Ehemaliger Director von Assassin’s Creed glaubt, das Problem von AAA-Spielen liege bei zu viel Personal

In einem Interview sprach der Director von Assassin’s Creed Revelations und Unity, Alexandre Amancio, über die Entwicklung von Spielen. Die Zukunft, findet er, liege eher bei kleineren Entwicklungsteams.

Wer ist der Director? Alexandre Amancio ist ein ehemaliger Creative Director von den Assassin’s-Creed-Spielen. Er war für die Teile Revelations und Unity zuständig. Mittlerweile ist er Senior Vize Präsident für World-Building bei FunPlus. Bei der DevGAMM Lisbon im November 2025 hielt Alexandre Amancio einen Vortrag über die Zukunft der Entwicklung von AAA-Titeln und gab dort sein Wissen über die Spieleindustrie preis.

Wo sieht er das Problem? In einem darauffolgenden Interview mit gamesindustry.biz sprach Alexandre Amancio über die Probleme bei der Entwicklung von großen AAA-Titeln. Laut ihm, liege das Problem großer Spieletitel vor allem darin, dass vermeintliche Konflikte mit immer mehr Personal gelöst werden sollen.

Er führt weiter aus, dass sich die Dynamik eines Prozesses ändern würde, sobald mehr als 100 Menschen daran beteiligt seien. So müsse man noch mehr Menschen einstellen, um die Mitarbeiter wieder zu koordinieren.

Wenn man mehr Menschen zu den Spieleentwickler-Teams hinzufüge, so Alexandre Amancio, würden die Leute, die bereits an der Lösung eines Problems gearbeitet hätten, stagnieren. Einfacher ausgedrückt: Es sind so zwar mehr Leute an der Lösung eines Problems beteiligt, würden aber nicht unbedingt mehr dazu beitragen.

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Alexandre Amancio sieht die Zukunft bei kleineren Teams

Was schlägt Alexandre Amancio vor? Alexandre Amancio sieht die Lösung eher darin, kleine Teams für das Entwickeln eines Videospiels zu bilden. Ein kleines Kernteam, das gegebenenfalls durch das Auslagern gewisser Arbeiten an andere Teams, unterstützt wird.

Der ehemalige Assassin’s-Creed-Director führt weiter aus:

Die Filmindustrie hat sich zu festen Kernteams entwickelt, in denen jede Person dafür verantwortlich ist, ein Team zusammenzustellen, das sie bei diesem Projekt unterstützt. (…) Ich glaube, die Zukunft liegt darin, von der Filmindustrie zu lernen, wo es Kernteams gibt, die je nach Bedarf durch Outsourcing oder Co-Entwicklung ergänzt werden.

– Alexandre Amancio via gamesindustry.biz

Dass ein grandioses Spiel nicht unbedingt etwas mit der Größe des Teams zu tun hat, bewies erst in jüngster Vergangenheit das Spiel Expedition 33. Ein kleines Team aus Entwicklern entwickelte ein Spiel, das bei den Spielern sehr beliebt war und bei den Game Awards gleich mehrere Preise abräumen konnte.

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Was sagt ihr zu der Ansicht von Alexandre Amancio? Schreibt es uns in die Kommentare! Der Director von Assassin’s Creed 3 sprach darüber, warum ein beliebter Protagonist schließlich sein Ende in dem Franchise finden musste. Mehr dazu lest ihr hier auf MeinMMO: „Zu viel Lore“: 13 Jahre später spricht der Director von Assassin’s Creed 3 über Desmonds Schicksal

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