Laserwaffen gelten in Warhammer 40.000 als extrem schlecht, dabei übersehen alle ihre riesigen Vorteile

Warhammer 40.000 ist bekannt für seine absurden Skalierungen und völlig übertriebenen Dimensionen, insbesondere in Sachen Militär. Ausgerechnet beim riesigen Imperium sticht aber die am weitesten verbreitete Waffe hier negativ heraus: das Lasergewehr. Dabei ist das deutlich besser als viele denken.

Wenn man an Waffen in Warhammer 40.000 denkt, dürften einem als erstes die epischen Kettenschwerter oder die ikonischen Bolter in verschiedenen Ausführungen in den Sinn kommen. Klar, denn das sind die Waffen der Space Marines, der Aushängeschilder der Welt.

Dabei ist das Protfolio an Militärwerkzeug deutlich größer und reicht von einfachen Messern und Klappspaten bis hin zu tragbaren Gauss-Kanonen, die ihre Ziele buchstäblich auflösen – restlos. Allerdings liefern solche Waffen ein falsches Bild vom Standard der Welt, denn sie machen nur einen kleinen Teil der Bewaffnung aus.

Das Imperium ist die größte Fraktion in der bekannten Galaxie – sieht man von Tyraniden ab, deren genauen Zahl man nicht kennt. Mit einer Bevölkerung, die sich in Billiarden misst, hat das Imperium eine entsprechend große Armee: das Astra Militarum.

Und genau hier kommt eine kontroverse Waffe ins Spiel: das Lasergewehr, die Standard-Waffe der Imperialen Armee. Im Vergleich zu Boltern, Gauss-Waffen und was auch immer für ketzerischen Sci-Fi-Kram die Aeldari da rumschleppen, wirken diese Gewehre wie bessere Laserpointer. Wer auch immer so denkt, verkennt aber die eigentliche Stärke der Lasergewehre.

Das Todeskorps von Krieg, das wohl legendärste Batallion des Imperiums in Warhammer 40.000


Autoplay

Lasergewehre lösen das größte Problem des Imperiums: Logistik

Tatsächlich sind Lasergewehre im galaktischen Vergleich schwache Waffen. Warum also nutzt das Imperium sie trotzdem als Ausrüstung für jeden einzelnen Soldaten? Die Antwort darauf lässt sich sehr kurz zusammenfassen: Geld.

Lasergewehre sind schlicht unfassbar günstig in der Herstellung im Vergleich zu ballistischen Waffen wie Boltern oder altmodische Schießeisen (wie die aus unserer Zeit). Bei der reinen Masse an Ausrüstung, die das Imperium benötigt, muss hier wirtschaftlich gedacht werden – insbesondere bei dem enormen Ausmaß der Kriegsfronten.

Die Herstellungskosten allein machen Lasergewehre aber noch nicht zu einem logistischen Meisterwerk, sie kommen mit etlichen weiteren Vorteilen, etwa:

großen Magazinen, die so gut wie nichts wiegen – Lasergewehre werden buchstäblich mit Batterien betrieben

standardisierten Ausführungen, sodass jedes Teil eines jeden Gewehres auf jedes andere passt, solange sie nicht modifiziert wurden (was hier so gut wie nie vorkommt)

wiederaufladbarer Munition: ein Magazin muss nur ein wenig in der Sonne oder neben einem Feuer liegen und ist nach einigen Stunden wieder vollgeladen

Im Imperium kämpfen dutzende Organisationen einen innerpolitischen Kampf(LINK) und Logistik ist die größte Schwäche des gesamten Systems. Es ist sogar sehr wahrscheinlich, dass das Imperium nur aus logistischen und verwaltungstechnischen Gründen jemals fallen wird. Lasergewehre entfernen diesen Faktor zumindest aus dem militärischen Flügel des Imperiums.

Archaische Feuerwaffen gibt es noch immer, sind aber eher die Wahl der Gangster in den riesigen und gefährlichen Underhives.

Vielfältig und leicht zu bedienen – Der Traum eines jeden Offiziers

Die reinen Kosten, die bei der Anzahl an (entbehrlicher) Soldaten schon beachtlich sind, stellen aber nicht den einzigen Grund dar, warum das Imperium auf diese Waffen setzt. Denn die ständigen Kriege erfordern eine schnelle und oft mangelhafte Ausbildung seiner Soldaten mit ohnehin niedriger Lebenserwartung.

Auch hier kommen Lasergewehre mit mehreren Vorteilen. Der größte: sie brauchen so gut wie keine Wartung. Energiewaffen haben wenige bis keine beweglichen Teile, die blockieren könnten. Sie sind schlicht robuster als ballistische Waffen.

Tatsächlich sind Laserwaffen sogar so simpel gebaut, dass angeblich sogar Kinder sie zusammenbauen könnten – was notwendig ist, da die berühmten, hühnenhaften Ogryns nicht viel mehr Verstand haben als Kinder. Hinzu kommt, dass es für jedes Anwendungsgebiet die richtige Waffe gibt:

Laserpistolen für einhändigen Kampf und kurze Distanzen

Lasergewehre als Standard-Waffe für Gefechte

Schnellfeuergewehre (quasi Maschinengewehre) für den Kampf gegen große Massen an Gegnern

Scharfschützengewehre für tödliche Treffer auf lange Strecken

fahrzeuggestützte Großwaffen und Krigesmaschinen

und sogar orbitale Laser-Kanonen, die ganze Wohnblöcke pulverisieren können

Da Laserwaffen nicht ballistisch sind, sondern eben buchstäblich mit aufgeladenem Licht schießen, sind sie treffsicherer als alles, was ihr aus dem echten Leben kennt. Sie treffen selbst auf größte Distanz genau und quasi ohne Verzögerung – buchstäbliche Laser. Einfacher kann es ein Soldat kaum noch haben.

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Stärker als sie aussehen, aber die Masse macht’s

Was die Lasergewehre besonders beim Imperium so gefährlich macht, ist ihre Wirkung. Die Wunden, die sie reißen, sind fast immer tödlich – die Schüsse müssen nur so weit kommen. Laser-Schüsse kauterisieren sofort, heißt: sie können kaum behandelt werden, weil alles schon verschmort ist.

Werden lebenswichtige Organe getroffen, ist das – zumindest für Normalsterbliche – tödlich, selbst wenn der Tod erst etwas später eintritt. Das steht sogar im offiziellen Feldhandbuch des Imperiums (via Reddit).

Die Laser sind dazu stark genug, um Gliedmaßen abzutrennen und hier kommt die Masse des Imperiums zum Tragen: eine gleichzeitige Salve von zwei Dutzend Lasergewehren kann selbst einem riesigen Gegner wie den käferartigen Tyraniden den Körper zerteilen wie ein Skalpell.

Dazu kommt, dass Laserwaffen deutlich stärker sind als ihr Ruf. Lediglich die Gewehre an sich sind eine meist „schwächere“ Version dessen, was möglich ist. Mit mehr Energie werden die Waffen logischerweise tödlicher – wie bei den oben erwähnten Kanonen.

Es gibt übrigens auf Warhammer+, dem Premium-Dienst von Warhammer, eine ganze Serie zu Lasergewehren.

Gerade gegen Feinde mit wenig Panzerung sind Laserwaffen effektiv.

Die Konkurrenz ist das eigentliche Problem von Laserwaffen

Warum also gelten Laserwaffen nun als so unfassbar schwach? Das liegt schlichtweg daran, dass sie in der Welt von Warhammer 40.000 existieren und nicht in unserer jetzigen. Warhammer 40.000 hat haufenweise Antworten auf Lasergewehre:

Ceramit-Panzerung der Space Marines kann durch Standard-Laser nicht durchdrungen werden.

Das Lebende Metall der mumienhaften Necrons würde, selbst wenn es schmilzt, einfach wieder repariert. Sie haben keine lebenswichtigen Organe.

Armeen wie die vermeintlich friedliebenden T’au oder die vom Aussterben bedrohten Aeldari setzen auf hohe Reichweiten und Tarnung. Man kann auf nichts zielen, das man nicht sieht.

Waffen wie Gauss-Gewehre, Shurikenkatapulte oder sogar durch den Warp gesegnete Chaos-Waffen und von Magie betriebene Psi-Schwerter sind im direkten Vergleich viel stärker als Lasergewehre. Das ist ein Grund, warum ein Space Marine oder Necron-Soldat ohne Probleme ein Dutzend oder mehr Imperiale Gardisten aufwiegen kann.

Skalierung ist hier jedoch das Stichwort: Völker und Fraktionen mit deutlich stärkeren Waffen sind dem Imperium zahlenmäßig massiv unterlegen, zumindest noch. Für das Imperium ist es sinnvoller, auf Massenware zus etzen, die sich leicht pflegen lässt. Fraktionen, die mehr Elite-Soldaten haben, können sich teurere Ausrüstung leisten. In einer Sache sind jedoch alle gleich, sie setzen nicht nur auf Schusswaffen: In Warhammer 40.000 gibt es Bolter und Laser-Gewehre, trotzdem nutzen Elite-Kämpfer oft Schwerter – Aus gutem Grund

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