Vandal Hearts: Flames of Judgment – im Klassik-Test (PS3 / 360)

Spiel:Vandal HeartsPublisher:KonamiDeveloper:Hijinx StudiosGenre:StrategieGetestet für:360, PS3Erhältlich für:360, PS3USK:12Erschienen in:4 / 2010

Für viele deutsche Spieler war Vandal Hearts (1997) auf der PSone die erste Berührung mit isometrischer Rundenstrategie. Dank seiner abwechslungsreichen Missionen, der düsteren Handlung und des im Vergleich zur Square-Konkurrenz schnelleren Spielablaufs blieb das flotte Taktik-Game vielen Zockern in guter Erinnerung. Spielerisch orientiert sich die in den USA entwickelte Download-Fortsetzung – die inhaltlich ein Prequel darstellt – am ersten Vandal Hearts und verzichtet auf die komplexen Simultan-Züge der Fortsetzung. Geändert wurde die Charakterentwicklung: Anstatt klassisch aufzuleveln, verbessern sich Eure Fähigkeiten je nach Einsatz – ein System, das Kennern aus der SaGa-Serie vertraut ist.

Der Schwierigkeitsgrad ist niedrig ausgefallen, die meisten Gegner haben Euren ­Attacken nicht viel entgegenzusetzen. Durch die automatischen Konter kann es sogar passieren, dass die nicht allzu cleveren CPU-Widersacher in ihrer eigenen Runde ins Verderben laufen. Ärgerlich, wenn dadurch ein Kampf beendet wird und Ihr vorher noch ein paar Kisten öffnen wolltet. Grafisch ist das neue Flames of Judgment durchschnittlich: Die isometrischen ­Szenarien sind zeitgemäß hoch aufgelöst, Farbwahl und Detailgrad sorgen aber kaum für Euphorie. Besonders hässlich gerieten die Charakterdesigns, die an eine billige amerikanische Samstagmorgen-Serie erinnern – da hätte man sich lieber am nüchternen Stil des Originals orientiert. Vandal Hearts: Flames of Judgment ist trotz Entwicklerwechsel eine ordentliche Fortsetzung des PSone-Titels geworden. Wem Vollpreistitel wie Disgaea und Konsorten zu albern und zu komplex sind, der könnte hier an der richtigen Adresse sein.

Die Vorgeschichte der PSone-Rundentaktik mit anfängerfreundlichem Schwierigkeitsgrad.

Singleplayer70MultiplayerGrafikSound

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