Egal ob in den Spielen oder der Amazon-Serie: In Fallout bezahlt man nicht mit Geldscheinen oder Münzen, sondern mit den Kronkorken von einfachen Flaschen. Dafür gibt es drei gute Gründe.
Wozu dienen Kronkorken in Fallout? Kurz: Als Währung. Im Ödland bezahlen die Menschen nicht mit Dollars und Cents, sondern mit den Kronkorken von Flaschen. In fast allen Spielen ist das die Norm. Eine Ausnahme bildet Fallout 2. Hier wurden die Kronkorken von einem neuen Dollar der RNK (Republik Neukalifornien) ersetzt. Doch der Reihe nach.
In unserer echten Welt werfen wir Kronkorken meist in den Müll, nachdem wir eine Flasche geöffnet haben. Sie sind uns nichts wert. In Fallout ist das anders. Es gibt drei einfache Gründe, warum die Menschen nach dem Großen Krieg im Jahr 2077 Kronkorken als neue Währung etablierten:
Der erste Grund: Kronkorken gab es bereits in großen Mengen. Zu den beliebtesten und am weitesten verbreiteten zählten jene von Nuka-Cola. Die Automaten, die überall in den USA verstreut waren, dienten als eine Art Geldautomat.
Der zweite Grund: Die Technologie zur Herstellung dieser Kronkorken war wegen des Krieges verlorengegangen. Bedeutet: Es war schlicht nicht oder nur in äußerst seltenen Fällen möglich, neue Kronkorken herzustellen. Das sorgte dafür, dass die vorhandene Währung kaum an Wert verlor. Inflation stellte kein Problem mehr dar.
Der dritte Grund: Weil es sehr schwierig war, neue Kronkorken herzustellen, minderte das auch die Gefahr einer Fälschung. Die neue Währung war an eine bestimmte Form, Metall und Farbe gebunden. Die meisten Kronkorken stammten von Nuka-Cola, im Mojave Ödland aus New Vegas wird aber auch mit jenen von Sunset Sarsaparilla bezahlt. In Fallout 4 sind Kronkorken anderer Hersteller ebenfalls gängig.
Die Geschichte der Kronkorken in Fallout verlief aber nicht ohne Zwischenfälle. Denn nicht alle Fraktionen waren langfristig damit einverstanden.
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Die RNK wollte den Dollar zurück
Was geschah mit den Kronkorken? Den Ursprung hatte die Währung in Neukalifornien. Die Idee dazu stammte von wohlhabenden Wasser-Händlern, die den Preis von Wasser an ein physisches Objekt binden wollten. So kam es, dass jeder Kronkorken eine bestimmte Menge an Wasser wert war.
Im Jahr 2093, also 16 Jahre nach dem Großen Krieg, etablierten sich die Kronkorken als neuer Bezahl-Standard. Erst im Westen der USA, rund drei Jahre später auch im Osten.
Im Westen änderte sich das, als die Fraktion Republik Neukalifornien, kurz RNK, an die Macht kam. Sie wollte nicht nur die alte Ordnung im Land wiederherstellen, sondern auch den Dollar zurückbringen und seinen Wert durch gebunkertes Gold absichern.
Doch der Plan schlug langfristig fehl: Die Stählerne Bruderschaft verübte eine Reihe von Überfällen auf die Goldvorräte der RNK und vernichtete Teile davon. Bald konnte der neue Dollar nicht mehr davon gedeckt werden. Verzweifelt versuchte die RNK noch, sogenanntes Fiatgeld einzuführen. Dieses hat an sich keinen Wert, sondern fungiert nur als Mittel zum Tausch und ist nicht gedeckt.
Entsprechend wenig vertrauten die Menschen in die neue Währung. Viele Händler kehrten bald zurück zu den Kronkorken, die sich weiterhin am Wert von Wasser orientierten.
Sie versuchten fortan, die Herstellung von Kronkorken entweder zu unterbinden oder stark zu kontrollieren. Das gelang, und sowohl Fälschung als auch Inflation hielten sich stark in Grenzen.
Am Ende wurden die Kronkorken absolut dominant im Ödland, auch wenn alternative Zahlungsweisen wie der RNK-Dollar hier und da akzeptiert werden. Als Spieler von Fallout sollte man aber jeden einzelnen Korken aufsammeln, denn wer weiß, welche starke neue Waffe oder Rüstung der nächste Händler im Gepäck hat. Oder ihr kommt auf Ideen wie die folgende: Ein Gamer hat mal 2.240 Kronkorken zu Bethesda geschickt und dafür ein legendäres Rollenspiel geschenkt bekommen
Der Beitrag Wir werfen Kronkorken achtlos in den Müll, doch in Fallout ist es das Dümmste, was man machen kann erschien zuerst auf Mein-MMO.
