Nutzer baut „Steam Machine“ für rund 150 US-Dollar: Die Konsole schafft immerhin 60 FPS in Full-HD

Ein YouTuber baut eine Steam Machine aus einem alten Mining-Mainboard. Die Leistung ist erstaunlich gut, dennoch gibt es einige Hürden, die der YouTuber bewältigen muss. Das liegt vor allem an der sehr spezifischen Mining-Hardware.

Der YouTube-Kanal ETA Prime hat in einem Video eine „Steam Machine“ aus einem sogenannten Mining Blade gebaut. Bei einem Mining Blade (oder Hash Blade) handelt es sich um eine spezialisierte Komponente, die für das Krypto-Mining entwickelt wurde. Ein anderer YouTuber wollte ebenfalls die Steam Machine nachbauen, scheiterte aber am hohen Preis.

Was genau hat der YouTuber genutzt? ETA Prime setzt bei seinem Nachbau auf ein ASRock BC-250. Das ist ein spezielles Modul, welches aus einem teildefekten PS5-Chip besteht. Die defekten Chips wurden in solchen Mining-Geräten dann weiter eingesetzt. Im Gegensatz zum voll funktionsfähigen PS5-Chip ist die teildefekte Variante etwa 25 % langsamer.

ETA Prime erklärte in seinem Video, dass man „ASRock BC-250-Boards“ überall auf eBay zu Preisen zwischen 100 und 120 US-Dollar kaufen könne. Eine aktuelle Stichprobe zeigt uns, dass die Preise heute tendenziell etwas höher liegen. Heute zahlt ihr eher 150 bis 200 US-Dollar, wenn man sich Preise etwa auf eBay anschaut und die Versandkosten ausklammert.

Cyberpunk 2077 mit 60 FPS in mittleren Details auf Full-HD

Wie flott ist das Gerät?

Left 4 Dead 2 bei maximalen Einstellungen mit 150 FPS in Full-HD

Spider-Man 2 lief mit etwa 60 FPS in Full-HD und mittleren Einstellungen mit FSR auf „Balanced“,

The Witcher 3 lief mit etwa 75 FPS in Full-HD und hohen Einstellungen

Forza Horizon 5 lief mit etwa 80 FPS in Full-HD und mittleren Einstellungen.

Cyberpunk 2077 erreichte ebenfalls durchschnittlich fast 60 FPS in Full-HD und mittleren Einstellungen.

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Kann man das nachbauen? Grundsätzlich könnt ihr ein Asrock BC-250 problemlos gebraucht im Handel über eBay oder andere Plattformen kaufen und an einen Monitor anschließen. Dennoch gibt es einige Hürden, bevor ihr das Gerät selbst als richtigen Gaming-PC einsetzen könnt:

Die Grafiktreiber funktionieren bisher nur unter Linux, Windows wird nicht unterstützt.

Ihr benötigt sowohl ein spezielles Gehäuse als auch eine individuelle Kühlung, da das Kryptomining-Modul nicht mit herkömmlicher Hardware läuft.

Einige Nutzer, etwa auf Reddit, kritisieren zum Teil den hohen Stromverbrauch im Leerlauf und den sehr langsamen M.2-Slot.

Ihr benötigt ein spezielles BIOS, damit ihr die Mining-Karte überhaupt als Gaming-System einsetzen könnt.

ETA Prime musste das BIOS selbst auf eine benutzerdefinierte Version aktualisieren, damit es als Gaming-Rechner funktioniert.

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Die Steam Machine soll schneller sein als 70 % aller Gaming-PCs auf Steam. Das erklärt zumindest ein Entwickler von Valve in einem Interview. Bei der Entwicklung der Steam Machine habe man vor allem auf Performance und Preis geschaut und was die meisten Spieler wirklich interessiert: Valve sagt: Die Steam Machine bietet Leistung, welche den meisten Gaming-PCs entspricht oder diese sogar übertrifft

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