Arbeitsspeicher ist richtig teuer geworden. Einige Nutzer gehen jetzt so weit, dass sie teilweise 18 Jahre alte Hardware kaufen: DDR3-RAM und passende Prozessoren sind nämlich deutlich günstiger. Händler berichten, dass die Verkaufszahlen für alte Hardware rapide gestiegen sein sollen.
Die Preise für Arbeitsspeicher steigen seit Monaten an. Mittlerweile ist aber nicht mehr nur DDR5 betroffen, sondern auch DDR4. Denn etliche Nutzer weichen auf den älteren, aber weiterhin aktuellen Standard aus. Andere Nutzer bauen ihren Arbeitsspeicher hingegen selbst, um Geld zu sparen.
In China gehen einige Nutzer jetzt wohl sogar so weit, dass eine andere Lösung gefunden haben, um Geld zu sparen: Sie kaufen Mainboards und Prozessoren mit DDR3-Unterstützung.
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Quellen berichten, das der Verkauf von DDR3-Mainboards rapide angestiegen sein soll
Das englischsprachige Magazin Videocardz berichtet, dass Einzelhändler und Hersteller in China derzeit einen massiven Zuwachs beim Verkauf von alter Hardware verzeichnen sollen. Konkret geht es um Mainboards und Prozessoren, die den veralteten DDR3-RAM unterstützen. Vor allem Bundles mit Intel-Prozessoren der 6. bis 9. Generation sollen sich besonders gut verkaufen.
Das Absurde daran: Die 6. Generation von Intel (Skylake) stammt aus dem August 2015 und hat damit bereits 10 Jahre hinter sich. DDR3 ist grundsätzlich noch etwas älter und stammt aus dem Jahr 2007, bis er schließlich 2014 durch DDR4 abgelöst wurde.
Wichtiger Trend: Der Absatz von DDR3-Mainboards steigt rapide.
Es gibt einen wichtigen Trend, den es zu beobachten gilt: Die Verkäufe von DDR3-Mainboards steigen rapide an. Dies könnte durch eine wieder steigende Nachfrage nach preisgünstigeren Modellen bedingt sein. Bundles, die DDR3-Mainboards mit CPUs der 6. bis 9. Generation kombinieren, verkaufen sich gut. Basierend auf aktuellen Informationen von inländischen Mainboard-Marken steigen die Verkaufszahlen von DDR3-Mainboards rapide an und zeigen einen rasanten Wachstumstrend von etwa dem Zweifachen bis Dreifachen oder mehr.
DDR3-RAM funktioniert auch 2025, die alte Hardware unterstützt aber nur noch bedingt Windows 11
Doch lohnt sich das überhaupt? Grundsätzlich gilt die Hardware erst einmal als veraltet, funktioniert aber in der Regel weiterhin problemlos.
Schwierig wird es erst, wenn ihr Windows 11 installieren möchtet. Denn offiziell unterstützt Windows 11 etwa die 6. und 7. Generation von Intel nicht mehr. Ab der 8. Generation setzt Intel dann auf DDR4-RAM. Windows 11 unterstützt zwar DDR3-RAM, aber eben nicht die veralteten Prozessoren.
Mit inoffiziellen Tools, etwa mit Rufus, könnt ihr diese Einschränkungen zwar umgehen, aber es kann später beim Updaten des Systems zu Problemen kommen.
Überhaupt keine Probleme habt ihr hingegen wenn ihr ohnehin lieber ein Linux-Betriebssystem installieren möchtet. Denn hier sind die Einschränkungen, wenn es um Hardware geht, deutlich geringer.
Ein Nutzer kaufte 1 TB RAM für rund 1.400 US-Dollar. Wenige Monate später ist die Hardware zu seiner Überraschung 10.000 US-Dollar wert. Dabei hatte er die Sachen viel früher verkaufen wollen, doch die Sachen einfach vergessen: Ein Nutzer kaufte vor ein paar Monaten 1 TB RAM und 20 TB Speicher für 1.200 Euro: Heute ist die Hardware mehr als 8.500 Euro wert
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