Nachdem Arbeitsspeicher und SSDs immer teurer werden, sind nun Grafikkarten mal wieder an der Reihe. Dadurch wird PC-Gaming für viele Nutzer immer unattraktiver. In einem Interview gibt der CEO von NVIDIA aber Grund zur Hoffnung.
Was hat der CEO gesagt? Auf der CES-Technikmesse 2026 in Las Vegas hat das Computermagazin tomshardware den Boss von NVIDIA, Jensen Haung, zu den momentanen Grafikkartenpreisen befragt. In einem Frage-und-Antwort-Abschnitt hat das Magazin eine Idee, dem steigenden Trend entgegenzuwirken:
„Neue GPUs werden sehr teuer, aufgrund von Lieferrestriktionen, nehmen wir an. Denken Sie, dass es möglich wäre, die Produktion von älteren Grafikkartengenerationen wiederaufzunehmen? Vielleicht bei Modellen, welche weniger DRAM benötigen? Würde das helfen?“
Jensen antwortete darauf, dass es durchaus möglich sei. Er erläuterte außerdem, dass je nach Generation neue KI-Features hinzugefügt werden könnten. Es würde zwar einiges an Ingenieurleistung benötigen, wäre aber denkbar.
Abschließend entgegnet er dem Magazin: „Ich werde mir das genauer anschauen, das ist eine gute Idee.“ Diese Reaktion ist nicht ungewöhnlich für ihn, denn der CEO ist immer offen für Vorschläge und arbeitet rund um die Uhr. Work-Life-Balance ist für ihn ein Fremdwort.
Wenn ihr noch eine abwarten wollt und die Preislage im PC-Gaming zu heikel ist, könnt ihr stattdessen einen Blick auf die kommende Steam Machine werfen:
Autoplay
Alte Hardware soll Gaming wieder erschwinglich machen
Wie könnten ältere Grafikkarten helfen? Momentan steigen die Preise für GPUs an. Das heißt, es wird schwieriger, einen guten Preis für einen Gaming-PC zu bekommen. Dazu kommt noch der Fakt, dass Arbeitsspeicher so teuer geworden ist, dass manche Nutzer bereits zum Boykott aufrufen. Da würden ältere, günstigere GPU-Generationen vor allem im Budget-Bereich helfen.
Eine ASUS-Variante der RTX 5070 TI ist zum Beispiel seit dem 07.12.2025 bis heute, den 08.01.2026, um knapp 100 Euro teurer geworden und der Trend ist steigend (via Geizhals).
Auch das Flaggschiffmodell von NVIDIA, die RTX 5090, ist nicht von den Preissteigerungen ausgenommen. Von 09.12.2025 bis 08.01.2026 ist ihr Preis von 2.599 Euro auf 3.289 Euro angestiegen (via Geizhals), einem Anstieg von fast 700 Euro.
Falls NVIDIA den Markt mit älteren, erschwinglichen Grafikkarten befüllen würde, dann wäre es wieder kostengünstiger, sich einen Gaming-PC zu kaufen.
NVIDIA könnte mit KI älteren Grafikkarten den nötigen Schub verpassen
Welche Features würden Gamern helfen? Ältere Grafikkarten bringen im Vergleich zu neueren Generationen meist weniger Leistung mit sich und reichen nicht immer aus, um neue Spiele auf den höchsten Grafikeinstellungen flüssig darzustellen. Hier kommt aber Jensens Idee ins Spiel.
Wenn NVIDIA es schafft, Funktionen wie Frame-Generation auf GPUs der 30er- oder Multiframe-Generation auf die der 40er-Reihe zu bringen, erhalten sie einen Leistungszuwachs, der diese Hardwaregenerationen attraktiver machen würde.
Hierbei ist anzumerken, dass die Technik der Frame-Generation zwar je nach GPU und Einstellung eure FPS um das Zwei- bis Sechsfache steigern kann, ihr aber eine deutliche Verzögerung bei der Eingabe spüren könnt. Außerdem profitieren ältere Grafikkarten bereits von Neuerungen in Upscaling-Technologien wie DLSS 4.0: Welche Grafikkarten werden unterstützt und wann erscheint die Funktion für Spiele?
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