Die WoW Midnight ist noch gar nicht live, hat aber schon für immer verändert, wie das Spiel entwickelt wird

World of Warcraft könnte ein „zweites Cataclysm“ bekommen – denn die Entwickler wollen die alte Welt mit neuem Leben füllen.

Wenn man in die Vergangenheit von WoW schaut, dann gibt es einige Erweiterungen, die nicht so gut angekommen sind. Eine davon war „Cataclysm“. Obwohl die Story gut war, mochten viele das Addon nicht, weil alte Gebiete dabei vollständig überarbeitet und alte Inhalte unwiederbringlich entfernt wurden.

Seither schreckt Blizzard davor zurück, alte Gebiete großflächig zu erneuern. Zwar gibt es punktuell immer mal einzelne Gebiete – wie das Arathihochland oder die Dunkelküste – aber dabei wurden oft nur Kleinigkeiten geändert und die allgemeine Struktur der Zone beibehalten.

Doch das überragende Feedback auf „Midnight“ während der Beta sorgt dafür, dass die Entwickler jetzt richtig Anlauf nehmen und für Nordend große Pläne haben.

Was wurde gesagt? In einem Video des Magazins Game Informer sprechen verschiedene WoW-Entwickler über die Zukunft des Spiels und vor allem die übernächste Erweiterung „The Last Titan“. Dabei reden sie auch über ihre Sorgen und Ängste, die sie bei der Ankündigung der Weltenseelen-Saga hatten – vor allem die Rückkehr in alte Gebiete.

Neue Gebiete erwartet – Alte Gebiete geliefert

Was war die Sorge? Mit einer neuen Erweiterung gehen immer große Erwartungen einher, die sich über 20 Jahre einfach klar geformt haben. Es gibt neue Gebiete und zumeist gänzlich unbekannte Kulturen zu erforschen. Ion Hazzkostas, der Game Director von WoW, sagte dazu:

Es ist eigentlich essenziell, dass wir beim Bauen einer lebendigen Welt in der Lage sind, neue Geschichten in bekannten Gebieten zu erzählen. Es wäre so limitierend, wenn wir sagen, dass die ikonischten Gebiete in World of Warcraft nicht genutzt werden dürfen, weil wir uns sagen: „Wir haben da schon eine Geschichte erzählt, die existierten zu einem bestimmten Moment in der Zeit und sorry, wir können da halt nie wieder hin zurück.“

Wir sind aufgeregt, das endlich angehen zu können.

Zumindest unser Eindruck während der Beta war, dass Blizzard sich mit der Überarbeitung des Blutelfen-Gebietes selbst übertroffen hat.

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Warum gab Midnight den Ausschlag? Als Midnight sich in Entwicklung befand, waren die Entwickler nervös, wie die „neuen Gebiete“ der Erweiterung bei der Community ankommen würden. Immerhin ist der Immersangwald im Grunde kein „neues Gebiet“, sondern eine Uralt-Zone aus The Burning Crusade, die für Midnight eben grundlegend überarbeitet und erneuert wurde.

Von Paul Kubit, dem Associate Game Director, heißt es:

Ich glaube wir waren sehr offen damit, dass wir recht nervös waren, nach Quel’thalas zurückzukehren, aufgrund des implizierten Versprechens, dass man in einer WoW-Erweiterung unbekannte Gebiete erforscht und neue Kulturen und Gesichter zu sehen bekommt. Und jetzt diese Story zu haben, die an und für sich sehr cool ist – Silbermond wiederzusehen, wie es gewachsen ist und wie die Charaktere sich verändert haben – das bringt viel Aufregung. Auch wenn das natürlich nicht so viel von dem „Wir reisen zu den Dracheninseln, an einen Ort, den wir zuvor noch nie gesehen haben“ hat.

Wie viel von Nordend wird überarbeitet? Auch wenn es dazu noch keine konkreten Aussagen gibt, klingt es aktuell so, als wäre die Antwort darauf „alles“. Denn Blizzard will vermeiden, dass „neue Gebiet“ direkt neben „optisch veralteten Gebieten“ zu sehen sind. Das ist auch einer der Gründe, warum die Geisterlande und Zul’Aman für Midnight gleichzeitig überarbeitet wurden, damit man ein großes, zusammenhängendes, und optisch kohärentes Erlebnis hat.

Um das in Nordend zu erreichen, bleibt eigentlich gar nichts anderes übrig, als auch hier eine komplette Überarbeitung vorzunehmen und vielleicht ein paar Gebiete zusammenzufassen.

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Freut ihr euch bereits auf The Last Titan und das Finale der Weltenseelen-Saga? Falls ja, dann dürfte es dazu schon in diesem Jahr neue Informationen geben. Denn im September findet die BlizzCon statt – und die allermeisten gehen davon aus, dass Blizzard hier bereits einen ersten Blick auf die 13. Erweiterung von World of Warcraft erlaubt.

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