MeinMMO-Redakteur Dariusz spielt seit Monaten jeden Tag Overwatch und muss gestehen: Er hat richtig Spaß und das liegt an drei Punkten.
Im Jahr 2025 habe ich nach langer Pause mal wieder Overwatch gespielt und einige Neuerungen getestet, die in den vorherigen Seasons ins Spiel kamen. Seither spiele ich fast jeden Tag Overwatch 2. Der Hero-Shooter hat es sogar innerhalb von knapp 4-5 Monaten geschafft, auf Steam mein meistgespieltes Spiel des Jahres zu werden, knapp vor Rainbow Six: Siege, Battlefield 6 und Borderlands.
Inzwischen habe ich laut Steam rund 350 Stunden in Overwatch 2 und die stammen fast alle aus dem vergangenen Jahr, denn als ich das letzte Mal aktiv OW2 gespielt habe, war es noch nicht auf Steam. Zuvor kamen da also nur vereinzelte Stunden zusammen, die ich aus beruflicher Neugier sammelte.
In den vergangenen Monaten gab es natürlich auch Momente, in denen ich mal gefrustet vom Spiel oder meinen Mitspielern war, aber ich muss trotzdem gestehen: Ich hatte noch nie so viel Spaß in Overwatch wie jetzt. Und das liegt vor allem an 3 Änderungen.
Autoplay
1. Das Comeback des Jahres
Der Hauptgrund, warum mir Overwatch aktuell so viel Spaß macht, ist die Rückkehr von 6v6. Der Modus kam zunächst temporär zurück, doch aufgrund der hohen Beliebtheit blieb er im Spiel und soll zukünftig gegebenenfalls wieder mehr Liebe von Blizzard bekommen.
Aktuell gibt es 6v6-Competitive und Open-Queue, falls ihr keine Lust auf Ranked habt. Mir fehlt nur noch eine geschlossene Rollen-Queue, weil es nervt, wenn unsere 4 Randoms alle DPS spielen.
Insgesamt ist 6v6 aber das, was mir an Overwatch 2 gefehlt hat. Im 5v5 kam es mir immer vor, als sei die Rolle des Tanks zu spielentscheidend. Erwischt man einen schlechten Tank, ist das Match oftmals so gut wie verloren. Ist der Tank richtig stark, kann man die Gegner teilweise überrollen. Im 6v6 mit zwei Tanks wirst du nicht direkt überfahren, wenn ein Tank mal einen Fehler macht.
Es gibt im 6v6 einfach eine andere Spieldynamik.
Unabhängig von mir ist das aber ein wirklich starkes Comeback, weil es weiterhin die Möglichkeit gibt, 5v5 zu spielen, wenn einem das besser gefällt. Den Spielern wurde nichts weggenommen, sie haben einfach mehr Optionen.
2. Eine starke Neuerung
Mit Season 15 kamen 2025 die sogenannten Hero-Perks ins Spiel. Jeder Held kann seither im Laufe eines Matches einen von zwei Minor- und später einen von zwei Major-Perks wählen. Diese Perks verbessern die verschiedenen Fähigkeiten der Helden.
Ich spiele beispielsweise meistens Ana. Sie hat die folgenden 4 Perks zur Auswahl:
Minor:
Benommen: Vom Betäubungspfeil getroffene Gegner werden nach dem Aufwachen 2 Sekunden lang verlangsamt und erleiden über diesen Zeitraum 50 Schaden.
Temposerum: Nanoboost erhöht die Bewegungsgeschwindigkeit von Ana und ihrem Ziel um 40 %
Major:
Biotischer Abpraller: Biotische Granate prallt nach der Explosion ab und explodiert ein weiteres Mal für 60 Schaden und Heilung
Kopfgeldjägerin: Biotisches Gewehr kann Gegner kritisch treffen.
Diese Perks bringen nicht nur Abwechslung ins Spiel. Sie sind auch wirklich stark. Ich hab Overwatch 2 irgendwann aufgehört, als Ana immer und immer wieder generft wurde, weil mich das genervt hat. Mit den Perks macht Ana mir aber wieder so viel Spaß, dass mir die Nerfs der Vergangenheit egal sind.
Auch andere Helden haben starke Perks. Baptiste hat ein Schultergeschütz, das beim Einsatz von Fähigkeiten automatisch Verbündete heilt. Sojourns Disruptionsschuss verlangsamt getroffene Gegner. Sigma kann sein Schild aufladen, indem er Hypersphären auf Gegner schmeißt. Und Kiriko kann Mitspieler heilen, indem sie Schaden mit Kunais macht.
3. Ein ganz neues Spielerlebnis
Im April 2025 bekam Overwatch dann im Rahmen von Season 16 einen ganz neuen Spielmodus, Stadium, der fast ein MOBA-artiges Prinzip hat und dieses mit dem typischen Overwatch-Gameplay und Spielmodi kombiniert.
Die einzelnen Runden in Stadium sind tendenziell kürzer, als ein normales Overwatch-Match, aber da ihr mehrere Runden mit einzelnen Kaufphasen spielt, ist das gesamte Match dann etwas länger.
Apropos Kaufphasen:
In Stadium habt ihr eine große Auswahl an Verbesserungen, die ihr zwischen den Runden kaufen könnt. Es gibt Gegenstände, die etwa euren Schaden, eure Fähigkeiten oder eure Defensive verbessern, und es gibt Kräfte, die euren Fähigkeiten einen neuen, mächtigen Effekt verleihen. Ana kann dann etwa Betäubungspfeile mit ihrem Gewehr verschießen oder Verbündeten einen abgeschwächten Nanoboost mit ihrer Granate geben.
Zugegeben, ich bin kein großer Fan von Stadium und spiele lieber das klassische 6v6, aber der Modus kam bei einem Großteil der Community wirklich gut an und ist auch in meinem Freundeskreis sehr beliebt. Blizzard hat hier etwas geschaffen, das das Spielprinzip sinnvoll erweitert und auch langjährigen Spielern etwas Neues bietet, in das sie viel Zeit stecken können.
Ein gelungenes Jahr für Overwatch
Insgesamt ist Overwatch 2 im Jahr 2025 einen sehr guten Weg gegangen und hat es geschafft, mich als Spieler zurückzugewinnen. Wenn ich aktuell nach der Arbeit ein paar Runden in einem kompetitiven Shooter reingehen will, wird es meistens Overwatch – und das wäre vor 2 Jahren kaum denkbar gewesen.
Ich habe aktuell wirklich viel Spaß mit dem Hero-Shooter und bin gespannt, wie es 2026 weitergeht. Hoffentlich kann Blizzard den Kurs beibehalten und trifft auch im neuen Jahr gute Entscheidungen.
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