Experte erklärt, warum A Knight of Seven Kingdoms so anders ist als Game of Thrones

Die neue Serie A Knight of the Seven Kingdoms begeistert derzeit die Fans von Westeros. Marco Risch vom YouTube-Kanal Nerdkultur hat die erste Folge analysiert und hebt hervor, was sie von Game of Thrones unterscheidet

Wer ist Marco Risch? Seit 2015 veröffentlicht Marco Risch auf seinem YouTube-Kanal Nerdkultur Videos, in denen er anhand von Reviews, Analysen, News oder Interviews verschiedene Filme und Serien behandelt.

Außerdem spricht er mit seinem Kollegen Yves Arievich einmal pro Woche im Podcast Nerd & Kultur über diverse Themen aus der Popkultur.

Sowohl der YouTube-Kanal als auch der Podcast sind Teil des Webedia-Netzwerks, zu dem auch MeinMMO gehört.

Marcos neues Video beschäftigt sich mit der Serie A Knight of the Seven Kingdoms, die am 19. Januar 2026 auf dem frischen Streaming-Dienst HBO Max gestartet ist. Darin zeigt er auf, inwieweit sich schon der Serien-Auftakt von den beiden anderen Westeros-Serien, Game of Thrones und House of the Dragon, unterscheidet.

Hier seht ihr Marcos Video in voller Länge:

Eine gute Geschichte ist eine Reise

Was erklärt Marco? Gleich zu Beginn geht Marco auf den Showrunner der Serie, Ira Parker, ein. Diesem sei es wichtig, dass A Knight of the Seven Kingdoms eben nicht so wie Game of Thrones düster beginnt, sondern mit einem Charakter, der noch kein Held ist. Dunk müsse Marco zufolge erst eine fertige Figur werden, seine Geschichte sei eine Reise.

Schon die Eröffnung der ersten Folge mache klar, dass sich A Knight of the Seven Kingdoms von den bisherigen Geschichten aus Westeros unterscheide. Regisseur Owen Harris, den man unter anderem von einer Black-Mirror-Folge mit überraschend positivem Ende kennt (San Junipero), sei ein Neuling in der Welt von Westeros, und das sei laut Marco eine große Stärke.

Denn er würde nicht den Look und Stil von Game of Thrones oder House of the Dragon kopieren, sondern A Knight of the Seven Kingdoms mit neuen Stilmitteln einen frischen Anstrich verpassen. Er zeige eine Welt voller Witz, kreativer Schnitte und einer Farbgestaltung, die deutlich gesättigter sei als noch in Game of Thrones. Dennoch würden wir die Welt wiederkennen – sie sei und vertraut und insgesamt sei A Knight of the Seven Kingdoms deshalb eine Verbeugung vor der Hauptserie.

Eine geerdete Welt

Was macht die erste Folge so gut? Die gezeigte Welt wirke laut Marco auch deshalb so echt, weil sie größtenteils echt sei. Den Machern sei es wichtig gewesen, so viel wie möglich direkt in der Kamera zu filmen und nur an wenigen Stellen auf visuelle Effekte zurückzugreifen.

Stellvertretend für diesen Ansatz sei das echte Set, das in sich geschlossen ist und an dem eine überschaubare Handlung stattfindet. Die Welt würde geerdet wirken, auch weil Fantasy-Elemente wie Drachen keine Rolle spielen.

Und so würde A Knight of the Seven Kingdoms oft an andere Rittergeschichten erinnern. Als Beispiel nennt er den 2001 erschienenen Film Ritter aus Leidenschaft. George R.R. Martin hatte Marco zufolge den Drang, mehr Zeit mit den Lanzenstechern seiner Welt zu verbringen, weit weg von der großen, epischen Handlung von Game of Thrones.

Ähnlich wie es der Schriftsteller in seinen Texten mache, würde auch die Serie ihre Geschichte aus einem festen Blickwinkel, einem Point of View, erzählen. Dunk sei der Protagonist, und wir würden seine Suche nach dem Sinn im Leben unmittelbar durch seine Augen erleben.

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Eine Stärke von Game of Thrones

Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen den Serien? Marco hebt hervor, dass A Knight of the Seven Kingdoms trotz aller Unterschiede eine Sache von der Hauptserie übernehme: die Mehrdeutigkeit.

Vieles werde nur angedeutet, aber nicht ausgesprochen. Die Kamera und auch der Schnitt würden mit verwirrenden Perspektiven, mehrdeutigen Bildanordnungen und Flashbacks arbeiten.

Auch die Fallhöhe für den Protagonisten Dunk sei hoch: Besonders beim großen Turnier würde es um nichts weniger als seine Existenz gehen – gleichzeitig entsteht sein neues Leben genau dort, inklusive neuem Namen: Ser Duncan the Tall.

Als solcher wird er in Westeros berühmt werden, doch in Folge 1 von A Knight of the Seven Kingdoms ist Dunk eben noch ein Heckenritter, wie auch die Episode heißt. Bis zum Ruhm und Glück sei es Marco zufolge noch ein weiter Weg. MeinMMO-Redakteur Niko Hernes kam nach der Serie zu einem klaren Fazit: A Knight of the Seven Kingdoms ist kein neues Game of Thrones, aber das ist gut so

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