Nach 20 Jahren hat mich One Piece verloren, doch die Netflix-Serie zeigt die Strohhüte wieder in Bestform

MeinMMO-Redakteur Niko ist mit One Piece aufgewachsen, doch den Anime und Manga verfolgt er nicht mehr. Ausgerechnet die Netflix-Serie gibt ihm das Gefühl von früher zurück.

Wie viele Leute in meinem Alter bin ich auch mit den Animes auf RTL2 aufgewachsen. Dabei war One Piece (obwohl Dragon Ball bis heute mein Favorit ist) etwas ganz Besonderes. Kein Anime, keine Serie konnte das Gefühl eines Abenteuers so sehr transportieren wie One Piece.

Ich versuchte, jede Folge zu schauen, und als ich dann komplett aufgeholt hatte (da lief es schon auf Tele 5) griff ich zum Manga und las auch dort regelmäßig die neuen Kapitel. Doch jetzt, knapp 20 Jahre nach meinem ersten Berührungspunkt mit dem Anime, bin ich da raus.

Etwa mit dem Arc “Wano Kuni” hörte ich auf, den Manga zu lesen. Große Ereignisse bekomme ich zwar noch mit, aber wirkliches Interesse fehlt. Doch ausgerechnet die 2. Staffel der Netflix-Serie, die am 10. März 2026 erscheint, kann die Liebe wiedererwecken, obwohl die Serie ziemlich albern aussieht.

Wer schreibt hier? Nikolas Hernes kümmert sich für MeinMMO hauptsächlich um Filme und Serien, doch er ist mit Animes aufgewachsen. Auch wenn er heutzutage nicht mehr so viele guckt wie früher, begeistert ihn das Medium bis heute.

One Piece nahm mit Dragon Ball und Naruto einen wichtigen Teil seines Lebens ein, den er auch nach über 20 Jahren nicht missen möchte. Deshalb ist die Netflix-Serie zu One Piece auch ein großes Highlight für ihn.

Albern, aber voll von Abenteuer

Ich kann jeden verstehen, der One Piece weiterhin aktiv verfolgt. Es gibt neue Figuren, große neue Enthüllungen und epische Kämpfe. Doch mir persönlich ist das zu viel. Der Abenteuergeist vor dem Time-Skip, also dem 2-jährigen Zeitsprung nach dem Sabaody-Arc, fehlt mir. Ich vermisse das Gefühl, mit den Strohhüten auf einer Schatzjagd zu sein. Heutzutage schaue ich lieber kürzere Animes oder Serien.

Doch da kommt die Live-Action-Serie auf Netflix ins Spiel. Als die 1. Staffel 2023 startete, war ich, wie viele andere auch, erst skeptisch. Eine gute Live-Action-Adaption von Animes schien unmöglich, doch Netflix hat es geschafft. Man geht einen Mittelweg. Nichts ist zu realistisch, oftmals sogar albern. Aber genauso war der Anime damals auch.

Jedes Mal, wenn ich neue Trailer zur 2. Staffel sehe, bin ich begeistert. Ja, ich kenne die Story fast auswendig, doch es geht um das Gefühl – das Gefühl von Spaß, Abenteuer und Freundschaft. Vieles am Set-Design sieht fast wie Theater aus und die Effekte sind nicht immer gut. Aber genau das erzeugt einen besonderen Charme.

Ich will wieder die Gemeinschaft der Strohhüte spüren, nicht nur in dramatischen Momenten, sondern auch bei der Erkundung neuer Inseln oder Interaktionen auf dem Schiff. Das fehlt heutzutage im Anime und Manga.

Neben einer Neuinterpretation vieler Charaktere freue ich mich besonders auf die Kämpfe, denn dem heutigen One Piece fehlt ein besonderes Element: Mehr Einfallsreichtum im Kampf.

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Nicht stärker kloppen, sondern umdenken

Was ich an den frühen Arcs in One Piece sehr mochte, waren die Kämpfe. Die vielen Fähigkeiten waren teilweise so einzigartig, dass die Strohhüte umdenken mussten, um ihre Feinde zu besiegen. Ich denke dabei direkt an den Kampf Ruffy gegen Crocodile oder Choppers und Lysops 2 gegen 2 mit Mister 4 und Miss Merry Christmas.

Diese Kämpfe in einem neuen Gewand zu sehen, wird ein spaßiges Erlebnis. Damals wurde die Umgebung noch genutzt und Teufelskräfte wurden kreativ interpretiert. Das fehlt mir heutzutage etwas. In neuen Kämpfen fühlt es sich meistens danach an, dass der gewinnt, der die krassere Fähigkeit hat, nicht der, der sie am smartesten nutzt.

Ein ganz großes Highlight ist für mich jetzt schon Mister 3. Ich sehe David Dastmalchian in Filmen und Serien echt gerne und seine ersten Bilder als Schurke der Baroque-Firma sind fantastisch albern (via x.com). Allgemein muss ich die Darsteller loben. Bei jedem Interview habe ich das Gefühl, sie würden die Figuren lieben. Besonders beeindruckend ist auch Taz Skylar als Sanji, der sich einem harten Training unterzog.

Auch das ist ein wichtiger Faktor für die Kämpfe. Neben der Kamera und Choreografie müssen auch die Schauspieler die Situation verkörpern können. An eine solche Live-Action-Adaption muss man mit Spaß und ein wenig Quatsch herangehen und nicht mit purem Realismus.

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Ich freue mich riesig auf die 2. Staffel von One Piece, denn ich weiß jetzt schon, dass ich wieder das Gefühl haben werde, als Kind nach der Schule RTL2 einzuschalten, um mir das neueste Abenteuer der Strohhüte anzuschauen. MeinMMO-Autorin Sophia freut sich besonders auf die Bösewichte: Ich warte seit zwei Jahren auf die neue Staffel von One Piece und kann mich an den neuen Bösewichten nicht satt sehen

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