Der Streamer Kevin „GTime“ Lohse erlebt momentan einen Aufschwung auf Twitch. Sein Erfolg kommt auch durch seine Mitarbeiter, die ihn bei seiner Karriere unterstützen. Die gute Bezahlung seines Cutters ruft einige Kritiker auf den Plan.
Um wen geht es? Der Twitch-Streamer GTime ist keinesfalls ein Neuling in der deutschen YouTube- und Twitch-Szene. Ganz im Gegenteil: Er startete 2014 seine Karriere auf Twitch.
Große Zahlen blieben allerdings seit längerem aus, sodass sich der Twitch-Streamer noch ein Jahr auf Twitch gab. Das war allerdings genau das, gemeinsam mit einem Content-Umschung, was er gebraucht hatte.
Wen bezahlt GTime so gut? In einem vergangenen Twitch-Stream erzählte GTime davon, wie er seinen Cutter Enno bezahlt. Enno sei für das Schneiden von Twitch-Streams in YouTube-Videos verantwortlich und würde gleichzeitig mehrere Kanäle auf verschiedenen Social-Media-Plattformen betreuen.
Dafür bekommt Enno ein Festgehalt von 4.800 Euro brutto und zusätzlich noch die Hälfte von den Einnahmen des YouTube-Kanals. Das scheint, in Anbetracht von anderen vergangenen Bezahlungsmustern von Twitch-Kollegen, sehr großzügig zu sein.
GTime begründet die Bezahlung damit, dass Enno viel Leidenschaft in seine Arbeit stecke und diese damit auch honoriert werden sollte. Für GTime sei das vollkommen in Ordnung, wenn er keine großen Gewinne aus seinen YouTube-Kanälen ziehen würde, schließlich verdiene er mehr als genug mit Twitch.
Doch nicht alle schienen diesen Gedankengang nachvollziehen zu können.
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„In was für einer Welt lebt ihr eigentlich?“
Laut dem Twitch-Streamer habe es einige TikTok-Kommentare, die das Bezahlungsmodell von GTime kritisierten. Der Twitch-Streamer gTasty bezeichnete es sogar als „dumm“ (Quelle: Twitch). Die Kritik wies GTime allerdings zurück:
In was für einer Welt lebt ihr eigentlich? Also was für ein beschissener Chef und Mensch bist du, wenn du zwischenmenschlich einen Menschen als Ressource siehst und sagst, jeder ist austauschbar.
Weiter führt GTime aus, dass bei der Thematik rund um Papalatte der Twitch-Streamer scharf kritisiert wurde, hier würden aber anscheinend andere Maßstäbe angewandt.
Zur Erinnerung: Papaplatte geriet damals in einen Shitstorm als er seinen ehemaligen Cutter mit Vorwürfen an die Öffentlichkeit ging, nicht fair bezahlt worden zu sein. Papaplatte wollte seinem Cutter kein hohes Gehalt auszahlen, obwohl er selbst sehr viel Geld mit den geschnittenen Videos verdiente.
Papaplatte äußerte sich zu der Thematik, sah seinen Fehler schließlich ebenfalls ein und versöhnte sich mit seinem ehemaligen Cutter.
Was ist da los bei der Bezahlung der Cutter? Wie Cutter von Content Creatorn nun bezahlt werden sollen, war in der Vergangenheit immer ein großes Thema in der deutschen YouTube- und Twitch-Szene. So auch um Trymacs, der sich gemeinsam mit Max Schradin einig war, dass es eine Obergrenze für die Bezahlung von Cuttern geben müsste. Auch wenn er selbst weit über dieser Grenze verdient. Später entschuldigte er sich allerdings für diese Aussagen und sah seinen Fehler ein.
Bei der Bezahlung von Cuttern geht es häufig darum, Reactions der Twitch-Streamer zu schneiden. Die Diskussion rund um Reactions ist eine eigene und wurde in der Cutter-Thematik auch immer wieder hochgeholt. Ein YouTuber sah in der Diskussion rund um Papaplatte nämlich genau da das Problem: YouTuber sieht beim Drama um Papaplatte ein viel größeres Problem, das viele Creator echtes Geld kostet
Der Beitrag Streamer startet nach über 10 Jahren auf Twitch durch, muss sich rechtfertigen, weil er seinen Mitarbeiter zu gut bezahlt erschien zuerst auf Mein-MMO.
