Kein Tag ohne zahlreiche Verluste in WoW Classic Hardcore. Unser MMORPG-Experte Karsten Scholz analysiert die häufigsten Todesursachen der Twitch-Streamer von Sauercrowd.
Es ist ein zweischneidiges Schwert, World of Warcraft mit der Classic-Version kennenzulernen. Auf der einen Seite war das orginale WoW noch nicht so mit Features und Systemen überladen wie die moderne Version. Es gab noch kein Story-Kuddelmuddel, sondern eine geradlinige Level-Erfahrung. Da fällt es vergleichsweise leicht, sich zu orientieren und das Spiel kennenzulernen.
Auf der anderen Seite wirkt WoW Classic aber auch aus der Zeit gefallen. Man steckt eine gefühlte Ewigkeit in der entschleunigten Level-Phase fest. Die Laufwege sind lang, bis zum ersten Mount dauert es. Wer nur solo spielen will, kann zahlreiche Quests nicht abschließen. Für manch einen Dungeon-Run muss man mehrere Stunden einplanen. Wer nur moderne Spiele kennt, fühlt sich wie im falschen Film.
In World of Warcraft hat Karsten die mit Abstand meiste Spielzeit angesammelt, wobei er sowohl in Vanilla-WoW als auch in WoW Classic mit großer Freude am Start war. Auf dem Sauercrowd-Server ist er seit dem 10. Januar 2026 übrigens ebenfalls am Start. Sein Schurke hat nach etwas über 8 Stunden Spielzeit Stufe 14 erreicht. Der Todes-Counter steht noch bei null.
Dank des Sauercrowd-Projekts der deutschen Twitch-Landschaft lernen aktuell viele Neulinge die World of Warcraft in eben dieser klassischen Variante kennen, und zwar in der härtesten Version: Hardcore. Wer hier stirbt, muss sich einen neuen Charakter erstellen und von vorne anfangen. Eine Strafe, die seit dem Start des Sauercrowd-Events schon unzählige Male verhängt wurde.
Das klassische MMORPG ist zwar nicht wirklich schwer, besitzt aber Eigenheiten, die schnell für einen Besuch beim Geistheiler sorgen können. Ich habe mir in den vergangenen Tagen alle bisherigen Todes-Clips von Sauercrowd angeschaut und analysiere im Folgenden, warum WoW Classic für viele Streamer so tödlich ist. Los geht’s!
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Autoplay
Die Höhlen des Wehklagens
Zwar gibt es in WoW tatsächlich einen Dungeon mit dem Namen „Die Höhlen des Wehklagens“, doch könnte man mit Blick auf WoW Classic fast jede Art von Höhle oder Mine so taufen. Es gibt nämlich kaum gefährlichere Orte für Hardcore-Charaktere – egal ob erfahren oder unerfahren.
Der Grund dafür: In WoW Classic können es viele Klassen lange Zeit nur mit ein, zwei Gegnern zeitgleich aufnehmen (und auch das kann je nach Level, verfügbaren Fähigkeiten und Charakterstatus schnell gefährlich werden).
Spieler sollten im besten Fall also vorsichtig einzelne Gegner pullen, diese auf eine sichere Position ziehen und im Kampf ständig auf den Respawn achten (damit ist das Auftauchen zuvor besiegter Gegner gemeint).
Ab und an geht etwas schief, das ist ganz normal: Mal pullt man mehr Gegner als gewollt. Plötzlich tauchen Feinde in der Nähe auf. Der Widersacher haut härter zu als gedacht. Ein stark angeschlagener Gegner läuft Richtung nächste Feindgruppe (Nicht wahr, Neandi? Quelle: Twitch).
In der offenen Welt kann man in solchen Situationen vergleichsweise sicher das Weite suchen.
In den engen Gängen einer Höhle endet so eine ungeplante Situation aber schnell beim Geistheiler, weil der potenzielle Fluchtweg oftmals bereits vom Respawn blockiert wird – fragt gerne bei Mowky nach, auf Twitch – bei ihr ging auch schon die vorherige Flucht aus einer Höhle schief, auf Twitch.
Viele erfahrene Spieler meiden auf Hardcore daher besonders berüchtigte Untergründe, wenn sie alleine oder mit bestimmten Klassen unterwegs sind. Die unerfahrenen Streamer indes sterben reihenweise in den „Höhlen des Wehklagens“ von Azeroth.
Der Beitrag Sauercrowd verzweifelt an Hardcore – 8 Gründe, warum WoW Classic für die Twitch-Streamer so tödlich ist erschien zuerst auf Mein-MMO.
