Das Jahr 2026 hat gerade angefangen, schon hat Japan den besten Manga dieses Jahres gekürt. Die Leser sind sich sicher, dass dieser Manga eine besondere Story hat und für den Rest des Jahres einen großen Hype erleben wird.
Was ist das für ein Manga? Der Manga, der beim japanischen Publikum am besten ankam, heißt Stepmother’s Guide. Und nein, es ist wirklich nicht so, wie ihr denkt. Bei dem Manga handelt es sich nicht um eine perverse Fantasie wie beispielsweise eine fangemachte Version von Solo Leveling, sondern um eine emotionale Geschichte zwischen einer Mutter und ihrem Kind.
Die Protagonistin der Geschichte ist Victoria. Sie ist die Tochter eines verarmten Barons und heiratet einen reichen Herzog, um ihre Familie finanziell zu retten. Der als eiskalt geltende Herzog kommt allerdings mit seinem kleinen Sohn namens Fini in die Ehe, was Victoria zu seiner Stiefmutter macht.
Das Besondere: Kurz nach der Hochzeit erinnert sich Victoria an ihr früheres Leben, das in unserer modernen Welt stattfand. Sie realisiert plötzlich, dass sie sich in einem Web-Manga befindet, den sie früher gelesen hat. Das Problem: Viktoria ist in der Originalgeschichte nicht die Heldin, sondern die böse Stiefmutter, die ihren Sohn misshandelt und traumatisiert.
Der originale Web-Manga endet damit, dass Victoria von ihrem Sohn aus Rache umgebracht wird. Um ihrem Todesurteil zu entgehen, fasst sie den Entschluss, sich besser um ihren Stiefsohn Fini zu kümmern. Er ist eigentlich ein liebevolles Kind und wird von ihr als kleiner Engel angesehen.
Autoplay
Böse Stiefmutter wird zur liebevollen Mutti
Warum gilt er als besonders vielversprechend? Der Manga wird von den Fans vor allem deshalb so gefeiert, weil er unbeabsichtigte Komik beinhaltet. Viktoria versucht oft, streng und elegant zu wirken, scheitert aber daran, dass sie innerlich so ausflippt, weil Fini so süß ist.
Auch die emotionale Mutter-Kind-Beziehung sorgt für ein schönes Gefühl bei den Fans: Der kleine Fini blüht langsam auf, lacht wieder und fasst Vertrauen in seine Stiefmutter. Das bemerkt auch der emotional kalte Herzog. Er sieht, wie liebevoll Viktoria mit seinem Sohn umgeht. Aus der Zweckehe wird langsam echte Liebe.
Entgegen der Erwartungen bei solch einem Titel und des Isekai-Genres gibt es also gar keine Ecchi-Momente. Wer ein schönes und emotionales Erlebnis sucht, der wird hier eine wunderbare Geschichte finden – zumindest, wenn es nach den Fans in Japan geht.
Auf X könnt ihr ein Bild des Mangas sehen:
Wie wurde der beste Manga 2026 gekürt? Der Preis wird von Comic C’moa verliehen. Dabei handelt es sich um eine der größten E-Book- und Manga-Plattformen Japans. Bei dem Wettbewerb wurden über 3 Millionen Stimmen von Lesern abgegeben, was zeigt, dass der Wettbewerb eine große Reichweite unter Manga-Fans hat.
Der Preis gilt als Trendbarometer und zeichnet Werke aus, von denen erwartet wird, dass sie im kommenden Jahr den großen Durchbruch schaffen. Hier werden wirklich nur Neueinsteiger berücksichtigt, die maximal 5 Bände zum Zeitpunkt der Nominierung haben. Der Sieger schafft es oft, seine Verkaufszahlen zu steigern und zum Anime adaptiert zu werden.
Im vergangenen Jahr wurde zudem der beste Anime in Japan gekürt. Hier landete ein Liebling der westlichen Fans nicht einmal in den Top 3. Stattdessen wurde ein Anime zum Sieger erklärt, in dem ein Oberschüler zum Helden vieler Mädchen wird: Japan kürt den besten Anime, der Liebling der deutschen Fans landet nicht einmal in der Top 3
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