Auch in wichtigen Turnieren kommt es vor, dass die Profis das Schummeln nicht lassen können. Eine thailändische Profispielerin wurde im Dezember erwischt und soll sich ihre gesamte Karriere erschlichen haben.
Was hat die Profispielerin gemacht? Bei den SEA Games, den Olympischen Spielen von Südostasien, gibt es neben den herkömmlichen Sportarten auch die Esports-Kategorie. Dort werden verschiedene kompetitive Spiele wie das Battle-Royale Free Fire, das Sportspiel FC Online oder das mobile MOBA Arena of Valor gespielt.
Die Spielerin Tokyogurl war „Profi“ in Arena of Valor und trat für Thailand bei den SEA Games an. Gemeinsam mit ihrem Team erreichte sie am 15. Dezember 2025 das Halbfinale. Während einer Runde machte sie eine merkwürdige Fingerbewegung, die ihrem Gameplay nicht entsprach.
Die Turnierleitung ermittelte und fand heraus, dass sie eine Drittsoftware laufen ließ, um jemand anderen für sie spielen zu lassen (dexerto.com).
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Was waren die Konsequenzen für die Spielerin? Obwohl Tokyogurl die Vorwürfe bestritt, wurde sie anschließend disqualifiziert und Thailand zog das gesamte Team vom Turnier zurück. Einen Tag später wurde sie von ihrem Team Talon Esports entlassen und hat vom Publisher von Arena of Valor einen Bann für alle Turniere bekommen.
Ihr Freund spielte gleich mehrere Turniere für Tokyogurl
Wie ist die Wahrheit ans Licht gekommen? Ihr Freund und ebenfalls Profi in Arena of Valor, Cheerio, veröffentlichte am 2. Januar 2026 ein Tiktok, in dem er die Vorwürfe klarstellte.
Er schreibt unter anderem Folgendes im Tiktok (laut dexerto.com): „Ich möchte an die Öffentlichkeit gehen und die Vorfälle klarstellen, die in der Vergangenheit während der SEA Games und bei anderen Wettbewerben passiert sind, bei denen alle vermutet haben, dass in mehreren Matches eine dritte Person gespielt hat. Ich gebe zu, dass das stimmt.“
Was hat Tokyogurl zu dem Statement ihres Freundes gesagt? Die Klarstellung von Tokyogurl fiel weniger ausführlich aus. Auf Facebook schrieb sie lediglich: „Es tut mir leid.“ (laut dexerto.com)
Gibt es weitere Konsequenzen? Ja, die Esports Association von Thailand wird rechtliche Schritte gegen Tokyogurl, die sich ihre Karriere von einem anderen Spieler aufgebaut haben soll, und Cheerio einleiten. Durch die Aussage von Cheerio sollen die Ermittlungen beschleunigt werden und so lange gehen, bis der Fall vollständig abgeschlossen sei (laut en.thairath.co.th).
Wer nicht in einem Esports-Turnier geschummelt hat, war die 92-jährige Hisako Sakai aus Japan. Die Care Esports Association von Japan veranstaltet zweimal im Jahr ein Turnier für Senioren. Dort konnte sie ihren 18 Jahre jüngeren Gegner in Tekken plattmachen und die Goldmedaille erkämpfen: Mit 92 Jahren gewinnt eine Oma ihr erstes Esports-Turnier, macht ihren 18 Jahre jüngeren Gegner fertig
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