Das beste Diablo schafft es mit einem Shadowdrop, dass ich nach 4 Jahren Pause sofort den Download starte

Blizzard bringt mit einem überraschenden Shadowdrop für Diablo 2: Resurrected alle aktuellen Pläne von MeinMMO-Redakteur Karsten Scholz durcheinander. Sanktuario ruft. Alles andere muss warten.

Eigentlich level ich derzeit ja meinen Allianz-Schurken auf dem Sauercrowd-Server von WoW Classic Hardcore. Am Wochenende bin ich Stufe 40 geworden, bislang noch ohne Geistheilerbesuch. Danach war es eigentlich fest eingeplant, dass ich mir Project: Gorgon anschaue – das ist ein Indie-MMORPG, das unfassbar gute Rezensionen einsackt und zunehmend mehr Spieler auf die Server lockt.

Beides muss jetzt warten. Blizzard hat für Diablo 2: Resurrected aus dem Nichts eine neue Klasse angekündigt und sofort veröffentlicht: den Hexenmeister. Das alleine hätte für mich als Grund schon gereicht, um den aus meiner Sicht besten Diablo-Teil nach knapp 4 Jahren Pause ein weiteres Mal herunterzuladen.

Hier seht ihr Gameplay der neuen Hexenmeister-Klasse:

25 Jahre Wartezeit sind vorbei

Es ist nämlich fast 25 Jahre her, dass Blizzard Diablo 2 eine neue Klasse spendiert hat. Seinerzeit ergänzten Assassine und Druide mit der Erweiterung Lord of Destruction das Angebot des Basisspiels aus Amazone, Barbar, Totenbeschwörer, Paladin und Zauberin.

Als 2021 dann mit Diablo 2: Resurrected die tolle Modernisierung des Hack&Slay-Klassikers live ging, gab es zwar wichtige Neuerungen für die angestaubte Technik und den Komfort, doch „mussten“ sich die Fans mit den altbekannten Klassen durch die 4K-Version von Sanktuario spielen.

Es macht auch nach Jahren noch Spaß, sich als Javazon, Hammerdin, Poison-Necro oder Iceorb-Sorc durch die Höllenhorden zu schnetzeln, doch hätte die bis heute sehr beliebte Version von Diablo mehr Nachschub an frischen Inhalten – allen voran eine neue Klasse – mehr als verdient gehabt.

Jetzt haben die Entwickler diesen Wunsch endlich erfüllt. Besser spät als nie. Und dann auch noch durch einen überraschenden Shadowdrop.

Bei den Urahnen gibt es eine neue Herausforderung.

Die Beutetruhe wurde überarbeitet.

Es gibt natürlich auch neuen Loot.

Der Hexenmeister beschwört Dämonen.

Was ist neu in Diablo 2: Resurrected?

Die neue Klasse setzt im Krieg gegen die Hölle auf das bewährte Mittel, Feuer mit Feuer zu bekämpfen. Oder anders formuliert: Dämonen auf Dämonen zu hetzen und die Horden von Diablo mit Höllenfeuer zu torpedieren. Damit vereint er die Zauberin und den Totenbeschwörer, nur in teuflischer.

Ob das Spaß macht? Das weiß ich noch nicht. Aber nach 25 Jahren Klassen-Durststrecke will ich das unbedingt herausfinden! Die diversen anderen Neuheiten vom Hexenmeister-DLC „Reign of the Warlock“ dürften meinen nächsten D2R-Run weiter umschmeicheln:

Benutzerdefinierte Beutefilter und die neue Beutetruhe sorgen für mehr Komfort.

Das neue Chronik-System hilft dabei, die eigene Sammlung an legendärem Loot zu vervollständigen.

Die überarbeiteten Terrorzonen bieten im Endgame eine größere Herausforderung.

Mit den Uralten gibt es eine neue Herausforderung für erfahrene Spieler.

Es gibt über 30 neue Gegenstände und ein neues Runenwort.

Das einzige Detail, das mich ein wenig stört, ist der Preis. Der neue DLC für Diablo 2: Resurrected soll knapp 25 Euro kosten. Das ist aus meiner Sicht recht viel, wenn man bedenkt, dass es keinen neuen Akt in einer frischen Region gibt, sondern „nur“ eine Klasse und Detail-Ergänzungen. Das Fundament ist schließlich bereits fast 26 Jahre alt. Ich kann jeden verstehen, der sagt: das ist zu teuer.

Warum lohnt sich Diablo 2: Resurrected im Jahr 2026?

Es gibt diverse Gründe, warum Diablo 2 trotz zweier Nachfolger in Teilen der Community den Ruf genießt, der beste Teil der ikonischen Höllen-Franchise zu sein. Das Spiel aus dem Jahr 2000 war die logische Weiterentwicklung des noch etwas kruden ersten Teils.

Der Flow vom Looten und Leveln sowie die Charakterprogression fesseln bis heute. Die Atmosphäre der Welt ist – anders als in Diablo 3 – wunderbar düster und sieht dank der Resurrected-Version auch heute noch herrlich detailliert aus.

Es fehlt zudem das künstlich übergestülpte MMO-Gewand aus Diablo 4. Wer mit Freunden D2R zocken will, kann das tun. Ansonsten kämpft man sich halt alleine durch die beklemmende Welt von Sanktuario. Perfekt!

Wenn man D2R etwas vorwerfen konnte, dann war das der aus heutiger Sicht sehr zähe Start ins Abenteuer. Die Ausdauer-Mechanik bremst das Tempo. Gleiches gilt für die regelmäßig notwendigen Besuche der Stadt, um Krempel zu Gold zu machen und so das Inventar freizubekommen. Die umfassende Erweiterung der Beutetruhe sollte letzteres Ärgernis aber aus der Welt schaffen.

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Ich für meinen Teil verbringe die nächsten Wochen also in Sanktuario. Was ist mit euch? Übrigens feiert derzeit auch ein anderes Spiel von Blizzard ein überraschendes Comeback – oder hättet ihr gedacht, dass man irgendwann mal wieder positiv über Overwatch sprechen wird? Overwatch 2 läutet neue Ära ein, streicht die Zahl aus dem Namen und bringt 10 neue Helden

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