In knapp einem Monat erscheint Pokémon Pokopia. Die neue Lebenssimulation wird gerne mit Palworld verglichen, doch für MeinMMO-Redakteur Nikolas Hernes kann es nur einen Sieger geben.
Am 5. März 2026 erscheint mit Pokémon Pokopia ein neues Spin-off, das sich selbst als Lebenssimulation bezeichnet. Der Fokus soll auf dem Craften und Bauen liegen, für das ihr als Menschen-Ditto die Fähigkeiten verschiedener Pokémon nutzt.
Damit erinnert es an den Bauaspekt in Palworld, das im September 2025 ein eigenes Cozy-Game angekündigt hat. Aber schon in Palworld selbst nutzt man die Fähigkeiten der verschiedenen Pals, um Gebäude zu errichten oder Ressourcen zu sammeln.
Warum sollte ich also Pokémon Pokopia spielen, wenn es weniger Mechaniken und Elemente (immerhin fehlen Kämpfe und Waffen) hat? So eine Frage habe ich mir ehrlicherweise gar nicht gestellt, denn Pokémon Pokopia hat ein Element, das Palworld nicht schlagen kann, egal wie viel besser das Spiel auf dem Papier sein soll: Nostalgie.
Autoplay
Hinter Nostalgie steckt mehr als nur Tradition
Nostalgie klingt nicht gerade wie ein plausibles Argument, aber sie ist wichtiger, als man denkt. In Pokémon Pokopia und Palworld sind die Monster die Stars. Klar, ich baue Gebäude, crafte und sammle Ressourcen, aber das tue ich mit den Begleitern.
Ich interagiere mit ihnen und sie interagieren mit der Spielwelt. Pokopia scheint auf einen Loop zu setzen, der nicht nur einen spielerischen Flow erzeugt, sondern auch einen organischen in der Welt. Dabei ist es wichtig, dass man davon tangiert wird.
Schon in den Pokopia-Trailern (via YouTube) drückt Nintendo stark auf die Nostalgie-Drüse. Viele Pokémon der 1. Generation sind zu sehen und man hört Remixe bekannter Tracks. Wie man bereits im oberen Trailer sehen kann, erschafft man mit den Pokémon sogar Routen, durch die man als Trainer vor Jahrzehnten gelaufen wäre.
Die Welt, die man schon als Kind geliebt hat, wird neu kontextualisiert, und die Pokémon zeigen nicht nur ihre Fähigkeiten, sondern eigene Persönlichkeiten. Das allein kann die Spielmechaniken schon besser machen, weil eine andere Atmosphäre entsteht. Wenn ich mich in der Spielwelt gut fühle, fühlt sich auch das Gameplay besser an.
Spielerisch mag ich Palworld, aber es ist trotzdem ein anderes Gefühl, sich in der Pokémon-Welt aufzuhalten, die Geräusche der Pokémon und ihre Animationen zu sehen. Seit fast 30 Jahren gibt es neue Spin-offs, Haupttitel und Merchandise, weil die Welt für Fans (mich eingeschlossen) mehr als nur eine Spielwelt ist.
Man könnte frech argumentieren: Pokémon hatte nur Glück, weil sie zuerst da waren. Doch Nostalgie entsteht nicht einfach nur, weil etwas alt ist. Pokémon hat eine große Stärke, die kein anderes Franchise wohl je erreichen wird.
Die Pokémon selbst können nicht geschlagen werden
Egal, wie gut oder schlecht Pokopia spielmechanisch sein wird: Die Pokémon kann Palworld nicht besiegen. Die Pals sehen teilweise zwar gut aus, doch meist wirken sie wie eine Fusion aus diversen Monstern. Sie wirken inkonsistent. Pals sind Nutztiere, keine Begleiter. Bei Pokémon ist das anders:
Ken Sugimori (Charakterdesigner von Pokémon) erschuf direkt zu Beginn der Reihe Monster, die liebenswürdig aussahen, aber auch organisch zur Welt passten Man erkennt, welchen Typ sie haben und was sie können, wodurch sie im Gedächtnis bleiben.
Pokémon sind nicht einfach nur Werkzeuge, sie geben der Welt Kontext, sind relevant für die Geschichte und strahlen Persönlichkeit aus.
Diese 2 Aspekte sorgen dafür, dass die Nostalgie so stark ist, und genau darauf scheint sich auch Pokopia zu stürzen. Pokémon haben nicht nur Rollen für das Crafting, sondern auch ihre Habitate ergeben Sinn. Pokopia muss keine logische Welt erzeugen, weil Pokémon das schon seit 30 Jahren macht. Ich weiß, wie sich Pokémon verhalten, und ich freue mich jetzt schon, mit den verschiedenen Monstern eine eigene Stadt zu bauen.
Palworld kann gegen die Nostalgie von Pokémon nicht gewinnen. Schon in den ersten Bildern von Pokopia fühle ich mich wohler, als ich es in Palworld jemals getan habe. Pokémon Pokopia bezeichnet sich selbst als entspannende Lebenssimulation, und genau das muss alles am Spiel ausstrahlen. Hinter der Vorgeschichte zu Pokopia könnte sich aber auch ein düsteres Geheimnis verstecken: Pokémon Pokopia hat ein neues Geister-Pikachu, doch für die Trainer verheißt es nichts Gutes
Der Beitrag Palworld vs Pokémon Pokopia: Für mich gibt es einen klaren Sieger aus einem simplen Grund erschien zuerst auf Mein-MMO.
