Räuber überfallen ein Pokémon-Geschäft und erbeuten Waren im Wert von 100.000 Dollar. Pokémon-Produkte, besonders Sammelkarten, erfreuen sich großer Beliebtheit. Ein Grund, warum Scalper die Karten in Mengen aufkaufen und teuer weiterverkaufen.
Was genau ist passiert? Das englischsprachige Magazin NBC.com berichtet von einem Überfall auf einen Pokémon-Laden in Manhattan: Drei Personen sollen den Laden überfallen haben, indem sie Kunden mit einer Pistole bedrohten und mit einem Hammer die Vitrinen zerschlugen, wie die New Yorker Polizei und das Überwachungsvideo des Vorfalls zeigen.
Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand, die anwesenden Personen kamen mit einem Schrecken davon. Die Ladenbesitzerin erklärte gegenüber der NBC New York, dass Waren im Wert von rund 100.000 Dollar gestohlen worden seien. Dazu gehören Sachgegenstände, Bargeld und das Handy einer Mitarbeiterin.
Solche Überfälle sind in den USA in der Vergangenheit häufiger vorgekommen, berichtet die NBC:
In Burbank im Großraum Los Angeles brachen Diebe in ein Geschäft ein und stahlen Waren im Wert von rund 100.000 Dollar, darunter Pokémon-Karten.
Eine Gruppe von Räubern überfiel in West Los Angeles einen Kunden, der einen Kartenshop verließ, und stahl seine Pokémon-Sammlung im Wert von rund 300.000 Dollar.
Pokémon-Sammelkarten werden von Scalpern teuer verkauft
Warum sind Räuber an Pokémon-Karten interessiert? Pokémon-Karten sind bei Sammlern so begehrt, weil sie starke Nostalgie, schönes Design und ein spielbares Sammelkartenspiel miteinander verbinden. Wertvoll werden einzelne Karten vor allem durch Seltenheit, Zustand und die Beliebtheit des jeweiligen Pokémon.
Auch anderes Pokémon-Merchandise gilt als begehrt, teilweise so sehr, dass sich Scalper, Kinder und deren Eltern um Pokémon-Merchandise prügeln.
Viele Spielkarten, Packs und weitere Produkte landen mittlerweile schon gar nicht mehr bei Spielern oder Sammlern, sondern bei sogenannten Scalpern. Diese kaufen Spielkarten in großen Mengen ein, um diese dann zu horrenden Summen weiterzuverkaufen.
Teilweise werden einzelne Karten für viele tausend Euro verkauft und unverschlossene Boxen gehen für viele hundert Euro über die Ladentheke. Die Räuber versprechen sich mutmaßlich wohl einen großen Gewinn, wenn sie die gestohlenen Waren später weiterverkaufen. Einige Händler haben mittlerweile beschlossen, keine Karten mehr zu verkaufen, weil sie Angst vor ihren Kunden haben.
Das zeigt aber auch, wie kompliziert die Situation rund um solche Pokémon-Produkte geworden ist.
Ein Beispiel zeigt besonders stark, wie extrem solche Scalper vorgehen, wenn es um Pokémon-Sammelkarten geht: Im August bot die Kette McDonald’s in Japan eine besondere Aktion an. Jedem Happy Meal lag ein Promo-Kartenpaket bei.
Doch Scalper nutzen diese Aktion schamlos aus. Das Essen landete auf der Straße und im Müll, während die Karten für einen hohen Preis wieder verkauft worden sind. Das ging so weit, dass selbst McDonald’s reagieren musste: Fans von Pokémon sind so verrückt nach einem Happy Meal, dass McDonald’s drastische Maßnahmen durchsetzt
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