Highguard wurde bereits wenige Stunden nach dem Release von potenziellen Spielern zerrissen. Eine Grundstimmung, die bereits vor dem eigentlichen Release des Shooters brodelte. Der Chef von Larian Studios, Swen Vincke, kann die Worte dieser Welle nicht nachvollziehen und äußert selbst Kritik, aber auch warnende Worte an die Spielerschaft.
Was kritisiert Swen Vincke an der Kritik zu Highguard? Swen Vincke, der CEO von Larian Studios, äußerte sich auf X zu der aktuellen Grundstimmung gegenüber dem neuen Shooter „Highguard“, dessen Release erst vor zwei Tagen, am 26. Januar 2026, stattfand.
Aufgrund der Entscheidung der Entwickler, nach der Ankündigung bei den Game Awards 2025 bis kurz vor Release zu schweigen, wurden viele Spieler stutzig und misstrauisch, anstatt Vorfreude zu entwickeln. Bereits vor der Veröffentlichung hagelte es Kritik gegenüber dem Shooter, bevor dieser überhaupt live gehen konnte, und hält teilweise bis zum jetzigen Zeitpunkt weiterhin an.
Die Art und Weise, wie Spieler Highguard kritisieren, stößt Vincke übel auf. Dass Spieler keinen Spaß an Highguard finden mögen, sei nicht das Problem. Es handle sich nach seinen Aussagen jedoch nicht mehr um Kritik, sondern um herablassende Worte, die nicht mehr konstruktiv, sondern verletzend seien. Und das verletze nicht nur die Entwickler, sondern könne Spielern auch zukünftige Projekte ruinieren:
„Wenn sich [die kreativen Menschen, denen am meisten an ihren Spielen liegt] zurückziehen, weil sie mit der Gehässigkeit nicht umgehen können, sind wir alle Verlierer, denn zurück bleiben nur diejenigen, denen es egal ist.“
Hier seht ihr den Trailer zu Highguard:
Autoplay
Mit herablassender Kritik sorge man nicht für Verbesserung, sondern für Spiele ohne Leidenschaft
Wieso schaden sich Spieler mit dieser Art von Kritik selbst? Vincke erklärt seine Meinung damit, dass unter derartig herablassender Kritik von Spielern besonders die Entwickler leiden, denen viel an ihrem Spiel liege. Wer übrig bleibt, seien diejenigen, denen die Meinung von ihrer Community egal sei. Spieler und auch Kritiker sowie die Presse sollten daher aufpassen, wen sie wirklich mit ihren Worten vergraulen.
Denkt daran, wie nervös ihr wart, als ihr einmal vor der Klasse etwas vortragen musstet. Und wie jede negative Bemerkung euch verletzt hat. Seid nett zueinander, seid nett zu den Menschen, die Dinge schaffen, um euch zu unterhalten. Behandelt sie so, wie ihr selbst behandelt werden möchtet, wenn ihr etwas geschaffen habt.
Betrachtet es als strategische Investition in die Qualität eurer zukünftigen Unterhaltung. Ihr werdet es nicht bereuen.
Swen Vincke auf X
Wie stellt sich Vincke eine gute Streitkultur und Kritiken vor? Vincke erklärt, dass er keinem Spieler seine Meinung gegenüber Highguard abnehmen will. Allerdings gäbe es andere Wege, den Entwicklern und Studios Kritik zu vermitteln, anstatt sie öffentlich und persönlich anzugreifen. Gute Kritiker würden nämlich verstehen, dass es einfach sei, Dinge zu zerstören, und viel schwieriger, Dinge aufzubauen.
Kritiker können einfach sagen: „Es hat mir nicht gefallen“ oder „Ich finde es nicht gut gemacht“ oder „Ich finde, es ist sein Geld nicht wert“. Das reicht. Man muss nicht persönlich werden, nur um ein paar Likes zu bekommen.
Swen Vincke auf X
Vincke erklärt außerdem, dass er es auch nicht gutheißen will, wenn Entwickler oder Publisher ihre Spieler schlecht behandeln. Das hat Vincke bereits mehrere Male öffentlich kritisiert, wofür er von der Community, Künstlern und weiteren Mitarbeitern der Branche sehr respektiert wird.
Er plädiert schlichtweg für eine bessere Streitkultur, die förderlich und nicht kontraproduktiv sei: „Man muss die Menschen hinter dem Spiel nicht verbal angreifen, um seine Verachtung auszudrücken. Wenn genug Menschen aufhören, Spiele zu spielen, die ihre Spieler nicht respektieren, werden die Verantwortlichen die Botschaft verstehen und bald ihren Kurs ändern. Es gibt genug andere Spiele.“
Highguard kam bisher recht gemischt bei seiner Spielerschaft an, dessen Meinungen unterschiedlicher nicht sein könnten. Während manche es überhyped und langweilig finden, freuen sich andere über die Entscheidungen, die Highguard während seiner Entwicklung getroffen hat. Auch in unserer Redaktion von MeinMMO haben manche ihre ersten Erfahrungen im Spiel gesammelt, darunter auch MeinMMO-Redakteur Benedict Grothaus: Ihr spielt Highguard alle falsch, aber dafür könnt ihr nicht mal was
Der Beitrag Larian-Chef warnt vor harten Worten gegenüber Highguard, Entwickler sollten nicht die Liebe zu Spielern verlieren: „Betrachtet es als Investition“ erschien zuerst auf Mein-MMO.
