Blizzard steckt so viel Liebe in Diablo 2, dass selbst ein Experte für Diablo 4 jetzt davon schwärmt

Diablo bekommt innerhalb der nächsten Wochen haufenweise neue Inhalte, verteilt über drei Spiele der Reihe. Den Anfang macht Diablo 2: Resurrected, dessen neue Erweiterung ihr jetzt schon spielen könnt. MeinMMO hat mit dem Diablo-Experten Rob gesprochen, der eigentlich für seine Inhalte zu Diablo 4 bekannt ist. Selbst der zeigt sich begeistert.

Wer ist der Experte?

Rob2628, oder kurz Rob, ist ein Streamer und YouTuber zu verschiedenen Action-RPGs mit Fokus auf Diablo 4 – auch wenn er etwa die Konkurrenz von Path of Exile 2 für ihre Härte lobt.

Seine Expertise liegt vor allem in extrem starken Builds fürs Endgame und in einem tiefen Verständnis der Mechaniken des Spiels. Für unsere Tier-List der besten Klassen in Diablo 4 ist seine Meinung oft maßgeblich.

Jetzt, nachdem Blizzard verraten hat, wie es mit Diablo 2: Resurrected weitergeht, will der Streamer auch eine Weile im Remaster „reingrinden“ – zumindest, bis die Erweiterung Lord of Hatred für Diablo 4 erscheint. Und bis jetzt hat Diablo 2 ihn voll am Haken.

Was genau ist neu in Diablo 2? Falls ihr es nicht mitbekommen habt: Blizzard hat den Warlock, oder Hexenmeister, als neue Klasse für Diablo 2, Diablo Immortal und Diablo 4 angekündigt.

Während aber Infos zum Warlock in Diablo 4 noch folgen, ist er in Diablo 2 schon jetzt spielbar im Zuge der Erweiterung „Reign of the Warlock“ – Grund genug für unseren Veteranen Karsten Scholz, direkt wieder den Download für Diablo 2 anzuschmeißen. In der Erweiterung stecken jedoch weit mehr Inhalte als nur die neue Klasse.

Ein Highlight ist etwa das passiv deutlich größere Inventar, vor allem aber – oder zumindest für Rob sehr interessant – die Erweiterung des Endgames. Denn hier hat Blizzard ordentlich nachgelegt:

Die Terrorzonen, die es schon seit einiger Zeit gibt, sind ab jetzt härter. Ihr werdet ab dem Schwierigkeitsgrad „Hölle“ von Dämonen gejagt, die immer stärker werden. Erlegt ihr sie, könnt ihr deren Beute im horadrischen Würfel opfern, um einen noch krasseren Bosskampf zu starten.

Diablo 2 „braucht kein Endgame“, aber die neue Challenge klingt zu gut

Kurz nach dem Release der neuen Informationen in der Nacht vom 11. auf den 12. Februar, habe ich mich kurz mit Rob getroffen, um mich ein wenig mit ihm über seine Eindrücke auszutauschen – insbesondere, weil der Experte immer einen sehr guten Blick für Details hat, die mir teilweise entgehen.

Obwohl sich Rob vor allem auf das freut, was noch zu Diablo 4 kommen soll, klingt er hellauf begeistert von dem, was Blizzard nun für Diablo 2 geschaffen hat:

Ich kenn’ den Lead Dev, Matthew Cederquist, der auch das Video gemacht hat, das jetzt vor ein paar Tagen rauskam. Und der hat halt mega die Passion. […] Mit den Terrorzonen, das ist halt nochmal ein besser ausgearbeitetes Endgame-System mit einem ähnlichen UI, wie es dann in Diablo 3 war mit dem Abenteuer-Modus.

Rob im Interview

Insbesondere der neue Herold des Schreckens, von dem wir denken, dass er ähnlich funktionieren könnte wie der Butcher in Diablo 4, scheint ihm zu gefallen. „Das ist ja geil“, meint er trocken, „hoffentlich hat der dann auch ‘ne richtig gute Challenge.“

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Denn eigentlich, so meint Rob, sei Diablo 2 nicht gerade für sein Endgame bekannt: „Diablo 2 ist hart durchzuspielen, aber im Endgame, wenn du über Level 80 kommst oder so, bist du halt schon der Gott. Viele sagen, Diablo 2 braucht im Prinzip kein herausforderndes Endgame.“

Wenn Blizzard nun aber mit den Terrorzonen und den neuen Bossen noch neue Herausforderungen plant, sei das sehr willkommen. „Ich hab richtig Bock“, meint er noch und verrät mir, dass er jetzt auch einige Tage die neuen Inhalte von Diablo 2 spielen will, bis es in Diablo 4 weitergeht.

Robs Streams und Videos produziert er normalerweise auf Englisch für die breite Masse, er hat jedoch mittlerweile einen Kanal für deutsche Videos auf YouTube, auf dem Guides und Tier-Listen erscheinen werden, sobald Lord of Hatred erscheint.

„Bin positiv überrascht, das ist ja sowas von geil“

Da Blizzard die Erweiterung für Diablo 2 spontan direkt veröffentlicht hat, konnten wir kurze Zeit später auch über die Live-Inhalte sprechen. Robs Meinung: Reign of the Warlock und die neue Klasse machen alles genau richtig. Insbesondere der Hexenmeister gefällt ihm:

„Der Warlock ist einfach mega vielseitig. Ich hoffe, dass der so ähnlich auch in Diablo 4 erscheint. Du hast so viele Möglichkeiten, jeder Build hat seine Nische. Du kannst einen physischen Build spielen, Feuer, Magie Summons… find’ ich halt mega cool.

Und er ist natürlich schon sehr stark. Nicht so krass wie jetzt beim Spiritborn in D4 damals, nicht eine Million mal stärker, da macht es Diablo 2 ein bisschen besser. Der Warlock ist nicht komplett OP, aber schon sehr stark und das von Anfang an.“

Rob im Interview

Einer seiner Kollegen habe etwa keine 5 Stunden gebraucht, um mit einem neuen Charakter zu den berühmten Uber-Bossen zu kommen. Sogar optisch überzeugt die Klasse: „Die Skill-Animationen mit dem Feuer-AoE, dem Todesstern auf dem Boden, der explodiert… ich hab’ jetzt gerade eingeloggt und schon wieder richtig Bock.“ Obwohl wir nur über Voice sprechen, höre ich sein Grinsen beim Erzählen. Zwischen Release und diesem Gespräch liegen keine drei Tage und er hat bereits Stufe 96 erreicht.

Rob mit einem seiner Lieblings-Skills, einem riesigen Feuer-AoE.

Selbst den Preis der Erweiterung, 25 Euro für die neuen Inhalte, findet Rob fair. Für die Menge an Content, mit den verbesserten Terrorzonen, den verbesserten Truhen und eben dem Hexenmeister, sei Reign of the Warlock selbst ohne einen 6. Akt richtig stark. Die Story von Diablo 2 sei ohnehin perfekt so, wie sie ist. Ein besonderes Highlight für ihn: der Runen-Tab im Inventar, den ein 26 Jahre altes Spiel vorm viel neuen Diablo 4 bekommen hat.

Beim Gespräch haben wir noch etwas über unsere Lieblings-Klassen gequatscht und überlegt, was genau Blizzard mit dem Warlock in Diablo 4 so vorhaben könnte. Dabei kam von Rob etwas, an das ich gar nicht gedacht habe: Mit dem Warlock – und schon dem Paladin – sind neue Klassen im Spiel.

Neue Klassen bedeuten mehr Münzen, die in den Brunnen geworfen werden können. In den Brunnen, der für das größte Geheimnis überhaupt in Diablo gedacht ist, zumindest vermuten das die Fans: das Kuh-Level. Und ja, tatsächlich kommen wir dem mit Lord of Hatred vielleicht bald ein ganzes Stück näher: Was ist eigentlich das Kuh-Level in Diablo und warum will es jeder finden?

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