Winter Burrow – im Test (Xbox Series X)

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Spiel:Winter BurrowPublisher:NoodlecakeDeveloper:Pine Creek GamesGenre:AdventureGetestet für:XSXErhältlich für:Switch, XOne, XSXUSK:6Erschienen in:1 / 2026

Als kleine Maus, deren Eltern sich in der großen Stadt zu Tode gearbeitet haben, kehrt Ihr ins winterliche Heim Eurer Kindheit zurück. Ihr findet den alten Holzstammbau verfallen vor und baut ihn wieder auf – nachdem Ihr Eure Tante aufgespürt und gerettet habt.

Winter Burrow empfängt Euch mit einer wunderhübsch gezeichneten Grafik, in der die verschneiten Landschaften wie auch alle tierischen Charaktere detailverliebt dargestellt sind und ein kuscheliges Fabel-Ambiente entfalten, das dem Cozy-Aspekt des Abenteuers gerecht wird. Allerdings belegt der bloß ­einen überschaubaren Anteil der Spielzeit, beim überwiegenden Rest haben sich die Macher an Survival-Prinzipien versucht. Heißt also, dass Eure Maus nicht nur auf die Gesundheit, sondern auch Hunger und Kälte achten muss. Letztere beiden Aspekte nehmen stetig zu, weshalb regelmäßige Nahrungszufuhr und Aufwärmen angesagt sind. Dafür sammelt Ihr Zutaten und Rohstoffe und werkelt im Heim an Klamotten, Werkzeugen und Gerichten. Diese Aktivitäten sind zwar einsteigerorientiert aufgezogen, sorgen durch ihre ­konstante Präsenz aber dafür, dass Eure Maus es eher stressig als bequem hat.

Ansonsten setzt Euch die Geschichte klare Aufgaben vor, um die Story fortzuführen, was viel Erkundung und Laufarbeit mit sich bringt und uns rätseln lässt, was sich Pine Creek Games bei ­einer Sache gedacht haben mag. So sehenswert sich die zunehmend weitläufigere Umgebung präsentiert, so unklar ist immer wieder, welche Bereiche Ihr betreten könnt und wo es zum ­nächsten Abschnitt geht, zumal es keinerlei Kartenfunktion gibt.

Meinung & Wertung

Ulrich Steppberger meint: Eigentlich spricht mich die Idee eines zugänglichen Survival-Abenteuers mit knuffiger Aufmachung an. Aber Winter Burrow stellt sich dabei so unnötig oft selbst ein Bein, dass die auch von der niedlichen Inszenierung entfachte Anfangsfreude zunehmend genervten Gefühlen weicht. Dass die Story wenig Freiheiten erlaubt und häufig auf Sammelaufgaben hinausläuft, ist dabei weniger ein Problem. Aber sich ständig um Hunger und Erwärmung kümmern zu müssen, ist mehr lästig als interessant oder gar anspruchsvoll. Und der Verzicht auf Missionsmarker und vor allem auf eine Karte sorgt einfach nur für Orientierungsfrust.

Liebevoll gezeichnetes Aben­teuer, das den Spagat zwischen Cozy und Survival nicht so recht hinbekommt.

Singleplayer64MultiplayerGrafikSound

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