Wer gemein zu ChatGPT ist, erhält bessere Ergebnisse, doch Experten warnen vor der schlechten Behandlung

Forscher haben untersucht, wie KI reagiert, wenn man höflich oder unfreundlich ist. Dabei haben die Experten festgestellt, dass KI besser arbeitet, wenn man unhöflich ist. Ihre Ergebnisse decken sich teilweise mit anderen Studien, die aber vor so einem Verhalten ausdrücklich warnen.

KI ist mittlerweile aus vielen Lebensbereichen kaum noch wegzudenken. Doch Forscher haben jetzt in einer Studie festgestellt, dass Chatbots wie ChatGPT auf Feinheiten in der Sprache reagieren können. Es kann eine Rolle spielen, ob ihr euch freundlich oder grob in einem Gespräch mit einem Chatbot verhaltet.

KI arbeitet genauer, wenn ihr unhöflich seid, aber Forscher raten dennoch von so einem Verhalten ab

Was ist das für eine Studie? Forscher der University of Pennsylvania haben in einer auf arxiv.org veröffentlichten Studie untersucht, wie KI-Bots mit bestimmten Anfragen umgehen. Dabei hat man den Grad der Höflichkeit variiert: von sehr höflich bis sehr grob. Damit wollte man herausfinden, wie der Chatbot auf die unterschiedliche Sprache reagiert.

Die Experten stellten dabei fest, dass die Ergebnisse genauer sind, wenn man unhöflich mit der KI umspringt: Während sehr höfliche Anfragen eine Genauigkeit von 80,8 % vorweisen, liegt die Genauigkeit bei unfreundlichen Anfragen bei 84,8 %.

Grundsätzlich stellten die Forscher aber auch fest, dass ein „unhöflicher Diskurs“ unbeabsichtigte Folgen haben könnte. So erklärt die Studie:

Die Verwendung beleidigender oder herabwürdigender Sprache in der Interaktion zwischen Mensch und KI könnte sich negativ auf die Benutzererfahrung, die Barrierefreiheit und die Inklusivität auswirken und zu schädlichen Kommunikationsnormen beitragen.

Eine schlechte Behandlung führe zwar zu besseren Ergebnissen, man würde aber ein solches Verhalten nicht wirklich gutheißen.

Die Forscher der University of Pennsylvania weisen aber gleichzeitig auf einige Einschränkungen ihrer Studie hin, wie die relativ geringe Stichprobengröße der Antworten und die Tatsache, dass sich die Studie hauptsächlich auf ein KI-Modell, ChatGPT 4o, stützte.

Eine ältere Studie der Stanford University stellte bereits fest, dass künstliche Intelligenz empfindlich auf schlechte Qualität und bestimmte Sprache reagieren kann. So fanden Wissenschaftler heraus, dass LLMs (Large Language Models) anfällig für „Brain Rot“ sein sollen, eine Form des dauerhaften kognitiven Verfalls. Die Chatbots zeigten erhöhte Raten von Psychopathie und Narzissmus, wenn sie kontinuierlich mit viralen Inhalten von geringer Qualität gefüttert wurden.

Spannend ist jedoch, dass sich ohnehin die Mehrheit der Nutzer gegenüber KI höflich verhält. Viele Leute sind KI jedoch nur höflich gegenüber, weil sie insgeheim Angst vor ihr haben.

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