferenzen haben, im Kern aber dieselben Abläufe auf verschiedene Weise handhaben.

Wieso ärgern sich ältere Personen über junge Leute? Die sogenannten Boomer legen vor allem Wert auf höfliche Unterhaltungen oder Smalltalk. Dabei gehen Sie davon aus, dass jüngere Menschen diese Fähigkeit verlernt haben. Das verärgert ältere Personengruppen, wenn sie mit anderen Personen interagieren. 

Denn das Morgengespräch über das Wetter oder die Frage nach den Kindern ist laut Lifestyle-Magazin msn bei Boomern als höfliche Gesprächseröffnung gemeint. Dabei soll unter anderem die Gen Z einen direkteren Kommunikationsstil bevorzugen. Vor allem im beruflichen Umfeld. 

Dadurch kann es zu Missverständnissen kommen, da ältere Personengruppen einen abrupten Sprachgebrauch als unhöflich oder störend empfinden können. Ebenso unterscheidet sich die Gen Z auch in ihrer Arbeitsmoral. Denn die meisten geben zu, während der Arbeit zu schummeln. 

Nicht nur während der Arbeit wird geschummelt, einige junge Studenten gehen sogar noch einen Schritt weiter:

Sprache entwickelt sich und damit auch die Frage nach dem Wetter

Wieso verwenden jüngere Generationen ungern Smalltalk? Laut einem Beitrag von msn sollen junge Menschen zielgerichtete Konversationen bevorzugen, statt Gespräche mit einer langen Einleitung über das Wetter. Wobei ein kurzes Erkundigen über das Wohlbefinden kein Problem darstellen soll.

Umfragen zum Thema zeigen ein anderes Bild. Das Marktforschungs- und Datenanalyseunternehmen YouGov veröffentlichte auf der eigenen Website am 27.10.2025 eine Studie, in der über 16.000 Personen gefragt wurden: „Wie sehr, wenn überhaupt, mögen Sie Small Talk?“ 

Das Ergebnis zeigt, dass junge Menschen im Alter von 18 bis 34 Jahren Smalltalk zu etwa 33 bis 40 Prozent bevorzugen. Menschen im Alter von 50 aufwärts mögen die kleinen Gespräche zu etwa 33 Prozent.

Das heißt: Beide bevorzugen Gespräche über Tagesgeschehen etwa gleich gern, aber der Unterschied liegt in der Weise, wie sie diese umsetzen. Das wird schon im allgemeinen Sprachgebrauch erkennbar, denn die Gen Z benutzt zum Beispiel Wörter, die Boomer gar nicht erst kennen. 

Wie unterscheidet sich der Smalltalk verschiedener Altersgruppen? Junge Menschen verzichten oft auf trivialere Themen und wollen meist direkt zur Sache kommen. Manchmal wird statt Text mit einem Emoji oder Bild reagiert.

Das soll laut einem Zitat von Psychotherapeut Daren Banarsë für Boomer ungewohnt sein, die nicht mit modernen Kommunikationsmethoden wie E-Mail, SMS und Social Media aufgewachsen sind. Außerdem sollen sich Gesprächsmethoden schneller als je zuvor entwickeln. Dabei können Generationen voneinander lernen.

Psychologin Carolina Estevez erklärt in einem Zitat auf der Seite Huffpost, dass ältere Personen von der GenZ lernen können, Formalitäten zu ignorieren und mehr Authentizität in Gesprächen zu zeigen.

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Junge Menschen sollen dagegen von Boomern lernen, einen Gang herunterzuschalten und Konversationsrituale zu ehren. Das ist aber nicht das erste Mal, dass ein Konflikt zwischen unterschiedlichen Gruppen entsteht: Die Generation Z hat es satt, als faule Arbeiter bezeichnet zu werden, ist überzeugt: Boomer hatten es einfacher

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