Monster Hunter Stories 3 erscheint im März 2026. MeinMMO-Redakteur Nikolas Hernes durfte die ersten 2 Kapitel vorab spielen und war nach nur wenigen Stunden begeistert. Das Rollenspiel hat das Potenzial, eine der besten Fortsetzungen im Genre zu werden.
Ich mag Monstersammel-Spiele. Seien es Pokémon, Digimon oder mal Indies wie Coromon. Am meisten Spaß machen die Spiele natürlich, wenn man eine persönliche Beziehung zu den Monstern hat. Das hat mich schon in Monster Hunter Stories 1 gecatcht. Die Kreaturen als Partner einzusetzen, die mir stundenlang in der Hauptreihe die Jagd schwer gemacht haben, ist ein tolles Gefühl.
Deshalb habe ich mit Vorfreude Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection gestartet, um die ersten 2 Kapitel als Preview zu spielen: Obwohl ich eine positive Erwartung gehabt habe, wurde ich trotzdem überrascht. Das Spiel ist nicht einfach nur ein neuer Teil der Stories-Reihe, schon in den ersten Gebieten zeigt sich: Es könnte eines der besten Monster-Hunter-Spiele werden.
Autoplay
Eine Fusion aus Pokémon und Monster Hunter
Was ist Monster Hunter Stories 3 überhaupt? Im Kern ist das Spiel ein Monstersammel-RPG. Wie in Pokémon oder den Digimon-Spielen schnappt ihr euch Monster (bzw. deren Eier aus ihrem Nest) und baut euch so ein Team. Anders als bei den meisten dieser Spiele kämpft ihr aber selbst mit. Dafür habt ihr Rüstungen und Waffen, die Fans aus der Monster-Hunter-Reihe kennen.
Hinzu kommen etwas Story, eine in größere Gebiete unterteilte Welt und reichlich Nebenzeugs. Ich konnte die ersten 2 Gebiete für diese Preview spielen und habe circa 17 Stunden im Spiel verbracht, durch Nebenaufgaben und kleinere Grind-Sessions.
Schon in der vergleichsweise kurzen Zeit hat Stories 3 alles verbessert, was man im Vorgänger hatte.
Fangen wir aber mit der Story an. Der Fokus liegt auf den Ländern Azuria und Vermeil, die sich kurz vor einem Krieg befinden. Als Kind des Königs von Azuria ist man ein Rider. Zusammen mit einem Rathalos und anderen Monstern erledigt man Missionen, forscht und erkundet.
Dabei ist man nicht allein, die Rider bestehen aus einer ganzen Gruppe, die aus Charakteren mit verschiedenen Designs und Persönlichkeiten besteht.
Im Vergleich zu den Vorgängern ist die Geschichte erwachsener. Das sieht man nicht nur an den Charakter-Proportionen, die nicht mehr an Chibis erinnern, sondern auch am Fokus der Geschichte. Der ist deutlich stärker, als man es von Monster Hunter gewohnt ist, aber auch deutlich spannender.
Schon am Anfang war ich gecatcht und die Nebengeschichten, die sich auf die anderen Mitglieder fokussieren, sind ein guter Punkt fürs Worldbuilding. Die Welt selbst wirkt in den ersten 2 Kapiteln auch schon größer und ein neues Feature macht sie verdammt spaßig.
Nur 2 Gebiete zeigen bereits: Die Erkundung wird verdammt spaßig
Man konnte schon in den beiden Vorgängern auf den Monstern reiten, doch in Stories 3 hat man es flüssiger gestaltet. Im Sprung oder Fall könnt ihr etwa euer Rathalos rufen und gleiten, seht ihr aber ein Item im Wasser, könnt ihr schnell auf ein Wasser-Monster wechseln, um dort zu schwimmen.
Es gibt keine Ladezeiten und die Erkundung wird dadurch spaßiger. Monster haben verschiedene Einsatzgebiete, weshalb nicht nur die Kampffähigkeiten wichtig für das Teambuilding sind. So lohnen sich auch Monster, die man vielleicht nicht im Kampf einsetzt, dafür aber für die Welt braucht.
In der Welt könnt ihr wie gewohnt gegen Monster antreten oder Eier aus Monsterbauten erbeuten, die euren Stall mit neuen Monstern füllen. Diesmal sind sie aber nicht nur als Teammitglied oder für die Vererbung von Fähigkeiten nützlich. Ein neues Feature lässt euch die Welt noch anders beeinflussen.
Mit der Habitat-Restauration könnt ihr bedrohte Spezies wiederherstellen. Die tauchen dann nicht nur öfter in Bauten auf. Wenn ihr den Öko-Rang von Monstern in einem Gebiet erhöht, können sie stärkere Skills erhalten.
Außerdem könnt ihr dafür sorgen, dass ihr neue Varianten erhaltet. Wenn ihr etwa den Rang eines Rathians im ersten Gebiet erhöht, schaltet ihr die Möglichkeit frei, eine Dreadqueen Rathian zu finden. Hinzu kommt noch das Element des Gebiets. Das kann auch die Monster beeinflussen. So ist es etwa möglich, ein Tobi-Kadachi, das nur Donner ist, zusätzlich mit einem Feuerelement zu bekommen. Auch das Aussehen ändert sich.
All diese Mechaniken entwickelten sich in der Preview schnell zu einem schönen Flow. Nichts fühlte sich zäh an und alles fügte sich gut in die Welt ein.
Fine-Tuning beim Kampfsystem
Wie lief das Kampfsystem? Im Kern basiert der rundenbasierte Kampf auf einem Schere-Stein-Papier-Prinzip in Kombination mit den Elementen. Setzt ein Monster etwa eine Stärke-Attacke ein, könnt ihr eine Geschwindigkeits-Attacke einsetzen, wenn es euch angreift. Dadurch wird seine Attacke negiert. Aber das kann auch andersherum passieren und Monster setzen gerne mal mehrere Attacken ein, die nicht nur auf den 3 Typen basieren.
Schon am Anfang gab es herausfordernde Kämpfe, die dank der Möglichkeit, die Geschwindigkeit zu erhöhen, aber nicht frustrierend wurden. Wie in der Hauptreihe könnt ihr euch in euren Notizen anzeigen lassen, welche Elementschwächen die Monster haben.
Hinzu kommen die Waffen, die ihr nutzen könnt, um verschiedene Monsterteile zu zerstören. Das erhöht den Schaden und kann Monster zum Taumeln bringen, um einen starken Angriff zu initiieren.
Aber das wohl Wichtigste: Die Kinship-Attacken sind wieder da. Wenn ihr eure Freundschaftsleiste im Kampf gefüllt habt, könnt ihr einen starken Monsterangriff ausführen. Dazu gibt es eine kleine Zwischensequenz (die man auch überspringen kann). Wer es aber liebt, zu sehen, wie ein Rathalos eine gigantische Flammenexplosion erzeugt, wird hier glücklich werden. Diese Animationen können sogar mit Animes mithalten.
Eine der besten Animationen aus dem Vorgänger seht ihr hier im YouTube-Video von Dwyriel Lassneth
Monster Hunter steht für einen befriedigenden Gameplay-Loop
Die große Stärke schon in den ersten Stunden sind nicht die einzelnen Elemente, die ich beschrieben habe, es ist der Loop all dieser. Story, Grind, Nebenaufgaben und Monster fügten sich zu einem starken Flow zusammen, der Stunden vergehen ließ wie Minuten.
Ich hatte nie das Gefühl, es würde sich etwas in die Länge ziehen, und selbst wenn: Man kann vieles auch skippen, wenn man will, und auch die Monsterzucht muss nicht stundenlang gegrindet werden, zumindest in den ersten Stunden, die ich spielen konnte.
Einzig und allein an der Story kann man scheitern. Die gefiel mir bisher ziemlich gut, im Verlauf des ganzen Spiels muss sich aber zeigen, ob sie größer wird und ob der Gameplay-Flow doch noch gestört werden könnte. Wenn man aber Anime-Atmosphäre mag, wird man wohl auch da nichts zu meckern haben.
Zur Switch-2-Version sei noch gesagt: Bei mir lief sie ziemlich gut. Es gab zwar gelegentlich mal nachladende Texturen, aber ich hatte mit der Framerate auf dem Fernseher keine Probleme. Handheld hatte vereinzelt mal Ruckler, die mich aber insgesamt nicht gestört haben.
Ich für meinen Teil bin mir sicher: Ich werde im vollen Spiel bestimmt 100 Stunden in Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection verbringen.
Ihr könnt sogar schon selbst ins Spiel hineinschauen. Auf Steam wurde eine Demo veröffentlicht, mit der ihr schon einiges an Zeit verbringen könnt und die einige Geheimnisse versteckt.
Ansonsten erscheint das Spiel am 13. März für Nintendo Switch 2, PlayStation 5, Xbox Series X/S und Steam. Doch vorher kehrt eine andere Reihe von Capcom zurück: Resident Evil Requiem hat nach 3 Stunden etwas geschafft, das ich für unmöglich hielt: Ich habe wieder Angst vor Zombies
Der Beitrag Ich durfte bereits 17 Stunden vom neuen RPG zu Monster Hunter spielen, ist jetzt schon eine der besten Pokémon-Alternativen 2026 erschien zuerst auf Mein-MMO.
