Painkiller – im Test (PS5)

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Spiel:PainkillerPublisher:3D RealmsDeveloper:Anshar StudiosGenre:Ego-ShooterGetestet für:PS5Erhältlich für:PS5, XSXUSK:18Erschienen in:12 / 2025

Das Reboot der Serie schickt Euch erneut ins Fegefeuer. Dauergeballer steht zwar immer noch auf der Tagesordnung, doch statt an Serious Sam erinnert die Schießerei nun an einen Doom/Vermintide-Mix.

Im Gegensatz zur Original-Reihe präsentiert sich die ­Neuauflage als Koop-Ego-Shooter – auch wenn Ihr den Offline-Modus nutzt. Alleine mit zwei Bots oder bis zu zwei Mitspielern bereist Ihr über Eure Basis neun Levels, die Euch jeweils ca. eine halbe Stunde beschäftigen und gleichmäßig in drei Biome eingeteilt sind.

Das Missionsdesign bleibt dabei stets simpel: Ihr bewegt Euch im hohen Tempo per Wandsprung, Dash, Rutsche und Enterhaken in Windeseile durch die schick in Szene gesetzten, linearen Levels und stellt Euch wie in Doom regelmäßig in abgeschlossenen Arenen einer riesigen Horde an Feinden. Abwechslung kommt dadurch auf, dass Ihr ab und an einen Kanister mit Feindesblut füllen oder einen ­Seelenbehälter wie einen Basketball in eine Art Kronleuchter werfen müsst. Aber das ändert nur geringfügig etwas am allgemeinen Ablauf der Dauer-Action, die aus Massenschlachten besteht. Der größte Taktik-Funke entsteht dadurch, dass Ihr regelmäßig Eure rotierende Ketten­klinge – den sogenannten ­Painkiller – einsetzt, um Munition zu generieren.

Die gute Nachricht ist: Die sechs Waffen – von denen Ihr jeweils zwei auf eine Mission mitnehmen könnt – fühlen sich verdammt wuchtig an und die ­freispielbaren Upgrades und alternativen ­Feuer-Modi sind großartig. Mit der ­Schrotflinte vereist Ihr Horden oder blast sie mit ­dunkler Energie über das Schlachtfeld. Euer Pfahlwerfer nagelt nicht nur Feinde an die Wand, auch verschießt Ihr damit dunkle Materie, die Dämonen schweben lässt; Panzerungen könnt Ihr damit auf Wunsch ebenfalls durchbohren.

Die schick ausgeleuchteten Areale und die Heavy-Metal-Musik bleiben zwar nicht lang im Gedächtnis, leisten sich aber keine groben Schnitzer. Das gilt ebenso auf den unteren Schwierigkeitsgraden für die Bots, die Euch zuverlässig wiederbeleben, wenn Ihr von der Horde übermannt werdet.

Problematisch: Bei Stürzen spawnen wir nicht selten direkt über der Absturzstelle, wodurch uns noch mehr Lebensenergie flöten geht. In einigen wenigen Momenten friert außerdem das Bild komplett ein. Grafikmodi gibt es keine, sodass Ihr hier keinen Spielraum zur Problemlösung habt.

Meinung

Steffen Heller meint: Zur Vorbereitung habe ich einen Blick in alle Vorgänger geworfen und bin wahnsinnig froh, dass Painkiller die altbackene Formel nicht stumpf wiederkäut. Das Reboot bietet deutlich mehr Dynamik und Tempo und das ist gut so! Die Story war ohnehin nie wichtig für die Marke, weswegen ich die erneut sehr schwache Alibi-Handlung verzeihen kann. Neben der meist chaotischen Action ist die größte Schwäche von Painkiller, dass es sich neben starken Titeln wie Doom und Metal Eden nur durch den Koop-Faktor hervortut. Die drei gelungenen Bosskämpfe täuschen nicht darüber hinweg, dass sich die neun Missionen sehr ähnlich spielen und in einer Spielsitzung machbar sind. Der Roguelike-Modus ist gut gemeint, aber auch hier gibt es bereits viel stärkere Konkurrenten wie Abyssus (PC) und Gunfire Reborn, deren Systeme genau auf dieses Genre zugeschnitten wurden. Solltet Ihr jedoch ein Doom-ähnliches Spiel suchen und kein Umfangsmonster erwarten, könnt Ihr spaßige Stunden verbringen.

Wertung

im Offline-Modus spielbar (mit Bots)
Season-Pass enthält Helden und Skins
4 Schwierigkeitsgrade

Eintöniges aber ebenso launiges Reboot, das kaum eigene Ideen mitbringt und sich der starken Retro-Shooter-Konkurrenz geschlagen geben muss.

Singleplayer70MultiplayerGrafikSound

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