Night Striker GEAR – im Test (Switch)

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Spiel:Night Striker GearPublisher:M2Developer:M2Genre:ActionGetestet für:SwitchErhältlich für:SwitchUSK:12Erschienen in:12 / 2025

Den meisten ist M2 als zuverlässiger Lieferant von Oldie-Emulationen der Extraklasse bekannt. Ebenso versteht sich das Team um Firmenchef Naoki Horii aber auch bestens auf Nachfolger beliebter Spiele, wie man am kürzlich erschienenen Salamander III erst wieder sehen konnte. Mit Night Striker GEAR ist jetzt eine weitere Klassiker-Fortführung dran – die war eine Weile nur als ­Japan-exklusives Download-Extra im Rahmen der Special Edition der Retro-Sammlung Operation Night Strikers (78% in M! 10/25) erhältlich, nun gibt es das futu­ristische Actionspektakel aber für alle im eShop.

Wie in Taitos Arcade-Vorgänger aus dem Jahr 1989 donnert Ihr in einem fliegenden Vehikel über die Highways einer grell erleuch­teten Zukunftsmetropole und jagt ­allerlei Fieslinge. Allerdings müsst Ihr Euch um Beschleunigung oder Kurven keinen Kopf machen: Night Striker GEAR ist ein Baller- und kein Rennspiel. Ihr weicht flink gegnerischen Schüssen und Attacken aus und feuert dabei aus allen Rohren – der nächste spielerische Verwandte ist da wohl Segas Space ­Harrier. Feindliche Formationen erledigt Ihr am effektivsten, indem Ihr den farblich markierten Anführer abschießt. Neu ist das GEAR-­System: Ein Balken lädt sich auf und erlaubt Euch, in ­einen gewaltigen Mech zu transformieren, der dann ­zielsuchende Geschosse ­abfeuert – je höher die Leiste, ­desto höher die Feuer­frequenz. Nach jedem Level entscheidet Ihr Euch zwischen zwei Abzweigungen. Insgesamt erwarten Euch zehn unterschiedlich ­schwere Areale und Bosse, von denen Ihr in einem Durchgang ­jeweils vier spielt.

Inszenatorisch setzt Night Striker GEAR auf modernes 16:9-­Format, bleibt aber dem Stil des Originals treu. Anstatt durch eine polygonale Stadt zu brettern, fliegt Ihr hier durch eine Metro­pole, die mit unzähligen, flüssig skalierenden Sprites räumliche Tiefe simuliert – man kennt den Effekt vor allem aus Sega-Klassikern wie OutRun oder eben Space Harrier. Damals wie heute ist der Grafiktrick beeindruckend, jetzt hebt die gewählte Darstellung das Actionspektakel darüber hinaus auch gekonnt von der 3D-Spiele-Mehrheit ab. In den Optionen wählt Ihr derweil aus ­diversen Steuerungs­varianten – ein Pazifisten-Modus ohne Bordkanonen, verschiedene Schwierigkeitsgrade und ein paar freispielbare Bonusmodi sind ebenfalls mit von der Partie.

Meinung

Thomas Nickel meint: Nächtlicher Doppel-Einschlag in Europa: Nachdem sich Night Striker hierzulande jahrelang rarmachte, gelangte in Operation Night Strikers erst eine gelungene Umsetzung des Originals auf den Kontinent und jetzt setzt M2 direkt mit einem Nachfolger nach. Das neue Spiel ist kürzer und ein Durchgang dauert mit etwas Erfahrung nicht allzu lang, aber der Wiederspielwert ist beträchtlich – da zeigen sich die Arcade-Wurzeln. Die Action ist schnell, wild, direkt und trotzdem nicht anspruchslos. Die Lernkurve ist fein ausgeklügelt und mit der Zeit entdeckt Ihr überraschende taktische Möglichkeiten. Und nicht zuletzt ist Night Striker GEAR ein Fest in Sachen Präsentation: Die superflüssig zoomende Grafik wirkt herrlich futuristisch, die Effekte knallen und der famose der Soundtrack elektrisiert über die komplette Spieldauer.

Wertung

+ toller Grafikstil
+ großartige Musik
+ schnell und dynamisch

– USB Cyber Stick nur auf PC unterstützt
– weniger umfangreich als das Original

Kurz, aber enorm spaßig: Furiose 3D-Ballerei mit zoomenden Sprites vor futuristischer Kulisse und toller Akustik.

Singleplayer82MultiplayerGrafikSound

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