Fallout 76 wirkt durch sein postapokalyptisches Setting alles andere als einladend. Die Community gilt aber trotzdem als eine der freundlichsten überhaupt. Das geht so weit, dass ein Spieler erst nach unzähligen Stunden sein erstes enttäuschendes Erlebnis mit einem Mitspieler hatte.
Was wird über die Community gesagt? Die Community von Fallout 76 gilt als freundlich und hilfsbereit. Selbst die Entwickler hinter dem Spiel sind überrascht, wie friedlich die Leute in der Postapokalypse agieren.
Wer das MMO schon einmal ausprobiert hat, kennt das wahrscheinlich: Kaum hat man es aus der Vault geschafft, wird man mit Waffen, Medikamenten und Bauplänen für den perfekten Start im Ödland versorgt. Sicher gibt es einige Trolle mit fiesen Fallen, aber die meisten Spieler sind wirklich nett.
Überall auf der Karte sind Spendenkästen verteilt, an Bahnhöfen, direkt vor Vault 76 oder beim Wayward, einer der ersten Anlaufstellen im Spiel. Dort hinterlassen erfahrene Ödländer regelmäßig nützlichen Kram wie Munition und Waffen, um den Einstieg für andere zu erleichtern.
Aber auch in Appalachia gibt es Leute, die anderen den Tag schlichtweg vermiesen wollen. Auf genau so ein Exemplar traf ein Spieler, der eigentlich nur entspannt einkaufen wollte.
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„Eine Lore-getreue Begegnung“
Was ist dem Spieler passiert? Der Spieler „BittyGood“ war gerade dabei, die Verkaufsautomaten seiner Mitspieler abzuklappern, wie er auf Reddit berichtet. Plötzlich merkte er, dass er angegriffen wurde – allerdings nicht von den üblichen Monstern, sondern von einem anderen Spieler. Er fackelte nicht lange, schoss zurück und mähte den Spieler nieder. Dank seines extrem tankigen Ghul-Builds steckte er den Angriff locker weg.
Damit war es jedoch nicht getan, denn: Selbst als sich BittyGood entfernte, wurde er erneut von seinem Feind attackiert. BittyGood putzte ihn noch ein paar Mal weg, als er merkte, dass sein Feind mit dem „Drachen“ schoss, einem Schwarzpulvergewehr.
BittyGood stellte sein Zelt auf, sprach den Angreifer im Voice-Chat an und erklärte ihm scherzhaft, dass er mit dem Ding ja „nicht mal ein Scheunentor treffe“. Er schenkte ihm eine legendäre „Elder’s Mark“-Maschinenpistole inklusive 10.000 Schuss Munition. Die Waffe hatte BittyGood kurz vorher erst für 16.000 Kronkorken gekauft.
Aber sein Feind reagierte nicht dankbar auf die überraschende freundliche Geste, im Gegenteil. Während BittyGood ihm auch noch ein Jetpack craften wollte, knallte ihn der Spieler mit seiner neuen coolen Waffe ab. Sein trockenes Fazit auf Reddit: „Buh, ich bin einem Raider begegnet.“
Wie passt das zur Lore? Der Top-Kommentar unter dem Reddit-Post kommt von mattsag207. Er schreibt: „Eine Lore-getreue Begegnung.“ Denn die Raider in Fallout sind definitionsgemäß gnadenlos, egoistisch und gewalttätig. In Appalachia waren sie ein Bündnis aus rücksichtslosen Plünderern und Banditen, die aus verschiedenen Banden bestehen. Sie terrorisieren Überlebende und nehmen sich, was sie wollen. Der Angriff des Spielers war also hinterhältig und moralisch daneben – passte aber ironischerweise perfekt zur Lore.
Tatsächlich sind andere Spieler in Fallout 76 selten die größte Bedrohung. Wer absolut keine Lust auf Konfrontationen und PvP hat, kann in den Einstellungen einfach den „Pazifisten-Modus“ aktivieren. Stattdessen kann man sich auf die Jagd nach gefährlichen NPCs konzentrieren, auf die ein Kopfgeld ausgesetzt ist. Denn die versorgen euch sogar mit Loot und legendären Items.
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