Zum 30-jährigen Jubiläum von Diablo hat Blizzard haufenweise Neuerungen angekündigt, und das nicht nur für Diablo 4, sondern auch für Diablo Immortal und Diablo 2: Resurrected. Das vermeintliche Highlight: eine neue Klasse, direkt für alle drei Spiele. Aber gerade Diablo 2 hat noch etwas viel Wichtigeres bekommen.
Nach dem Leak haben viele Spieler vermutet, dass der Warlock die neue Klasse für Diablo 4 wird, und nun hat sich das Gerücht bestätigt: Nachdem aus dem Nichts der Paladin in das Action-RPG gekommen ist, bekommt Diablo 4 mit Lord of Hatred den Warlock als zweite Klasse.
Allzu viel ist noch nicht bekannt, außer dass der Hexenmeister mit den Kräften der Hölle spielt und einen krassen Gegensatz zum Paladin darstellt. Damit hat Diablo 4 bald zwei Klassen für jeden „Main Stat“ im Spiel. Wichtiger noch ist aber, dass der Warlock in drei Ausführungen kommt.
Denn sowohl Diablo Immortal als auch Diablo 2: Resurrected bekommen die Klasse ebenfalls, letztere sogar schon jetzt direkt, am 12. Februar, als Shadow Drop, zusammen mit der Erweiterung „Reign of the Warlock.“
Genau in dieser Erweiterung, die fast 26 Jahre nach dem ursprünglichen Release von Diablo 2 erscheint, stecken Änderungen, die selbst den Warlock in den Schatten (gibt es Schatten in der Hölle?) stellen.
Autoplay
Dutzende Charaktere mussten eure Items in Diablo 2 bunkern, damit ist jetzt Schluss
Mit Reign of the Warlock gibt es in Diablo 2: Resurrected zum ersten Mal seit Release von Diablo 2 die offizielle Möglichkeit, Items in der Beutetruhe zu stapeln. Bisher haben nur Mods diese Funktion erlaubt.
Blizzard erweitert die Funktion der Beutetruhe, um Dinge wie Edelsteine, Verbrauchsgegenstände und Runen stapelweise zu lagern – und es gibt sogar eigene Fächer für diese Items. Das kommt einer riesigen Erweiterung des notorisch zu kleinen Inventars gleich.
Um euch die Reichweite dieser Änderung zu verbildlichen: Diablo-Spieler mussten bisher dutzende Charaktere erstellen, die keine andere Aufgabe hatten, als das Zeug des Haupt-Helden zu tragen. Diese „Packesel“-Charaktere haben nur Items in ihrem Inventar und ihrer Truhe gelagert. Sonst nichts.
Neben der offensichtlichen Notwendigkeit, immer wieder neue Charaktere als weitere Bank zu erstellen, hat die ganze Methode natürlich auch Zeit gefressen, denn ständig musste man hin- und herloggen. In Online-Spielen brauchte man sogar einen zweiten Spieler zum Handeln oder musste sein Zeug irgendwo in der Welt bunkern und hoffen, dass es bis zum Eintreffen des Mains nicht geklaut wurde.
Ein neues Endgame und haufenweise Verbesserungen
Blizzard arbeitet ständig an Diablo 2, wenn auch deutlich langsamer als etwa an Diablo 4. So kamen zuletzt 2023 neue Runenwörter ins Spiel, nachdem einige Mechaniken des Spiels zuvor angepasst worden sind.
Jetzt setzen die Entwickler aber noch eins drauf. Diablo 2 bekommt nicht nur die verbesserte Stash, sondern einige Qualitäts-Verbesserungen, etwa:
einen Beute-Filter, der der Reihe schon immer gefehlt hat
eine Art „Loot-Tagebuch“, mit dem ihr verfolgen könnt, welche Items ihr gefunden habt und wo sie gefallen sind
Die größte Änderung jedoch findet im Endgame statt. Die bereits 2022 eingeführten Terrorzonen werden noch gefährlicher: Auf dem Schwierigkeitsgrad „Hölle“ tauchen neue Feinde auf, die euch jagen.
Dabei werden diese „Herolde des Schreckens“ jedes Mal, wenn sie erscheinen, stärker – was ähnlich klingt wie das berühmte Nemesis-System aus Shadow of Mordor. Besiegt ihr die Gegner, erhaltet ihr Statuen, die ihr im horadrischen Würfel zusammensetzen könnt, um einen neuen (und noch härteren) Bosskampf zu bestreiten.
Wenn ihr auf den Warlock für Diablo 4 wartet, werdet ihr euch hier noch etwas gedulden müssen. Infos zur neuen Klasse sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen und spielen werdet ihr ihn erst mit dem Release von Lord of Hatred können. Infos dazu findet ihr hier: Diablo 4: Lord of Hatred – Alle wichtigen Infos zu Release, Preis, Trailer und Inhalt
Der Beitrag Vergesst die neue Klasse – Ein unscheinbares Feature ist nach 26 Jahren das wahre Highlight in Diablo 2 erschien zuerst auf Mein-MMO.
