In einem neuen Pokemon-Like sind die Monster die Stars, ließ mich zur Wolfsmutter werden

MeinMMO-Redakteurin Jasmin konnte nicht genug von den Monstern aus Aniimo bekommen. In der geschlossenen Beta ist sie zum Großteil einfach über die Map geheizt und hat sich mit den Kreaturen beschäftigt.

Jedes Monstersammelspiel geht mit seinen Kreaturen anders um. Mal sind sie in Pokémon deine ewigen Begleiter und Kampfmonster, ein anderes Mal sind sie wie in Palworld deine Basis-Arbeiter und Reittiere.  Die Monster sollten in einem Monstersammelspiel auf jeden Fall die Stars sein, meint ihr nicht? 

In der Vergangenheit habe ich bereits viele solcher Monstersammelspiele ausprobiert, auch die Unbekannteren wie Temtem oder Nexomon. Selbst in Persona 5 Royal hatte ich den Drang, alle Persona zu sammeln, um einer vollständigen Kollektion ins Gesicht zu lachen. Ich liebe es einfach, Kreaturen zu sammeln und sie alle als glückliche Familie unter einem Dach (oder in einer Lagerbox) zu vereinen!

Deshalb musste ich unbedingt in die Closed Beta von Aniimo reinspielen. Die Monster sahen auf den ersten Bildern zuckersüß und kunterbunt aus. Ich wollte sehen, ob mehr hinter der knuffigen Fassade steckt und wie die Kreaturen ins Spiel eingebunden werden. Nach mehreren Stunden kann ich euch sagen: Sie sind das Highlight des Spiels!

Offene Welt mit kunterbunter Optik

Bei Aniimo handelt es sich um ein Open-World-Action-RPG mit Gacha-Mechaniken, das an eine Mischung aus Pokémon, Genshin Impact und Palworld erinnert. Wir schlüpfen in die Rolle eines Influencers aus der heutigen Welt, werden aber durch ein mysteriöses Ereignis auf einen fremden Planeten transportiert. Diese Welt ist bevölkert von den titelgebenden Monstern.

Im Gegensatz zu normalen Menschen besitzen wir die besondere Gabe, uns mit den Monstern anzufreunden und uns sogar in sie zu verwandeln. Das große Ziel ist es, die riesige Welt zu erkunden, alte Mysterien zu lösen und herauszufinden, warum wir eigentlich dort gelandet sind.

Das Gameplay-Feature, das Aniimo von anderen Monstersammelspielen abhebt, ist das Twining, zu Deutsch „Verflechtung“. Dadurch stehen wir nicht nur neben unseren Monstern und geben ihnen passiv Befehle, sondern werden selbst zum Monster.

Mit dem Feuerwolf kann ich sprinten.

Andere Aniimo kümmern sich ums Schwimmen.

Die Krabbe buddelt sich gerne ein.

Wir übernehmen die Kontrolle einer Kreatur und erhalten deren Fähigkeiten, die wir sowohl im Kampf als auch zur Lösung von Umgebungsrätseln nutzen können. Spielen wir beispielsweise den kleinen Feuerwelpen, können wir Feuerbälle schießen und so Ranken entfernen, die unseren Weg oder Truhen blockieren.

Je nach Monster bewegen wir uns aber anders in der Welt fort. Mit dem größeren Feuerhund können wir schnell durch die Gegend sprinten. Die Krabbe erlaubt es, uns im Sand einzubuddeln und so Hindernisse zu umgehen. Es gibt aber auch Vögel, die schweben können, Aniimos, die schwimmen, oder Flughörnchen, die auf Bäume oder andere Hindernisse klettern können.

Ich hab mehrere Stunden einfach damit verbracht, durch die Gegend zu heizen und dabei die wunderschöne Welt zu erkunden. Innerhalb der Open World sind nämlich noch einmal kleine Rätsel oder Truhen versteckt, wie man sie aus anderen Gacha-Spielen oder The Legend of Zelda: Breath of the Wild kennt. Sie motivieren, jeden noch so kleinen Winkel der Umgebung zu erkunden.

Doch auch so hat mir das Erkunden total viel Spaß gemacht. Es gibt abwechslungsreiche Areale wie Lavendelblumenfelder, Wälder mit lilafarbenen Bäumen oder sonnenbeschienene Sandstrände. 

Die Stadt dient als Hub.

Die Welt wirkt lebendig und stimmig.

Dazu sei aber gesagt, dass die Optik wirklich Geschmackssache ist. Der Regler für Reflexionen und Sonnenschein ist vermutlich auf 100 % gestellt worden und die Optik wirkt ein wenig weichgewaschen. Wer lieber auf realistische und weniger kitschige Areale steht, der könnte bei Aniiimo seinen kunterbunten Albtraum erleben.

Monster reagieren auf eigenes Verhalten

Was für mich die größte Überraschung in der offenen Welt war, waren wieder einmal die Monster selbst. Sie laufen frei in der offenen Welt herum und interagieren auch untereinander. Einmal habe ich eine Verfolgungsjagd gestoppt, weil mir ein armes Schaf leidtat, das von einem fiesen Aniimo im Kreis gejagt wurde.

Doch die Aniimos reagieren nicht nur untereinander auf ihr Verhalten, sondern auch auf das eigene Aussehen. Je nachdem, in welche Kreatur wir uns verwandelt haben, begegnen sie uns mit einer anderen Art.

Als großer Feuerwolf werde ich zum Beispiel von den Eichhörnchen im Wald gemieden, denn sie haben Angst vor mir. Habe ich mich jedoch selbst in ein Eichhörnchen verwandelt, haben mich die anderen Eichhörnchen mit Neugier betrachtet.

Mein schönster Moment war es, als ich als Feuerwolf verwandelt in eine Gruppe kleiner Feuerwelpen gerannt bin und von ihnen vergöttert wurde. Plötzlich ploppten Smileys mit Herzaugen auf und die Welpen nahmen mich als ihre Ziehmutter an.

Sie umkreisten mich und begleiteten mich dorthin, wohin auch immer ich mich bewegte. Ich habe mich wahrlich gefühlt, als wäre ich plötzlich eine mehrfache Wolfsmutter geworden.

Das eigene Aussehen ist genauso wichtig

Der eigene Charakter ist allerdings genauso wichtig. Ich war am Anfang erstaunt, wie viele Möglichkeiten es gibt, den eigenen Charakter zu individualisieren. Der Editor erinnert an fortgeschrittenere Varianten, die man sonst nur aus Rollenspielen kennt. Jede Gesichtspartie kann von der Größe und dem Winkel her individuell angepasst werden.

Die vorgefertigten Gesichter lassen allerdings schon erahnen, dass der Style eher in Richtung Püppchen geht. Im Spiel selbst habe ich auch andere Charaktere gesehen, die den Editor voll ausgereizt haben und verrückte Gesichter erstellt haben. Doch die meisten erinnerten eher an Asia-MMOs.

Die Gesichter sehen puppenhaft aus.

Mehr Kleidung gibt es vermutlich durch Echtgeld.

Besonders überrascht war ich von der Option, dass man innerhalb seiner Augen noch eine 3D-Animation abspielen kann. Hier kann man auch bestimmen, mit welcher Geschwindigkeit, in welcher Größe und mit welchem Winkel sie in den Augen reflektiert wird.

Enttäuscht war ich dagegen etwas von den Optionen an Frisuren. Hier muss sich zeigen, ob das die endgültige Auswahl für den offiziellen Release bleibt oder ob es möglich sein wird, Frisuren sowie Kostüme mit Echtgeld oder Ingame-Währungen zu erwerben. Denn Aniimo ist immer noch ein Gacha-Spiel.

Die Gacha-Menüs haben mich total überfordert. Wenn ich jemandem am Bildschirm etwas zeigen wollte, kam ich mir vor, als sei ich der Boomer vor dem Herren. Ich habe einige Sekunden gebraucht, bis ich jeweils das richtige Menü gefunden hatte. Solltet ihr den Umgang mit Gacha-Spielen gewohnt sein, könntet ihr euch dagegen schneller zurechtfinden als ich mich in der Testphase. Doch die vielen Menüs und Ingame-Währungen haben mich mit einem großen Fragezeichen im Gesicht zurückgelassen.

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Aktuell steht es noch gar nicht fest, wann Aniimo überhaupt erscheinen wird. Wer weiß, vielleicht gibt es vor dem Release sogar noch eine weitere Beta. Wollt ihr die Ankündigung nicht verpassen, solltet ihr euch den folgenden Artikel auf MeinMMO abspeichern und im Auge behalten: Aniimo – Alle wichtigen Infos zu Release, Plattformen und Beta

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