Possessor(s) – im Test (PS5)

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Spiel:Possessor(s)Publisher:Devolver DigitalDeveloper:Heart MachineGenre:Action-AdventureGetestet für:PS5Erhältlich für:PS5USK:16Erschienen in:1 / 2026

Kurz vor Veröffentlichung des Metroidvanias verkünden die Indie-Entwickler Entlassungen und die Einstellung des ebenfalls bis dahin in Entwicklung befindlichen Hyper Light Breaker. Ein schlechtes Omen für Possessor(s)?

In Lucas Heimatstadt hat eine vermeintliche Batteriefirma einen dämonischen Riss erzeugt. Im Sterben liegend geht sie einen Pakt mit dem ebenfalls verletzten Dämon Rhem ein, der noch ein Ziel vor Augen hat und dafür Lucas Körper benötigt. Ihr sucht in der von feindlichen Monstern verseuchten Stadt nach einigen mächtigen Bossen, um einen Weg in den Safe der Firma zu finden.

Der Spielablauf ist fast schon zu genretypisch, denn auch hier geht es erst einmal darum, ganz klassische Fähigkeiten wie einen Konter oder einen Rutscher zu erhalten, um neue Areale zu erreichen. Während die Wegführung in den ersten Stunden trotz optionaler Pfade wunderbar ohne Blick auf die Karte klappt, enttäuschen die geringe Gegnervielfalt und die steifen Kämpfe. Die sehen zwar dank schicker 2D-Comic-Optik stilvoll aus, jedoch bleiben die Hintergründe aus meist öden Gebäudewänden eher eintönig. Zudem erwarten Euch später künstlich wirkende Sammel-Quests, bei denen Ihr beispielsweise Eurem alten Lehrer Mikrofilme besorgt. Das ist schade, denn abseits solcher Tiefpunkte hat die Erzählung ein paar gute Charaktermomente zu bieten.

Meinung & Wertung

Steffen Heller meint: Possessor(s) macht wenig falsch, hebt sich aber auch kaum positiv aus der Masse der Metroidvanias hervor. Ja, Optik und Erzählung sind nett, die Biome strahlen jedoch wenig Reiz aus und oft hat Rhem einfach zu wenig Lust, sich mit mir zu unterhalten, wenn ich mehr erfahren will. Die Kämpfe haben trotz schwer lesbarer Animationen ein gutes Grundsystem – wie bei den Hüpfeinlagen mit Jump-Pads oder bei Seilschwingereien entstand allerdings nie ein guter Fluss und stets schwang bei mir ein Gefühl von Unzuverlässigkeit mit. Daher kann ich den Titel nur Leuten empfehlen, die bereits mit den Genre-Highlights durch sind.

Die Aufmachung verspricht viel, doch unter der Oberfläche steckt ein zwar kompetenter, aber ideenloser Ausflug.

Singleplayer65MultiplayerGrafikSound

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