Während GTA wohl unangefochten die Nummer 1 der Open-World-Multiplayer-Spiele ist, wollte auch Ubisoft sich dort platzieren. Mit Watch Dogs sollte das gelingen, doch jetzt soll die Marke am Ende sein.
Warum ist Watch Dogs am Ende? Nachdem es zuletzt massive Umstrukturierungen bei Ubisoft gab und man die Marken des Konzerns gewissermaßen in Häuser eingeteilt hat, hat man von einer Marke nichts mehr gehört: Watch Dogs.
Der Insider Tom Henderson berichtet nun im Podcast von Insider Gaming auf YouTube, dass die Spielreihe erledigt sei. So sagt er: „Soweit ich zum jetzigen Zeitpunkt weiß, ist die Watch Dogs-IP komplett tot […]“.
Ubisoft hat in seinem 7-seitigen Umstrukturierungspapier mit keinem Wort Watch Dogs erwähnt, so ist es keinem der Häuser zugewiesen und steht auch nicht bei den „billionair brands“ oder den „live expierences“. Doch das kommt kaum überraschend.
Hier könnt ihr einen Trailer zu Watch Dogs sehen:
Autoplay
1 und 0 bei Watch Dogs
Wie wurde Watch Dogs erfolgreich? Nach dem großen Erfolg von GTA 5 wollten die Open-World-Experten von Ubisoft ihre eigene moderne Welt mit Chaos, Action und viel Sandkasten-Atmosphäre haben.
Während man es bei Watch Dogs 1 noch mehr mit einem düsteren Setting versuchte, ging man mit Teil 2 dann vollkommen in eine bunte Welt über, bei der Spieler mehr Neben- und Freizeit-Missionen als Hauptstory erleben konnten. Gerade die Mini-Spiele und Missionen im Koop oder auch PvP waren durch die „Hacker“-Elemente anspruchsvoller als das bloße Deathmatch auf GTA-Servern.
So nutzten die Entwickler das Thema gut aus, um eigene Spielmodi zu entwickeln, etwa eine Art Versteckspiel, bei der man in die Singleplayer-Welt eines anderen Spielers eindringt, um ihn zu hacken. Das brachte die nötige Innovation, um sich auch von der großen Konkurrenz abzuheben.
Auch für Ubisoft hat sich die Marke zunächst rentiert. Teil 1 und 2 wurden jeweils über 10 Millionen Mal verkauft (via vgchartz.com), und gerade der beliebte zweite Teil wird fast 10 Jahre nach Release täglich noch immer von über 2.000 Spielern zur Spitzenzeit gespielt, obwohl der Titel weiterhin 60 € kostet. Doch die Reihe hat auch ein Problem: Teil 3.
Was ist mit Teil 3 falsch? Watch Dogs: Legion, der dritte Teil der Reihe, führte die Spieler weg aus Amerika ab nach London. Mit dem Szene-Wechsel kam jedoch auch ein umstrittenes Feature: der Charakter-Wechsel. Statt eines Hauptcharakters spielte man im Anonymous-Stil plötzlich eine Legion und durfte bunt zwischen verschiedenen Charakteren hin- und herwechseln.
Diese konnten auch sterben, verhaftet werden und besaßen jeweils individuelle Eigenschaften, die man für verschiedene Missionen brauchen konnte. Doch das Fehlen eines echten Hauptcharakters, um den sich die Story dreht, kam nicht gut an. So steht der Titel genau 3 Jahre nach seinem verspäteten Release auf Steam bei 56 % positiver Bewertungen bei knapp 11.000 Bewertungen auf „Ausgeglichen“.
Watch Dogs erschien ursprünglich am 29. Oktober 2020 auf Uplay und auf Steam am 26. Januar 2023.
Für Ubisoft hat sich der dritte Teil wohl nicht rentiert, so beendete das Unternehmen den Support für das Spiel bereits im Januar 2022, etwa 1,5 Jahre nach dem Start des Spiels. Laut Nexushub konnte der Online-Modus „Watch Dogs Online“ keinen Sprung in den Spielerzahlen verzeichnen.
Trotz des beliebten zweiten Teils von Watch Dogs scheint die Hacker-Reihe nun am Ende angekommen zu sein. Ein letztes Finale könnte es mit dem Film zu Watch Dogs geben. Dieser soll die Geschichte vom ersten Teil des Spiels zeigen, doch auch hier ist noch unbekannt, wie es weitergeht. MeinMMO-Autor Cedric Holmeier empfiehlt Watch Dogs 2, um die Wartezeit bis GTA 6 zu verkürzen: Eine Spiele-Reihe auf Steam ist ideal, um die Wartezeit auf GTA 6 zu verkürzen
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