Die Verantwortlichen von BitCraft Online hatten 2025 angekündigt, einen für das MMORPG-Genre besonderen Weg einschlagen zu wollen. Dafür soll in Kürze Phase 1 starten.
Was plant BitCraft Online? Die Entwickler von Clockwork Laboratories hatten im Mai 2025 verraten, dass sie etwas umsetzen möchten, das es für WoW, Final Fantasy XIV und Co. niemals geben wird: Der Code von BitCraft Online soll als „Open Source“ bereitgestellt werden.
Auf die Art möchten die Verantwortlichen das Genre der MMORPGs zugänglicher gestalten und anderen Interessierten zeigen, wie man mit der Plattform SpacetimeDB neue MMOs entwickeln kann. Zudem hofft man, dass sich diese Maßnahme positiv auf BitCraft selbst auswirken werde. Denn so kann die Community die Spielerfahrung in absehbarer Zeit um beispielsweise Mods oder frische Features erweitern.
Den Entwicklern ist klar, dass es allerlei gute Gründe gibt, warum bislang kein einziges kommerzielles MMORPG unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht worden ist. Das Risiko, dass andere den Code oder Assets für eigene, kommerzielle Zwecke nutzen, ist beispielsweise groß.
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Phase 1 startet bereits kommende Woche
Wann kommt Open Source? Auf der offiziellen Webseite bitcraftonline.com haben die Entwickler verraten, dass die erste Phase des Open-Source-Projekts am 21. Januar 2026 starten soll. Ab dann wird die frei zugängliche Version über github.com verfügbar sein.
Die beinhaltet zuerst das gesamte Server-Modul-Sub-Repository von BitCraft. Dieses Repository repräsentiert praktisch die gesamte Kernlogik des Spiels. In etwa 6 Monaten sollen dann mit Phase 2 einige Server-Dienste dazukommen, die etwa das KI-Verhalten steuern oder die Karte generieren.
Bis der Client das Open-Source-Parket erweitert, wird es indes wohl noch dauern. Laut den Entwicklern befinden sich in diesem aus frühen Prototyp-Phasen noch Assets von Drittanbietern, für die man keine Open-Source-Rechte besitzt. Diese muss man erst vollständig entfernen und das erfordert Sorgfalt und Zeit.
Grundsätzlich gilt jedoch, dass noch nicht ganz klar ist, unter welcher Lizenz der Code schlussendlich veröffentlicht wird: Je nach Lizenz darf der Code dann verbreitet und verarbeitet werden oder eben nur im begrenzten Umfang in Projekten integriert werden.
Was darf ich mit Phase 1 also konkret tun? Laut den Entwicklern bietet euch das Server-Modul-Sub-Repository die folgenden Möglichkeiten:
Ihr könnt den Code einsehen, um zu verstehen, wie BitCraft auf dieser Ebene funktioniert. Die Erkenntnisse kann man beispielsweise nutzen, um eigene Projekte umzusetzen.
Man kann den Code lokal modifizieren und mit diesem experimentieren.
Man kann eigene Versionen von Server-Modulen erstellen und testen.
Was nicht erlaubt ist: Die Entwickler betonen, dass die Open-Source-Version nicht dafür gedacht ist, die Grafiken, Spielinhalte, Musik oder andere rechtlich geschützte Assets (darunter auch der Markenname) von BitCraft zu nutzen, um mit diesem Code eigene Projekte umzusetzen.
Genauso wenig wird es gestattet, im Code entdeckte Sicherheitslücken mit anderen Personen zu teilen oder private respektive inoffizielle BitCraft-Server zu betreiben.
Was muss ich zu BitCraft Online wissen? Das Survival-MMORPG von Clockwork Laboratories setzt auf einen Zelda-esken Grafikstil und möchte alle Spieler in eine einzige Welt werfen, in der sie zusammenarbeiten, um Siedlungen hochzuziehen, eine Wirtschaft aufzubauen und um Territorien zu konkurrieren.
Dabei könnt ihr euch als Handwerker, Händler, Monsterjäger, Politiker oder irgendwas dazwischen verdingen. Die Oberfläche der Welt ist veränderbar. Und auch der Überlebenskampf in der Welt spielt eine Rolle. Seit einigen Monaten gibt’s sogar Dungeons, in denen euch Bosse und Loot erwarten: Das MMORPG auf Steam, das vom Look an Zelda erinnert, bekommt erstmals einen Dungeon: „Es war aber auch an der Zeit“
Der Beitrag Mutiges MMORPG auf Steam will etwas bieten, das es in WoW und Final Fantasy XIV niemals geben wird, kündigt dafür jetzt Phase 1 an erschien zuerst auf Mein-MMO.
