Thief VR: Legacy of Shadow – im Test (PS VR2)

Seite 1

Spiel:Thief VR: Legacy of ShadowPublisher:Vertigo GamesDeveloper:Maze TheoryGenre:Action-AdventureGetestet für:PS VR2, PS5Erhältlich für:PS VR2, PS5USK:16Erschienen in:1 / 2026

Das Thief-Reboot von 2014 hinterließ gemischte Reaktionen und führte dazu, dass die ­Marke mehr als eine Dekade ruhte. Mit Legacy of Shadow aus der ­Feder von Maze Theory (Doctor Who: The Edge of Time, ­Infinite Inside) geht die Reihe nun aber in VR weiter. Chronologisch nach den Ereignissen von Thief: ­Deadly ­Shadows und vor besagtem Reboot verortet, heißt es diesmal Vorhang auf für die junge Meisterdiebin Magpie. Von ihrer Mentorin hat sie den Auftrag, in sieben Hauptmissionen verschiedene Artefakte aus dem Besitz des tyrannischen Baron Northcrest zu stehlen. Nur so lässt sich verhindern, dass dieser ein gefährliches Ritual durchführt, das ihm noch mehr Macht verleihen würde. Auch der ehemalige Protagonist Garrett ist wieder mit von der Partie – allerdings als Geist, der einem mechanischen Auge innewohnt und Euch ermöglicht, wichtige Objekte durch Wände zu sehen.

Wie Ihr Eure Ziele erreicht, ist Euch überlassen: Genre-Kenner bleiben im Schatten, löschen Lichtquellen mit Wasserpfeilen, ziehen sich mit Seilpfeilen an höher gelegene Orte und lenken Wachen geschickt ab, indem sie sie mit geworfenen Objekten auf eine falsche Fährte locken. Wer ­möchte, kann Gegner auch durch Geräusche, Pfiffe und sogar Sprechen ins Mikrofon auf sich aufmerksam machen, sie in Nahkämpfe verwickeln und dann K.o. schlagen. Oder sie mit gezielten Pfeilschüssen für immer zum Schweigen bringen, was sich negativ auf die Missionsstatistik auswirkt. Das Leveldesign ist gelungen und gespickt mit unterschiedlichen Routen, jeder Auftrag bietet mehrere Nebenziele und wenn Ihr viel Diebesgut sammelt, winken praktische Helden-Upgrades.

Meinung

Sönke Siemens meint: Thief VR hat nicht die spielerische Komplexität und narrative Tiefe seiner Urahnen, unterhält durch gelungenes Leveldesign aber trotzdem über weite Strecken. Obwohl die Story oft Nebensache bleibt, entwickelt sich ein schöner Flow und die Immersion ist dank guter Steuerung und cooler VR-Ideen erfreulich hoch. Dass das Upgrade-System an die Menge der gefundenen Schätze gekoppelt ist, motiviert einen, die Levels bis in den letzten Winkel abzusuchen. Die KI-Cleverness lässt hingegen oft zu wünschen übrig. Dazu kommen zu wenig Variation im Gegnerdesign, späteres Level-Recycling sowie kleinere Logikfehler und Bugs.

Wertung

VR-Check: Zwar wird keine Fortbewegung durch Teleportation unterstützt, dafür dürft Ihr das Drehen und die Vignette konfigurieren, sowohl stehend als auch sitzend spielen und die Körperhöhe anpassen.

Unterhaltsames Schleich-Abenteuer mit verwinkelten Szenarien und motivierenden Nebenzielen.

Singleplayer77MultiplayerGrafikSound

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *