Ich spiele aktuell einen Shooter, der so gut ist, dass ich für das neue Spiel des Studios eine PS5 kaufen will

MeinMMO-Redakteur Dariusz hat endlich einen Shooter nachgeholt, den er seit Jahren auf der Liste hat – und plötzlich will er sich eine PlayStation 5 kaufen.

Das Jahr 2026 startet für Shooter-Fans eher mau. Nachdem schon das Ende des vergangenen Jahres vor allem in den Händen von ARC Raiders lag, ist der Extraction-Shooter auch Anfang 2026 die treibende Kraft auf dem Shooter-Markt. Spannende neue Releases lassen erstmal auf sich warten.

Am Abend spiele ich aktuell jeden Tag 1-2 Stunden Overwatch – um meine PvP-Gelüste zu befriedigen. Bevor ich mich allerdings mit Freunden in Blizzards Hero-Shooter selbst drangsaliere, zock’ ich gerne ein Stündchen etwas Entspanntes. In meinem Fall sind das meistens trotzdem Shooter, aber eben ohne PvP. Im September 2025 fiel meine Wahl in diesen Situationen beispielsweise auf Borderlands 4, dann kamen ein bisschen Destiny 2, Warframe, Witchfire und andere Games.

Da Anfang Januar keine PvE-Shooter veröffentlicht wurden, die mich interessierten, habe ich einen Blick auf meinen Pile of Shame geworfen und ein Spiel gefunden, das ich schon seit Jahren spielen will, aber immer wieder aufgeschoben habe:

Returnal von Housemarque

Zwei meiner liebsten Genres in einem

Wer regelmäßig auf MeinMMO unterwegs ist, der weiß, dass Shooter meine große Gaming-Liebe sind. 2025 habe ich aber auch einen Artikel darüber geschrieben, dass ich mit meiner Freundin unheimlich gerne Games spiele, in denen es darum geht, dass ich richtig auf die Fresse bekomme.

Die Rede ist von sogenannten Roguelites.

Roguelites sind Spiele, die sich von dem 1980er-Dungeon-Crawler „Rogue“ ableiten. In dem inzwischen 45 Jahre alten Spiel müsst ihr einen Dungeon erkunden und Schätze finden. Alle Roguelites haben eine Gemeinsamkeit: Wenn ihr sterbt, endet euer Durchlauf – der Tod ist ein fester und gewollter Bestandteil dieser Spiele. Während ein Roguelike bestimmte Kriterien wie einen Permadeath und rundenbasiertes Gameplay erfüllen muss, reicht es bei Roguelites, wenn sie nur einige Komponenten des Vorbilds beinhalten. Viele Roguelites wie Hades, Cult of the Lamb oder Dead Cells bieten deshalb die Möglichkeit, dauerhaften Fortschritt in Form von Leveln, neuen Waffen oder Fähigkeiten zu erzielen.

Returnal verbindet diese beiden Genres. Was wie ein klassischer Third-Person-Shooter aussieht, verbirgt in Wahrheit das typische Gameplay eines Roguelites – aber anders als etwa Hades, Windblown oder Cult of the Lamb eben als Shooter.

Returnal ist ein Roguelite-Shooter, der die tragische Geschichte von Selene erzählt, einer Astronautin, die mit ihrem Raumschiff auf einem fremden und mysteriösen Planeten abgestürzt ist und nicht mal im Tod ihrem verwirrenden Schicksal entkommen kann.

Mit jedem gescheiterten Versuch stürzen wir wieder mit dem Raumschiff ab – immer und immer wieder.

Und täglich grüßt… der Absturz mit dem Raumschiff

Da liege ich nun, abgestürzt im Dreck, auf einem Planeten, über den ich nichts weiß. Ich klettere also aus dem Raumschiffwrack, schnapp mir ein Pistölchen und beginne die Erkundung der fremden Welt. Schnell ist klar, dass ich dabei ganz auf mich allein gestellt und von jeglicher Kommunikation zur Außenwelt abgeschnitten bin.

Schon nach wenigen Metern treffe ich auf außerirdische Kreaturen, die mich attackieren. Ich gehe zwar siegreich aus dem Kampf hervor, doch stoße ich kurz darauf auf eine Leiche. Meine Leiche. Der leblose Körper ist ganz klar Selene. Es steht sogar der Name auf dem Raumanzug der Leiche. Selenes Pistole liegt auch dort. Doch wie kann das sein?

Es bleibt unklar, was auf diesem mysteriösen Planeten vor sich geht und was hinter der Leiche steckt. Das gilt es nun herauszufinden.

Im Laufe ihrer Reise wird Selene jedoch mehrmals sterben, und das heißt, dass ich meinen erspielten Fortschritt verliere. Egal, ob mich ein zufälliger NPC erledigt, oder ein mächtiger Boss – am Ende wacht Selene wieder im Raumschiff auf.

Ein fehlgeschlagener Versuch ist aber nicht umsonst. Mit jedem Mal wird Selene etwas stärker, denn wir nehmen genretypisch permanenten Fortschritt in Form von neuer Ausrüstung, verbesserten Fähigkeiten oder Wissen mit.

Ein grandioser Gameplay-Loop, der im richtigen Moment plötzlich sehr intensiv ist

Ich liebe alles an Returnal. Der Gameplay-Loop ist fantastisch. Ich ärgere mich überhaupt nicht, wenn ich mal bei einem Run sterbe. Stattdessen freue ich mich über den Fortschritt und weiß, dass ich beim nächsten Versuch weiterkomme und meinem Ziel einen Schritt näher bin.

Ich freue mich über den Fortschritt, den ich erziele, und über die neuen Dinge, die ich freischalte.

Der Kreislauf des Spiels funktioniert auch deshalb hervorragend, weil das grundlegende Gameplay einfach gelungen ist. Das Gunplay macht Spaß, auch wenn es sehr einfach und intuitiv ist. Es gibt einen Dash, mit dem ich gegnerischen Angriffen ausweichen kann, und ich muss darauf achten, den teilweise in großen Massen auf mich zurasenden Angriffen geschickt auszuweichen – denn typisch Roguelite sind die Heilungsmöglichkeiten begrenzt.

Insgesamt machen die Kämpfe einfach Spaß, und während ich einen Run spiele, wundere ich mich, wo die Zeit schon wieder hin ist. Plötzlich ist es 01:00 Uhr nachts. Räume mit vielen Gegnern oder Bosskämpfen sind dabei natürlich die Highlights, weil die Intensität und Anspannung deutlich steigen. Wer jetzt nicht aufpasst, beißt schnell ins intergalaktische Gras.



Ein optisches Meisterwerk mit Gegnern, die von einigen der interessantesten Lebewesen unserer Welt inspiriert sind

Lange, bevor ich Spaß an Roguelites entwickelte, faszinierte mich eine Sache ganz besonders an Returnal: das Design der Spielwelt und der Lebewesen.

Ein mysteriöser Planet, mit riesigen mechanischen Toren einer fremden Zivilisation, einer verwucherten Natur, Nebelschwaden, wirren Erscheinungen und ganz wichtig: biolumineszenten Gegnern.

Returnal hat sich beim Design der außerirdischen Kreaturen an den Eigenschaften von Tiefsee-Lebensformen wie Quallen orientiert.

Und das sieht einfach fantastisch aus.

Wenn mir aus dem Neben hellleuchtende Projektile in Blau, Rot, Gelb oder sonst was entgegenfliegen, möchte ich einfach jedes Mal kurz anhalten und den Fotomodus öffnen.

Die moderne Grafik ist eine Sache, aber dieser einerseits unheimlich atmosphärische und gleichzeitig düster-mysteriöse Planet in Kombination mit den leuchtenden Lebensformen ist einfach ein Designkonzept, das mir richtig gut gefällt. Returnal wird auch noch in 10 Jahren optisch hervorstechen und immer noch toll aussehen – egal, wie fortgeschritten die Grafik von Videospielen dann sein wird.

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Noch nicht mal durch und doch Lust auf mehr

Ich habe Returnal noch nicht viel gespielt und noch den Großteil meiner Reise vor mir. Trotzdem wollte ich diesen Artikel schon schreiben, weil ich einfach komplett gefesselt bin. Ich habe das Spiel seit Jahren in der Bibliothek und bereue es, jetzt erst damit angefangen zu haben. Mir war vorher schon klar, dass ich das Design lieben würde, aber spielerisch hat es meine Erwartungen sogar übertroffen.

Der Hauptgrund, warum ich jetzt endlich mit Returnal angefangen habe, waren die Game Awards 2025. Dort hat Housemarque, das Entwicklerstudio hinter Returnal, ihr neues Spiel „Saros“ vorgestellt (mehr dazu auf housemarque.com), und auch das hat mir bereits im Trailer richtig gut gefallen. Das war der perfekte Zeitpunkt, um Returnal endlich nachzuholen.

Jetzt hänge ich voll am Haken und ärgere mich: Saros wird am 30. April 2026 exklusiv für die PlayStation 5 veröffentlicht – und ich habe keine PS5. Zwar startete Returnal auch als Exklusivtitel und kam rund 2 Jahre später für PC, aber wenn sich im April die Gaming-Welt auf Saros stürzt, will ich dabei sein.

Leider bin ich extrem geizig und hatte nicht vor, mir eine Konsole zu holen, die ich fast nie nutzen werde, aber Returnal bringt mich gerade wirklich dazu, mir für Saros eine PS5 kaufen zu wollen.

Returnal war in meiner Liste der besten Shooter bislang nur ein „Honorable Mention“. Das werde ich wohl überdenken und bei der nächsten Überarbeitung der Liste ändern. Doch welches Spiel fliegt dafür aus dem PvP-Bereich raus? Falls ihr diesbezüglich mitdiskutieren wollt, könnt ihr hier die vollständige Liste nochmal nachlesen: Die 25 besten Shooter 2026 – Diese PvP- und PvE-Spiele überzeugen mit ihrem Gameplay

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