„Du musst die Firma betrügen“ – Spiele-Entwickler erklärt, wie man die irrsten Spiele erschafft

Abgedrehte Spiele brauchen manchmal abgedrehte Methoden. Die eigene Firma zu hintergehen kann dabei eine Strategie sein.

Dass aus einer Idee für ein Videospiel auch tatsächlich mal ein fertiges Spiel wird, ist gar nicht so wahrscheinlich. Immerhin gibt es eine Menge Hürden, die genommen werden müssen. Vor allem die Finanzierung kann schwierig sein – mehr noch, wenn das Spiel eher eine kleine Nische ansprechen wird. Doch der Macher einiger der abgedrehtesten und düstersten Spiele überhaupt, kennt da einen Trick:

Man muss die eigene Firma einfach hintergehen.

Wer hat das gesagt? Die Rede ist von Kazutaka Kodaka, einem japanischen Manga-Autor und Videospiel-Entwickler, der vor allem für seine etwas abgedrehten Werke bekannt ist. Meistens gibt es starke Kontraste in den Thematiken, wie etwa Hoffnung und Verzweiflung, die sich rasch abwechseln und mitunter auf absurde Höhen getrieben werden.

Was hat er gesagt? Kodaka hatte auf X.com zu einem „Ask me Anything“ aufgerufen und stellte sich dort allen Fragen, die nicht direkt etwas mit dem Inhalt seiner Spiele zu tun haben. Eine Person wollte wissen, wie man denn auch die „ambitioniertesten und verrücktesten Ideen“ umsetzen kann. Die Antwort von Kodaka:

Du musst die Firma betrügen.

Kreative Arbeit innerhalb eines Unternehmens zu verfolgen ist unmöglich, wenn du jemand bist, der immer genau das macht, was die Firma einem sagt. Selbst wenn es bedeutet, dass du so tun musst, als würdest du gehorchen, mach weiter mit dem, was dir gefällt. Benutze das Unternehmen. Und wenn was schief geht, ist sowieso die Person schuld, die dich angestellt hat, lol.

Das ist aber auch nicht der einzige „Trick“, den Kodaka benutzt hat. Denn als er Danganronpa erschaffen wollte, hagelte es Absagen, wie er selbst erklärt (automaton-media):

Damals war es wirklich schwer, für das Projekt grünes Licht zu bekommen. Es war immerhin ein Spiel über Oberschüler, die einander umbringen wollten. Da sagte das obere Management: „Das ist ein Spiel, das Mobbing befürwortet und das sich wegen schwerer Marktlage wohl nicht gut verkaufen wird.“ Egal wie oft ich es bei Meetings im Unternehmen vorgestellt habe, es wurde einfach nicht angenommen.

Nachdem das Projekt mehrere Male abgelehnt wurde, hat Kodaka einfach einen anderen Weg eingeschlagen: Er ging direkt zum Präsidenten von Spike und stellte ihm seine Idee vor. Angeblich war Kodaka so von Danganronpa überzeugt, dass er sogar bereit gewesen wäre, Spike zu verlassen, wenn das Projekt wieder abgelehnt würde. Doch es kam anders: Der Präsident nahm es locker und gab grünes Licht.

Das hat sich offenbar gelohnt – Danganronpa: Trigger Happy Havoc gibt es auch auf Steam und steht da aktuell (06.02.2026, 11:40 Uhr) bei „Äußerst Positiv“, mit satten 95 % bei über 30.000 Rezensionen.

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Für welche Spiele ist Kodaka verantwortlich? Kazutaka Kodaka steckt hinter den Spielen The Hundred Line: Last Defense Acadely und der Danganronpa-Reihe. Gerade letzteres dürften Anime-Fans auch kennen, da es einige Serien-Umsetzungen gibt. Im Spiel geht es um Oberschüler, die versuchen, sich gegenseitig umzubringen und dabei das „perfekte Verbrechen“ zu begehen – nur wenn sie auffliegen, endet das selbst mit ihrem Tod. Die verschiedenen Danganronpa-Teile sind abgedreht, haben aber oft auch düstere Thematiken, die oft von Gegensätzen handeln.
Das Spiel The Hundred Line haben wir euch hier einmal vorgestellt.

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