Ein Entwickler spart sich 140 Euro, indem er seinen Arbeitsspeicher einfach selbst baut

Arbeitsspeicher wird immer teurer. Ein Nutzer hat jetzt seinen eigenen RAM gebaut und damit einiges an Geld gespart. Dennoch ist der Nachbau nur bedingt zu empfehlen, da man viel Geschick benötigt, um solchen RAM nachzubauen.

Die Preise für Arbeitsspeicher gehen seit mehreren Monaten steil nach oben. Zahlte man im Sommer 2025 noch zwischen 50 und 60 Euro für 8 GB DDR5, zahlt man heute eher zwischen 150 und 200 Euro. Und eine Besserung der Situation ist nicht in Sicht.

Ein russischer Entwickler ist daher auf die Idee gekommen, Arbeitsspeicher selbst zu montieren. Auf diese Weise konnte er tatsächlich über 100 Euro sparen. Der Aufwand dahinter ist jedoch nicht gering und der Prozess bis zum fertigen RAM-Riegel ist ebenfalls nicht ganz einfach. Davon berichtet unter anderem Videocardz.com.

Modder nutzt Laptop-Arbeitsspeicher, um ihn in normalen RAM umzubauen

Der Modder kaufte sich zwei Laptop-Arbeitsspeicher-Module mit jeweils 16 GB, eine neue Leiterplatte und einen günstigen Kühlkörper. Zusätzlich benötigte er noch Werkzeug. Insgesamt kostete ihn das gesamte Projekt 17.015 russische Rubel. Umgerechnet sind das etwa 185 Euro.

Anschließend hat er die Speichermodule vom Laptop-Modell demontiert und auf die neue Leiterplatte montiert. In einem letzten Schritt hat er die Firmware aus einem Adata-Einzelhandelskit auf das neue RAM-Modell geflasht, wodurch der Speicher eine XMP-Unterstützung von 6400 MT/s erhielt, die jedes Motherboard im BIOS erkennen kann.

Das Magazin TomsHardware betont jedoch, dass der Zusammenbau nicht ganz einfach sei, wenn man so etwas nachbauen möchte: Konkret geht es vor allem um das Reballing, also um bestimmte Kontakte bei den einzelnen Elementen (via pactech.com). Hier benötigt man viel Geschick und Fingerspitzengefühl, um keine Fehler zu machen.

Hat sich das gelohnt? Die RAM-Preise in Russland können wir nur bedingt überprüfen, daher haben wir uns für den Vergleich den deutschen Markt angesehen: Das günstigste DDR5-Modul mit 32 GB Speicher, welches wir online gefunden haben, kostet in Deutschland aktuell 320 Euro (via Geizhals.de). Viele brauchbare Alternativen für günstigen Arbeitsspeicher gibt es aktuell nicht.

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Arbeitsspeicher wird derzeit immer teurer. Dazu passt eine weitere Geschichte: Ein Spieler hat Glück und bekommt gleich 64 GB RAM zu einem fairen Preis. Doch für den Verkäufer scheint der Preis zu fair zu sein. Bereits am nächsten Tag korrigiert er den Preis, damit kein anderer davon profitieren kann: Spieler hat Glück, bekommt 64 GB RAM richtig günstig – Der Verkäufer korrigiert seinen Fehler schon am nächsten Tag

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